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  vom 12. 03. 2012

Kühler Kopf und heißes Herz

Martin Tenhaven (41) ist der neue Leiter des Leibniz-Gymnasiums in Altenessen. Früher war er Unternehmensberater

Martin Tenhaven leitet seit kurzem das Altenessener Leibniz-Gymnasium. 

Foto: Sebastian Konopka

Martin Spletter 

Altenessen.   Am Leibniz-Gymnasium arbeitet ein ehemaliger Unternehmensberater jetzt als Schulleiter. Das klingt erst mal ungewöhnlich, doch eigentlich hat sich in der Geschichte von Martin Tenhaven (41) alles so gefügt, dass man sagen kann: Das passt. Und zwar wie angegossen.

Der Diplom-Mathematiker hat im Februar offiziell die Nachfolge von Manfred Reimer angetreten, der am Ende des vergangenen Jahres in den Ruhestand verabschiedet worden war.


"Ich bin noch Lehrer geworden, obwohl ich das eigentlich nicht wollte"


Während einiger Jahre, in denen Manfred Reimer Chef der Schule war, hieß sein Vertreter Tenhaven. Das war Martin Tenhavens Vater. Er starb 1996 im Schuldienst. Es war genau in der Zeit, in der Martin Tenhaven als Unternehmensberater für Software-Entwicklung in einem renommierten Betrieb beschäftigt war, aber: „Ich habe mich manchmal dabei erwischt, dass ich während der Arbeit auf die Uhr schaute.“ Ende 1996 entschied er deshalb, sich beruflich neu zu orientieren: „Ich bin doch noch Lehrer geworden, obwohl ich das eigentlich nicht wollte.“ Er hatte ja schließlich Mathe auf Diplom studiert, schon immer faszinierte ihn diese Wissenschaft: „Es ist die Wahrheit“, sagt Tenhaven und schwärmt von der „reinen Klarheit und Logik“.

Doch Software-Lösungen für Banken zu entwickeln, hatte er festgestellt, „war mir zu tot. Ich bespreche lieber Sachen mit Menschen.“ Also sattelte er noch ein Informatik-Studium drauf und wurde Referendar am Dortmunder Mallinckrodt-Gymnasium. Anschließend arbeitete er neun Jahre lang am Haniel-Gymnasium in Duisburg-Homberg, wurde dort schnell Beratungslehrer für die Oberstufe, „das habe ich sehr gerne gemacht“. 2009 wechselte er ans Leibniz-Gymnasium in Altenessen, wurde direkt Mittelstufenkoordinator.

Wer Mathe und Informatik unterrichtet, kann sich seine Schule mehr oder weniger aussuchen; es sind sogenannte „Mangelfächer“, entsprechend selten sind die Lehrer.

Tenhaven kommt aus Altenessen, hat immer dort gelebt. Er war selbst Schüler am Leibniz, machte 1989 sein Abitur.

Man kann also sagen, dass sein Herz an dieser Schule hängt, seine Familienbiografie bringt das mit sich. Sein Herz hängt auch an diesem Stadtteil und dem ganzen Norden, Tenhaven ist RWE-Dauerkartenbesitzer.

Und doch ist sein Werkzeug, mit dem er die Schule leiten will, die präzise Analyse: „Fünf Felder“ hat Tenhaven bestimmt, auf denen er künftig wirken will; es sind Qualitäts- und Personalentwicklung, er will Kollegen von zu viel Verwaltungsarbeit entlasten durch „Effizienz und Prozessoptimierung“. Dazu zählen neue Formen der schulinternen Kommunikation mit entsprechenden Online-Plattformen; langfristig will Tenhaven die Lernplattform „Moodle“ für Schüler öffnen. Außerdem hat er sich vorgenommen, die Kommunikation mit externen Schulpartnern zu verstärken, Eltern weiter einzubinden. Inhaltlich will Tenhaven in der Medien-Erziehung neue Schwerpunkte setzen.

Ansonsten soll das bewahrt und ausgebaut werden, wofür diese Schule stadtweit steht: Intensive Förderung und somit fast keine Sitzenbleiber sowie ein gutes Klima, das zuletzt sogar die Schulinspektoren der Aufsichtsbehörden amtlich bestätigten. „So etwas“, sagt Tenhaven, „spricht sich nun mal rum“. Die neuen Anmeldezahlen in gewohnter Höhe geben ihm Recht.

Es ist sicher kein Zufall, dass Tenhavens Biografie, seine klare Affinität zur Wirtschaft und nüchterner Sachlichkeit, gewissermaßen der seines Vorgängers ähnelt; auch Reimer hatte erst mit der Wirtschaft geliebäugelt, ehe er sich dann doch für eine Laufbahn als Lehrer entschied. Tenhaven ist verheiratet, hat einen Sohn (11) und eine Tochter (9). Auf welche Schule der Junge geht? „Dreimal dürfen Sie raten“, sagt Tenhaven und lächelt. Es ist, natürlich: Leibniz.

 

 


 

 

  vom 09. 03. 2012
Der neue Chef war schon Schüler hier

Oberstudiendirektor Martin Tenhaven ist Schulleiter. 

