Leibniz-Gymnasium Essen

Presse

Lehrer-Duo zeigt Bilder und Objekte in der Alten Cuesterey

Günter Kühn (l.) und Wilhelm Rütten zeigen Objekte un d Bilder in der Alten Cuesterey in Borbeck

 

Früher unterrichteten Günter Kühn und Wilhelm Rütten Kunst am Leibniz-Gymnasium in Altenessen. Nun stellen sie eigene Werke in Borbeck aus.

Die gemeinsame Schulzeit verbindet. Das gilt für Schüler, aber auch für Lehrer. So im Fall von Wilhelm Rütten und Günter Kühn, die jahrzehntelang am Leibniz-Gymnasium Essen unterrichteten. Nun widmen sich beide in einer Ausstellung „Wenn Farben spielen“ in der Alten Cuesterey in Borbeck ihrer zweiten Passion, der Kunst.

Als Günter Kühn (71) im Jahr 1977 seine Stelle als Kunsterzieher in Altenessen antrat, da unterrichtete Wilhelm Rütten (74) bereits seit vier Jahren Deutsch, Literatur, Erdkunde, aber eben auch Kunst. „Unsere Schnittstelle war die Theater-AG, die wir leiteten.“ Während sich Rütten um den dramaturgischen Teil kümmerte, übernahm Kühn die Gestaltung der Bühnenbilder und Kostüme. Die Chemie zwischen beiden stimmte also schon lange, und so war es bis zur gemeinsamen Vernissage in Grunde nur noch ein kleiner Schritt.

Bilder entstehen spontan und ohne festes Ziel

Zog sich die Liebe zur eigenen Objektkunst bei Kühn wie ein roter Faden durch die vergangenen 40 Jahre, konzentrierte sich Rütten erst im Ruhestand auf die Arbeit mit Pinsel und Farbe: „Zwar hatte ich einige Erfahrungen mit Aquarellen gesammelt, doch meine intensive Auseinandersetzung mit der Acrylmalerei kam erst später.“ Doch die Tatsache, dass beide die Farbgestaltung als gemeinsamen Aspekt in ihrer Arbeit entdeckten, diente als Initialzündung für die Ausstellung, „auch wenn wir sehr unterschiedlich mit Farbe umgehen“, wie Kühn betont.

Rüttens Bilder sind geprägt vom Zufälligen. Sie zeugen vom Spiel mit Farben, unterschiedlichen Werkmaterialien und Malgründen, aber immer auch von einer Spontanität, so dass sich die Thematik erst zum Ende hin offenbart. „Ich setze mir kein festes Ziel“, erklärt er, „sondern mache mein Schaffen von meiner Intuition abhängig“.

Materialen stammen aus dem Schulunterricht

Auch beim Griff zum Pinsel oder Spachtel entscheidet sich Rütten eher spontan. Ganz bewusst gibt er seinen Bildern in den wenigsten Fällen einen Titel, um dem Betrachter Raum für Interpretationen zu lassen. Interessant dabei: Einmal angerührte Farben werden bis zum letzten Strich verwendet und restlos verbraucht. „So entstehen am Ende stets einzigartige, nicht wiederholbare Werke“, sagt er.

Die Objekte von Günter Kühn entstehen nahezu ausnahmslos aus Materialien aus seinem früheren Kunstunterricht am Leibniz-Gymnasium. „Mitunter verwende ich aber auch Dinge aus dem Mädchengymnasium Borbeck, da meine Lebensgefährtin dort als Kunstlehrerin arbeitete.“ Farbtöpfe und Rührstäbe, Papiertücher zum Abtupfen und Malunterlagen – all dies findet auf kreative Weise Eingang in Kühns Objekte. Wie heute erinnert er sich an die kleinen Plastikeinlagen von Konfektschachteln, die sich perfekt zum Mischen der Farben eigneten und so zum farbenfrohen Bestandteil seiner Werke werden.

„Meist reihe ich verschiedene Utensilien aneinander“, so Kühn. „Frei nach dem Motto: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Wer sich davon überzeugen will, ist zur Vernissage am Sonntag, 15. Oktober, 15 Uhr, eingeladen.

