Grundkurs Abi 2oo4
   
Wasseruntersuchungen

Gruppe 1

Marleen Angenendt  Fachera Dagdar           Kristina Heil                Timotheus Majewski   Benjamin Müller          Christina Upitz            Isabelle Vaverka

 

Leibniz Gymnasium Essen  Bio GK (Abi o4)            Frau Kapteina - Frank       in Erinnerung an den Sommer 2oo3

Fotos der Arbeit

Allgemein (Einleitung)

Wasser hat im Vergleich zu anderen Flüssigkeiten eine Reihe ungewöhnlicher Eigenschaften. Diese sind von fundamentaler biologischer Bedeutung.

Da sich die Wassermoleküle untereinander so stark anziehen, werden die Moleküle an der Oberfläche des Wassers einseitig in die Flüssigkeit gezogen, während auf die Moleküle im Innern der Flüssigkeit die Anziehungskräfte von allen Seiten gleichermaßen wirken. Daraus resultiert die sogenannte Oberflächenspannung des Wassers. Infolge der Oberflächenspannung ist das Wasser bestrebt, eine möglichst kleine Oberfläche zu bilden, was zur Folge hat, dass Wassertropfen Kugelform haben. Die Oberflächenspannung des Wassers spielt eine wichtige Rolle bei Wasserläufern, die auf dem Wasser laufen können, ohne einzusinken und ebenso bei Wasservögeln. Waschmittel sind in der Lage die Oberflächenspannung des Wassers sehr stark herabzusetzen. Gibt man dieses in Wasser, so gehen Wasservögel unter. Stoffe, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen, haben die Wirkung, dass das Wasser nicht mehr so stark bestrebt ist, Kugelform anzunehmen. Daher können dann Seifenblasen erzeugt werden und in den Lungenbläschen bewirken solche Stoffe, dass diese nicht zusammenfallen, sondern offen bleiben.

Wasser weist eine sogenannte Dichteanomalie auf. Normalerweise dehnen sich Stoffe mit steigender Temperatur aus, d.h. ihre Dichte nimmt stetig mit steigender Temperatur ab. Wasser dagegen erreicht bei 4°C seine größte Dichte. Wäre das nicht so, so würde Eis schwerer sein als Wasser und das hätte zur Konsequenz, dass es absinken würde und Seen von unten her zufrieren würden. In diesem Fall würden kleinere Seen im Winter vollständig zufrieren und ein Fischleben wäre in ihnen nicht möglich. Da Eis leichter ist als 4°C warmes Wasser, bildet es eine Eisschicht auf dem Wasser, und diese isoliert die darrunterliegenden Wasserschichten. So hat das Wasser, das sich unter einer Eisdecke befindet, normalerweise eine Temperatur von 4 Grad. Das gilt deshalb auch für das Wasser am Grunde von Seen.


(Trink)Wasser in Essen

Unsere Voruntersuchungen und  Forschungen haben ergeben, dass die Ruhr zu den saubersten Flüssen Europas gehört. Ihr Wasser wird in Wasseraufbereitungsanlagen mit Hilfe von Sandfilterbecken und Sicherheitsdesinfektionen in den Pumpwerken verarbeitet und vorbereitet.

Um das Ruhr-Wasser biologisch optimal zu Trinkwasser aufzubereiten, setzen die Stadtwerke dem Rohwasser Ozon und Kaliumopermanganat zu, entfernen es aber vor Freigabe als Trinkwasser wieder.

Vor der Einspeisung in das Verteilungsnetz wird das Wasser mit geringen Mengen Chlordioxid desinfiziert.

Gemäss Trinkwasserverordnung ist das Essener Wasser farb- und gerurchslos.

 

 

Nähere Werte:

(zum Vergleich mit den Messungen des Wassers im Kaiserparkteich)

STOFF

WERT

Calcium Mittelwert

42,8 mg/l

Magnesium Mittelwert

7,4 mg/l

Nitrit Mittelwert

weniger als 0,01 mg/l

Nitrat Mittelwert

15,2 mg/l

Fluorid Mittelwert

0,12 mg/l

Härtebereich gem. Waschmittelgesetz

2

 

Gemessene Inhaltsstoffe / entsprechende Werte Kaiserparkteich :

STOFF

WERT

Nitrat 

0-10 mg/l

Nitrit

0-1 mg/l

pH - Wert

8

Ammonium

0-10 mg/l

Anmerkung: Die Werte sind nicht genau, da an Verfärbungsskalen abgelesen wurde.

Weitere Werte, die wir herausgefunden haben, waren eine Wasserhärten von 7°d, was noch als weich bezeichnet werden kann. Das Wasser ist Calciumarm. An einem nicht sehr warmen Morgen (16°C Lufttemperatur) betrug die Temperatur am Ufer 19,25°C. Äußerlicher Merkmale des Wassers, die auch Spaziergängern auffallen dürften, wären: grünlich, trübes Wasser und ein modrig, jauchiger Geruch der davon ausgeht.

Auswertung und Erläuterungen:

Kaum jemand wird auf die Idee kommen aus dem Kaiserparkteich Trinkwasser zu schöpfen, oder darin zu baden, erst Recht nicht aus Rücksicht auf die Wasservögel und sonstige Tiere, deren Lebensraum dadurch zerstört würde.

Die Sinnenprüfung hat ergeben, das der Teich für den Menschen nicht einladend wirkt. Auch die Messwerte der Inhaltsstoffe belegen dies. Schon geringe Mengen Ammonium und Nitrit sind Hinweise auf Gefahr. Ammonium ist ein Indikator von Baterien. Enthält ein Gewässer Ammonium, so befinden sich auch gefährliche Baterienkulturen darin, die gemieden werden sollten, um Infektionen zu vermeiden und die Gesundheit zu schützen.

Nitrit im Leitungswasser ist so gefährlich, dass die Wasserwerke und Installateure bei einer Feststellung dieses Stoffes umgehend benachrichtigt werde müssen.

Nitrat, was zu Nitirt abgebaut wird behindert im allgemeinen die Sauerstoffaufnahme des Blutes und kann die sogenannte Blausucht hervorrufen.

  Abschliessend bleibt festzuhalten, dass das Wasser im Kaiserparkteich wirklich nur Zwecke für seinen kleinen Lebensraum erfüllt. Der Mensch bleibt nur als Betrachter auf einer Bank oder als Spaziergänger berücksichtigt und findet lediglich so seine Rolle in diesem Ökosystem. Als Trinkwasser oder Badewasser sollte und kann der Mensch dieses Wasser nicht nutzen. Verschmutzungen durch die Vögel und leider auch manche Menschen, die ihren Müll dort deponieren, sind in zu großem Ausmaß zu beobachten.

 

 

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