Foto: SK

Martin Tenhaven (41) ist neuer Leiter des Leibniz-Gymnasiums in Altenessen. Er folgt auf Manfred Reimer, der am Ende des vergangenen Schuljahres in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Tenhaven ist mit dem Leibniz-Gymnasium eng verwurzelt: Schon sein Vater war Lehrer dort, und er selbst machte am Leibniz-Gymnasium im Jahr 1989 das Abitur. Es folgte das Studium der Mathematik in Bochum auf Diplom, zunächst arbeitete Tenhaven als Unternehmensberater und als Software-Entwickler. „Da merkte ich aber, dass mir der Arbeitsalltag zu tot ist, nicht genug mit Menschen zu tun hat.“ Also setzte er noch ein Informatik-Studium drauf, wurde per Quereinstieg Lehrer, arbeitete dann in Dortmund und Duisburg. Von 2009 an war Tenhaven als Mittelstufenkoordinator am Leibniz-Gymnasium aktiv. Ende Februar ist er jetzt zum Schulleiter ernannt worden. Die Dinge, die den Ruf des Leibniz-Gymnasiums ausmachen – intensive Förderung, niedrige Sitzenbleiber-Quote, intaktes Klima – will Tenhaven weiter fördern und ausbauen. Ansonsten will er im Bereich Medienerziehung neue Schwerpunkte setzen. Tenhaven ist verheiratet, hat zwei Kinder – und eine Dauerkarte für den RWE.

-MarS

 

 


 

 

  vom 07. 03. 2012
Schüler aus Altenessen
bei Wettbewerb weiter

Jan Dette (16), Tim Miosga (17) und Christian Wolter (16)

Tim Miosga (17), Jan Dette (16) und Christian Wolter (16) vom Altenessener Leibniz-Gymnasium haben beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ den ersten Platz erzielt. Damit sind sie für den Landeswettbewerb qualifiziert. Die Kategorie, in der sie antreten: das Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften.
Ihr Projekt heißt „Suche nach Exoplaneten“. Über eine spezielle Internetseite können sie für ihre Untersuchungen ein Teleskop in Texas/USA nutzen, um in bestimmten Sternsystemen neue Planeten finden zu können. Bei ihrem Vorhaben werden sie von der Kruppstiftung und der Uni Göttingen unterstützt.
„Jugend forscht“ ist in diesem Jahr mit bundesweit 78 Regionalwettbewerben gestartet. Angemeldet haben sich insgesamt knapp 11000 Jugendliche. Die Landeswettbewerbe beginnen Mitte März. Das Bundesfinale findet im Mai in Erfurt statt.

-MarS

 

 


 

 

  vom 27. 02. 2012
Das Gymnasium bleibt Mamas Liebling

Auch am Leibniz-Gymnasium war der Andrang groß: Im Vordergrund (v.l.n.r.) sind Lotte und ihre Mutter Bärbel Wunderlich zu sehen sowie Lennart mit seinen Eltern Wolfgang Gröber und Rita Gröber.

Foto: Tietz

 

 


 

 

 

  vom 27. 02. 2012
Anmeldung an weiterführenden Schulen

Silke, Jan und Frank Klobusek mit Martin Tenhaven, dem Leiter des Leibniz-Gymnasiums

Foto: Remo Tietz

 

 


 

 

  vom 18. 02. 2012

Schulmeisterschaften: „Schachkekse" räumen ab

Das Leibniz-Gymnasium und die Maria-Wächtler-Schule dominierten bei der Stadtmeisterschaft in den Wettkampfklassen III und II. Die direkten Begegnungen in der Albert-Einstrein-Realschule (Rellinghausen) entschieden jedoch die „Schachkekse" jeweils mit 3:1 für sich. 
Sie gewannen damit beide Titel und werden Essen im Landeswettbewerbs vertreten. 

Bemerkenswert ist das Abschneiden in der WKIII, denn hier trat Leibniz nur mit drei Spielern an, weil ein Schüler kurzfristig ausfiel. Doch Tim Dette, Lukas Schimnatkowski und Anna Bérénice Döpper gaben sich keine Blöße und gewannen alle Partien. 
Für das WKII-Team spielten Jan Dette, Clemens Waidelich, Andre Kolbe und Maximilian Keller (Foto, von links). 
Foto: Privat

 

 


 

 

  vom 16. 02. 2012
Zwei Titel fürs Leibniz
Schach Schulsport. Gymnasiasten siegen in Unterzahl

Das Leibniz-Gymnasium und die Maria-Wächtler-Schule dominierten bei der Schach-Stadtmeisterschaft in der WK III und II. Die beiden direkten Begegnungen entschieden jedoch die Leibniz-Schüler jeweils mit 3:1 für sich. Sie gewannen damit beide Titel und werden Essen in der nächsten Runde des Landeswettbewerbs vertreten.

Bemerkenswert ist das Abschneiden in der WK III, denn hier trat Leibniz nur mit drei Spielern an, weil ein Schüler kurzfristig ausfiel. Doch Tim Dette, Lukas Schimnatkowski und Anna Bérénice Döpper gaben sich keine Blöße und gewannen alle Partien. Für das WKII-Team spielten Jan Dette, Clemens Waidelich, Andre Kolbe und Maximilian Keller.

Gewannen fürs Leibniz-Gymnasium den Titel: 
(v.l.n.r.) Jan Dette, Clemens Waidelich, Andre Kolbe und Maximilian Keller

 

 


 

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