INFORMATION ZUR AUSSTELLUNG

Aussstellung „Wenn Farben spielen“, Alte Cuesterey, Weidkamp 10, vom 15. bis 29. Oktober. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, von 15 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

Tim Pröse stellt Buch über Retter und Widerstandskämpfer vor

Foto: Felix Heyder

Journalist Tim Pröse liest in Essen-Altenessen aus seinem Buch „Jahrhundertzeugen. Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler“.

Der Journalist Tim Pröse, geboren in Essen und viele Jahre für das Magazin Focus tätig, hat ein Buch über Menschen geschrieben, „die nicht zerbrochen“ sind: „Jahrhundertzeugen. Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler.“ Pröse hat Menschen gesprochen, die sich Widerstand gegen Hitler beteiligten – auf welche Art auch immer. So begegnete Pröse auch Berthold Beitz, kurz vor dessen Tod, als dieser den Juden Jurek Rotenberg traf, den Beitz rettete.

Insgesamt 18 Holocaust-Überlebende, NS-Widerstandskämpfer, Retter wie Beitz oder Angehörige von Überlebenden traf Pröse für ausgedehnte Porträts – er interviewte neben Beitz auch Sophie Scholls Schwester Inge oder Ewald-Heinrich von Kleist, den letzten Mitverschwörer des 20. Juli 1944. Weitere Gesprächspartner Pröses waren Klaus von Dohnanyi und Berthold von Stauffenberg.

Beitz konnte ungefähr 500 Menschen mit einem Trick retten

Rotenberg traf Beitz in der Alten Synagoge im Jahr 2013 – nach 70 Jahren. Im ostgalizischen Boryslaw (Ukraine) waren sich die Männer damals begegnet; Beitz, damals 28 Jahre alt, war Ölmanager. Junge Juden, darunter Rotenberg, sollten abtransportiert werden – Beitz beschwerte sich darüber lautstark und gab dem damals 14-Jährigen Arbeitsdokumente, die das Prädikat „unverzichtbar für die Ölproduktion“ enthielten. Somit wurde Rotenberg von SS und Gestapo verschont. Ungefähr 500 Menschen konnte Beitz mit diesem Trick retten. Rotenberg erinnerte sich 2013 beim Treffen mit Beitz an das „sehr resolute Auftreten“ des jungen Öl-Manager.

Reporter Tim Pröse, Jahrgang 1970, kommt jetzt mit seinem Buch in seine alte Heimatstadt zurück. Er liest an der Schule, auf die er selbst ging: Am Donnerstag, 8. Juni, 19 Uhr, stellt Pröse sein Buch im Altenessener Leibniz-Gymnasium vor, Stankeitstraße 22, Eintritt frei.

Tim Pröse: Jahrhundertzeugen. Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler. 18 Begegnungen. Erschienen im Heyne-Verlag, ISBN-Nummer: 978-3-453-20124-8.

Schüler stellen in Alter Synagoge aus

Text und Bilder: Dietmar Mauer

Im Herbst machten sich Neuntklässler des Leibnizgymnasiums auf die Suche nach „Besonderen Räumen“. Jetzt stellen sie in der Alten Synagoge aus.

Die Antworten, die die Teenager für sich fanden, wurden unter der Anleitung ihrer Lehrerinnen Maike Voshege sowie des Essener Architekten Georg Ruhnau in Modelle umgewandelt. Diese sind noch drei Wochen in der Alten Synagoge ausgestellt.

