Leibniz-Gymnasium Essen

Friedensbotschaft - Ben Salomo liest und rapt am Leibniz

Ben Salomo, Rapper und Autor, sagte kurzfristig auf Einladung des Projektkurses Geschichte zu, am 5. Juli 2019 im Leibniz sein Buch "Ben Salomo heißt Sohn des Friedens" vorzustellen. Weil die Technik zeitweise schon Sommerferien machte, bekamen die Schülerinnen und Schüler in der Aula eine spontane Kostprobe von Salomos Musik.

Ben Salomo gehört zu den bekanntesten und zugleich außergewöhnlichsten Vertretern des Deutsch-Rap. Denn der in Israel geborene Musiker ist bekennender Jude und verarbeitet seine jüdische Identität offensiv in seinen Texten - eine Ausnahme in der deutschen Hip-Hop-Szene, die immer wieder durch gewaltverherrlichende, homophobe und frauenverachtende Aussagen auffällt und zuletzt bei der Verleihung des "Echo 2018" für einen handfesten Skandal sorgte. Mit seinem klaren Bekenntnis zum Judentum tritt Ben Salomo nicht nur antisemitischen Tendenzen im Deutschrap entgegen, sondern macht auch auf den wachsenden Antisemitismus in der Gesellschaft aufmerksam.

Zwei Erlebnisberichte fangen die Reaktionen auf den Besuch des Künstlers ein:

"Das war die erste Veranstaltung an dieser Schule, bei der ich von Anfang bis Ende voll dabei war!", war das Erste, was ich am Freitag nach der Veranstaltung Ben Salomos hörte. Mit seiner Geschichte und seiner so offenen und entspannten Art schaffte er es uns alle in seinen Bann zu ziehen. Man konnte gar nicht anders, als ihm zuzuhören. Er erzählte von seinen Erfarhungen zum Thema Antisemitismus und wie er dies am eigenen Körper erleben musste. Schrecklich zu hören, wie er von einem Jungen "aus Spaß" ein Gasfeuerzeug unter die Nase gehalten bekam  und das mit 15 Jahren. Ben Salomo möchte alles gegen jegliche Art von Ausgrenzung tun und betont für uns immer wieder, dass schon kleine Worte, die vielleicht nur als "Spaß" gemeint sind, verletztend sein können. Und das darf nicht sein. Frieden ist das, was wir bauchen und erzielen müssen. Es erfüllt uns alle mit Stolz, als Ben zum Schluss sagte, dass, wenn wir die Zukunft sind, er sich in keiner Weise Sorgen macht, und wir die Menschen sind, die für Freiden zusammenstehen werden.

„Ben Salomo bedeutet Sohn des Friedens“, heißt sein Buch, über das Jonathan Kalmanovich am 05.07.2019 in der Aula des Leibniz-Gymnasiums in Essen spricht. Der Projektkurs Geschichte hatte sich schon viele Monate zuvor intensiv mit dem Thema Antisemitismus und dem zweiten Weltkrieg beschäftigt. Schließlich haben sie Ben eingeladen, in unserer Schule etwas über sich und seine Erfahrungen mit Antisemitismus – insbesondere in der Rapszene – zu erzählen, wie in seinem kürzlich erschienen Buch. Durch seine israelische Abstammung und seinen jüdischen Glauben hatte er es oftmals nicht leicht. So kam es schon im Alter von elf Jahren zu antisemitischen Äußerungen und Ausgrenzungen, so Salomo. Er berichtet über seine Erfahrungen und man merkt: es geht ihm sehr nah. Wie könnte es auch anders sein? Durch seine Großeltern ist ihm der Holocaust, auch „Shoa“ genannt, viel näher als manch anderem, es begleitet ihn im Alltag und ist für Ben somit nicht seit 75 Jahren Vergangenheit. Seine Authentizität und Emotionalität in den Teilen seiner Erlebnisse können manch einem Zuschauer glatt eine Gänsehaut entlocken, ihn packen, ihn schockieren. Und jedes Wort, das an seine Hörer gerichtet wurde, sprach er aus vollem Herz, aus Ehrlichkeit und in der Hoffnung, uns alle zu bewegen. Dem Applaus und der Faszination nach zu urteilen, hat er sein Ziel erreicht. Durch eine spontane Rap-Einlage seines Songs „Sie sagten mir“ schlich er sich zusätzlich in die Herzen der jugendlichen Rap-Fans. Seine offene Art mit diesem Thema umzugehen, zu beschreiben, wie er sich dabei fühlt, und nachvollziehen zu können, wie die vielen anderen Opfer von Rassismus, Diskriminierung, Homophobie, Sexismus und Antisemitismus sich fühlen, erweckte Sympathie, Begeisterung und Respekt. Ben Salomo hat uns allen gezeigt, dass diese Abneigungen gegen bestimmte Länder, Religionen, Sexualitäten und Geschlechter keinen Platz im Rap und in unserem Leben haben sollten. Er ist mit großer Sicherheit ein Vorbild für viele Menschen, die sich diesen Problemen stellen oder diese bekämpfen möchten. Also danke Ben, dass Du als „Sohn des Friedens“ dabei hilfst, diesen Frieden in unserer Welt zu verbreiten!

 

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