„Der Fantasie wurden keine Grenzen gesetzt. Es ging nicht darum, dass die Räume auch wirklich gebaut werden können“, sagt Georg Ruhnau. Inspirationen für die Auseinandersetzung mit diesem anspruchsvollen Thema sammelten die Schülerinnen und Schüler durch Vorträge und Studium im Unterricht sowie mittels eines Tagesausflugs zum Museum Insel Hombroich in Neuss. Dort konnten die Leibniz-Gymnasiasten durch das Erleben von Architektur, Kunst und Natur an unterschiedlichen Arten von Räumen weitere Anregungen sammeln. Der Ausflug in die Baukunst wurde auch das Projekt „Kultur und Schule“ vom Land und der Architektenkammer NRW unterstützt. Das übrige Geld soll in ein neues Baukunstprojekt mit Leibnizschülern ab Herbst 2017 fließen. Martin Tenhaven, Leiter des Leibnizgymnasiums: „Schule ist nicht nur Deutsch, Mathe und Englisch.“

Von den Ergebnissen, den Modellen aus den verschiedensten Materialien, ist Georg Ruhnau durchweg begeistert. Bei manchen Räumen ist die Beziehung zu realen Gebäuden unübersehbar. So stand beim „Cityhouse“, einem weißen Gebäude mit vielen Fenstern wohl das Sanaa-Gebäuden auf Zeche Zollverein Pate. Ein anderes Modell trägt zu Recht den Namen Olymp, auch wenn die hängenden Säulen den großen Unterschied zum Original ausmachen. Mariposa Palace – Schmetterlingspalast – hat Ajla Mulalic ihr Modell genannt. Eine mit Gras bewachsener Turm, auf dessen Dach Blumen blühen und sich ein Schmetterling sonnt. Blumig ist auch das Modell von Viktoria König, das von roten Rosen dominiert wird.

„Und diese besonderen Räume dürfen wir in einem besonderen Raum ausstellen. Das ist besonders schön“, dankte Georg Ruhnau dem Leiter der Alten Synagoge, Dr. Uri Robert Kaufmann.

  

Netwerk würdigt Engagement

Junge Frauen tratschen und gehen nur shoppen – das sind die üblichen Vorurteile. Sieben Schülerinnen aus Essen und Mülheim zeigen allerdings, dass Mädchen noch viel mehr können. Bei der Verleihung des „Young Woman in Public Affairs“-Award 2017 am Leibniz-Gymnasium in Altenessen wurden sie für ihr Engagement in der Schule und in ihrer Freizeit geehrt. „Zonta“, ein Netzwerk berufstätiger Frauen, veranstaltet den Wettbewerb jährlich für Oberstufen-Schülerinnen auf der ganzen Welt. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, was für unglaubliche Dinge Mädchen leisten können und sie darin unterstützen“, erklärt Ricarda Stauder von „Zonta“.

Schulleiter Martin Tenhaven ist begeistert

Im Bereich Essen/Mülheim freuten sich besonders drei Freundinnen vom Leibniz-Gymnasium über ihre Treppchen-Plätze. Eine der Auszeichnungen ging an Inês Rocha Vogel. „Es ist schön, dass die Arbeit gelobt wird, ich bin auf jeden Fall stolz“, sagt Inês. Sie ist unter anderem Schulsanitäterin, Mitglied der Anti-Diskriminierungs-AG in der Schule und organisiert im Unicef-Junior-Team Essen ehrenamtliche Projekte. Nach der Schule will sie Lehrerin werden oder Pharmazie studieren. „Ich will zeigen, dass Frauen genauso viel erreichen können wie Männer“, sagt sie. Die weiteren Plätze belegen die Schülerinnen Vanessa Nguyen und Helen Wallner.

Der Schulleiter des Gymnasiums, Martin Tenhaven, ist von den Leistungen seiner Oberstufen-Schülerinnen begeistert. „Die tollen Platzierungen überraschen mich gar nicht, weil ich die Mädchen kenne und weiß, wie engagiert sie sind. Sogar jetzt in der anstrengenden Abitur-Phase“, erklärt er.

Tanz- und Theaterprojekt

Tabea Zorn von der Luisenschule in Mülheim ist die Zweitplatzierte. Sie kümmert sich nach der Schule unter anderem um ein Flüchtlings-Mädchen. „Ich zeige ihr das ganz alltägliche Leben in Deutschland, und mittlerweile ist sie wie eine Schwester für mich. Es macht einfach Spaß, anderen zu helfen“, erklärt Tabea. Auch die Gewinnerin des Wettbewerbs, Vanessa Nguyen, engagiert sich für Flüchtlinge. Sie machte unter anderem bei einem Tanz- und Theaterprojekt mit Flüchtlingen mit, ist Mitglied der Flüchtlings-AG in der Schule und setzt sich für einen sicheren Umgang von Kindern mit dem Internet ein. Ihren Siegpreis von 300 Euro will sie sparen und eventuell in ein Auslandpraktikum in Vietnam investieren.

Förderpreis für Frieda Förb

Einen Förderpreis bekam die Bewerberin Frieda Förb vom Gymnasium Essen Überruhr. Sie sei mit 15 Jahren zu jung für den Wettbewerb, habe aber trotzdem so beeindruckt, dass die Jury sie ehren wollte, so Kristina Jürgensen von „Zonta“. Frieda ist Schülersprecherin, Streitschlichterin und wird bald nach Berlin reisen, um dort mit SPD-Politikern über die Rolle von Frauen in der Politik zu sprechen. Nach der Schule will sie für ein Jahr nach Afrika reisen und dort die Bildungseinrichtungen unterstützen. Genauso wie die anderen Bewerberinnen möchte sie sich ebenfalls gerne bei „Zonta“ engagieren.

Mit mehr als 30 000 Mitgliedern setzt sich der Frauen-Service-Club weltweit für bessere Lebenssituationen von Mädchen und Frauen ein.

 

Nachtrag: Die Namen lauten Linda Reckhin, Berkay Baskan, Alim Hasanovic

Altenessener Gymnasium kooperiert

mit Elite-Uni in den USA

Unterstützung von einem Gast aus den USA hat derzeit das Lehrerkollegium am Leibniz-Gymnasium in Altenessen. Lordique Fok unterrichtet dort Informatik und Physik – komplett auf Englisch. Die 20-Jährige studiert Elektrotechnik und Informatik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston/USA. Nun ist sie für einen Monat nach Essen gekommen, um am Leibniz-Gymnasium das deutsche Schulsystem kennenzulernen. Für alle Beteiligten ist das eine Premiere: Zum ersten Mal empfängt das Leibniz-Gymnasium Besuch von der amerikanischen Eliteuniversität. Möglich wurde dies durch die neue Kooperation dem Bostoner Institut.

„Wir werden ab dem nächsten Schuljahr unseren MINT-Zweig ausbauen“, erklärt Martin Tenhaven, Direktor des Leibniz-Gymnasiums. Mit dem Begriff MINT werden die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammengefasst. Sinn dieses weiteren Schwerpunkts am Leibniz-Gymnasium sei es, das Interesse der Schülerinnen und Schüler an Naturwissenschaften zu wecken. Wichtiger Teil des MINT-Zweiges ist die Kooperation mit dem Bostoner Institut. Im Rahmen der Zusammenarbeit können Studenten aus den USA für einen Monat ins Ausland gehen, um neue Erfahrungen zu sammeln.

 „Ich habe mich schon immer für Naturwissenschaften interessiert“, erzählt Lordique Fok, die sich ganz bewusst für Deutschland entschieden hat. Selbst unterrichten möchte die junge Amerikanerin in Zukunft aber nicht. Ihr Ziel sei es, Apps, also Anwendungen für Handy und Tabletcomputer, zu entwickeln, die das Lernen erleichtern sollen.

Am Leibniz-Gymnasium unterrichtet sie in den Klassenstufen sieben bis zwölf. Die oberen Klassenstufen diskutieren mit der 20-Jährigen über künstliche Intelligenz und ethische Fragen, die sich daraus entwickeln. In den unteren Stufen reichen die Sprachkenntnisse für solche Gespräche noch nicht aus. Dort hilft Lordique Fok beim Englischunterricht. Immerhin 15 Unterrichtsstunden stehen auf ihrem Plan.

Ihre eigene Schulzeit bestand neben ihrem eigentlichen Stundenplan aus Kursen, die sie aus reinem Interesse besucht hat. Eigeninitiative ist für sie eine Selbstverständlichkeit: „Viel habe ich mir selbst beigebracht“, sagt die 20-Jährige aus der Nähe von San Francisco. Das Auswahlverfahren für das MIT besteht aus einer Reihe von Tests, Bewerbungsgesprächen und Essays. Sie wird angenommen, freut sich riesig.

Die Kooperation mit der Elite-Universität im Osten der USA soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. Wie das Austausch-Programm in Zukunft finanziert werden soll, ist aber noch offen.

„Wir sind derzeit noch auf der Suche nach Sponsoren. Bisher kam aber noch keine Rückmeldung“, gesteht Christian Burisch, Koordinator des MINT-Zweiges des Altenessener Leibniz-Gymnasiums. Um den aktuellen Einsatz von Lordique Fok braucht er sich in dieser Beziehung keine Sorgen zu machen: Für dieses Jahr hat das Bostoner Institut die Finanzierung übernommen.

 

 

 

Leibniz-Gymnasiasten informieren sich über Justiz in NS-Zeit

Landesjustizminister Thomas Kutschaty begrüßt sie im Düsseldorfer Landtag. Bald steht auch Fahrt ins KZ Auschwitz an

Altenessen. 25 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Altenessener Leibniz-Gymnasiums besuchten jetzt gemeinsam mit ihren beiden Lehrerinnen die Ausstellung „Justiz und Nationalsozialismus“ im Düsseldorfer Landtagsgebäude.

Der Essener SPD-Landtagsabgeordnete und NRW-Justizminister Thomas Kutschaty begrüßte die jungen Menschen. „Ich freue mich sehr über euer Interesse an dieser wichtigen zeitgeschichtlichen Ausstellung, die ein sehr dunkles Kapitel unserer deutschen Justiz aufarbeitet und dokumentiert“, so der Minister. Die Ausstellung, die noch bis zum 6. Januar im Foyer des Landtags zu besichtigen ist, hat das Wirken der deutschen Justiz in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft zum Gegenstand. Sie macht die vielfältige Verstrickung von Justiz und Juristenschaft in das NS-Regime deutlich. So haben die Standesvertretungen von Richtern, Staats- und Rechtsanwälten in öffentlichen Deklarationen die Machtübernahme der Nationalsozialisten durchaus begrüßt. Zahlreiche Rechtswissenschaftler propagierten damals in ihren Schriften das Rechtsverständnis der neuen Machthaber. Der schon 1933 einsetzende Ausschluss von Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten aus rassischen oder politischen Gründen wurde von zahlreichen Juristen zumindest kritiklos hingenommen. Nach der Führung durch Dirk Frenking, dem Leiter der Dokumentations- und Forschungsstelle der Justizakademie NRW, nutzten die Schüler die Gelegenheit, sich in der Ausstellung „Deine Anne - Ein Mädchen schreibt Geschichte“ über das Leben der von den Nazis ermordeten Anne Frank zu informieren.

In diesem Jahr beabsichtigt die Schülergruppe des Gymnasiums die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau in der Nähe von Krakau zu besuchen.

Projekt verbindet Generationen:

Schüler für Engagement im Vorlesen ausgezeichnet

Ein Jahr lang haben Schülerinnen und Schüler des Leibniz-Gymnasiums Patienten des Marienhospitals in ihrer Freizeit vorgelesen – kurze Geschichten, Gedichte, Zeitungsartikel, Romanausschnitte - was auch immer gewünscht wurde. Dafür wurden sie von den Repräsentanten des Marienhospitals und des Leibniz-Gymnasiums ausgezeichnet.

Die Leiterin der Patientenbücherei Gabriele von der Stein, der Leiter der Marketingabteilung und Öffentlichkeitsarbeit, Stefan Mattes, der Geschäftsführer Manfred Sunderhaus und der Direktor des Leibniz-Gymnasiums, Martin Tenhaven, verliehen den Vorleserinnen Urkunden über ihre Tätigkeit, die sich in ihrer weiteren beruflichen Laufbahn nützlich erweisen können. Dazu spendete der Verein der Freunde und Förderer des Katholischen Klinikums Essen (KKE) weiße Poloshirts mit dem Aufdruck „Wir lesen vor“, damit die ehrenamtlich tätigen Schülerinnen im Krankenhaus erkannt und angesprochen werden können – denn der Aufdruck ist Programm! Und die Aktion geht weiter.

Jeden Montagnachmittag finden sich die Vorleserinnen und nun auch Vorleser in der Patientenbücherei des Krankenhauses zusammen und beratschlagen mit ihrer Lehrerin Inge Seemann, welche Texte sich eignen und Freude bereiten. Dann schwärmen sie aus, nicht nur auf unterschiedliche Stationen, sondern auch in das benachbarte Seniorenheim St. Monika. Nach vollbrachter Arbeit treffen sie sich wieder und tauschen ihre Erlebnisse aus: Texte, die gut aufgenommen werden, behalten die Vorleserinnen bei; andere werden ausgetauscht. Auch der Umgang mit den Patienten ist immer wieder Thema, denn hier ist Einfühlungsvermögen gefragt. Und die Vorleserinnen und Vorleser lassen sich immer gerne auf die Patienten ein.
Die Vorlese-AG ist ein Kooperationsprojekt des Leibniz-Gymnasiums mit dem Katholischen Klinikum Essen. Seit Anfang Oktober 2015 kommen jeweils montags, von von 15 bis 17 Uhr, Schüler des Leibniz-Gymnasiums in Begleitung von Inge Seemann, Lehrerin am „Leibniz“ und Leiterin der Vorlese AG, in das Marienhospital Altenessen, um ehrenamtlich aus sozialem Antrieb Patientinnen und Patienten vorzulesen. Das Leibniz-Gymnasium ist ein städtisches Gymnasium für Mädchen und Jungen der Sekundarstufen I und II im Essener Stadtteil Altenessen, Schulleiter ist Martin Tenhaven, der das Projekt von Beginn an unterstützt hat.

Welche Unterstützung gute Schüler im Essener Norden brauchen

Text: Martin Spletter

Foto: Knut Vahlensieck/FUNKE Foto Services

Das landesweite „Talentscouting“-Programm nahm in Altenessen seinen Anfang. Es ist eine Art Begabtenförderung, die Jugendlichen neue Wege eröffnet.

Welche Unterstützung gute Schüler im Essener Norden brauchen

Sie wollen Medizin studieren oder Astrophysik, sie wollen Pilot werden oder Psychotherapeut – im Essener Norden haben begabte Jugendliche auf dem Weg zum Abitur eigentlich die gleichen Berufsziele wie Schüler im Essener Süden. Doch viele Jugendliche, die aufs Leibniz-Gymnasium in Altenessen gehen oder aufs „Nord-Ost“ im Nordviertel, heißen zum Beispiel Murat oder Merve, und manche von ihnen haben sechs oder sieben Geschwister, und egal, ob es einen so genannten „Migrationshintergrund“ gibt oder nicht: Meistens sind sie die ersten in der Familie, die studieren wollen.

Sie sind die ersten, die studieren

Aber was studieren, und mit welchen Mitteln? Vor vier Jahren nahm ein Talentförderprogramm am Leibniz-Gymnasium seinen Anfang, einer der entscheidenden Initiatoren war Marcus Kottmann, der an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen arbeitet. Kottmann selbst ist Altschüler, kommt vom Leibniz, und heute ist Kottmann Chef von rund 35 „Talent-Scouts“. Das sind Erwachsene, die landesweit an Schulen wie das Leibniz oder das Nord-Ost gehen, um gezielt begabten Schülern Orientierung vor dem Uni-Start zu geben. „Demnächst“, kündigt Kottmann an, „werden es über 50 Talent-Scouts sein.“

Mittlerweile machen sieben Unis mit, das „Talentscouting-Projekt“ wird offiziell vom Land NRW gefördert, 75 Schulen sind schon dabei, ein eigenes „NRW-Talentzentrum“ wurde eingerichtet. „Begabung und der berufliche Lebensweg haben mit einer passenden Gelegenheit mehr zu tun als mit den Genen“, sagt NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Sie hat jetzt die beiden beteiligten Essener Gymnasien, Leibniz, und Nord-Ost, besucht. Und gefragt: „Wie ist das so, wenn man vom Lehrer angesprochen wird, weil man Talent hat?“

Pädagogen machen Vorschläge für Teilnehmer des Talentscout-Projekts – dann kommen Leute wie zum Beispiel Stefanie Strozyk, ein Talent-Scout, und begleiten die Schüler die gesamte Oberstufe lang. Schülerin Vanessa zum Beispiel hatte die Idee, Medizin zu studieren: „Frau Strozyk hat mir dann die Möglichkeit eröffnet, mich einen Tag lang am Uni-Klinikum umzuschauen.“

Uni Duisburg-Essen kooperiert mit dem GeNo

Alle Talent-Scouts kommen aus dem wahren Berufsleben, kennen Leute, haben Kontakte, und somit „einen viel größeren Überblick, als wir das haben könnten“, räumt Lehrer Mark Walbrun ein, der am Leibniz-Gymnasium als Studien- und Berufswahlkoordinator arbeitet. In regelmäßigen Abständen kommen Schüler in die Sprechstunden der Scouts, lassen sich neue Ideen geben – und aufklären über das, was die meisten gar nicht wissen: „Es gibt viele Fördermöglichkeiten, zum Beispiel Schülerstipendien“, berichten die Jugendlichen. Davon hatten wir vorher noch nie gehört.“

Ach so: Wie das ist, wenn man für ein solches Begabtenprogramm herausgepickt wird, wollte die Ministerin wissen. „Dass meine Noten ganz gut sind, wusste ich ja“, erzählt Murat, der Pilot werden will. „Aber dass ich ein Talent bin, das hat mir vorher keiner gesagt.“

Neben dem Leibniz-Gymnasium erhielt auch das Nordost-Gymnasium (GeNo) das „Talentscouting“-Siegel. Die Schule kooperiert seit Jahren mit der Uni Duisburg-Essen (UDE).

Auch die UDE schickt „Talent-Scouts“ in Schulen. „Chancen zu ermöglichen, ist unser Auftrag, den wir ernst nehmen“, so Prorektorin Isabell van Ackeren.

Gütesiegel für Medienarbeit am Leibniz

 

Das Leibniz-Gymnasium in Altenessen freut sich über die Verleihung des „Medienscouts NRW-Schule Abzeichens“ der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), das in diesem Jahr erstmalig an insgesamt 80 Schulen vergeben wurde. Mit diesem Abzeichen wird ein seit Jahren an der Schule gewachsenes Engagement von Beratungslehrerkräften für Medien, aber vor allem von interessierten Schülern honoriert.

Schüler werden mit Unterstützung von Kommunen und Beratungslehrern zu sogenannten Medienscouts ausgebildet und schulen ihre Mitschüler in Bezug auf Chancen und Gefahren neuer Medien. „Dadurch ermöglichen sie ihnen einen selbstbestimmten, kritischen und kreativen Umgang mit Medien – eine Schlüsselkompetenz in der heutigen Zeit“, heißt es seitens der Schule. Mittlerweile sind viele der Aktionen der Medienscouts ein fester Bestandteil des Schullebens am Leibniz.

So werden eine Doppelstunde für die Sechstklässler, die für die Gefahren des Cybermobbings sensibilisiert, sowie ein Projekttag in Klasse 7 zum verantwortungsvollen Umgang mit Medien mittlerweile seit mehreren Jahren erfolgreich durchgeführt.

Innovativer Klanggenuss

Altenessen: Kolpingchor St. Johann arbeitet mit den Chören des Leibniz-Gymnasiums zusammen

Eine solche musikalische Zusammenarbeit hat es in Altenessen noch nicht gegeben: Unter dem Motto "Sonne, Mond und Sterne" gab der Kolpingchor 1869 St. Johann gemeinsam mit den Chören des Leibniz-Gymnasiums unter der Leitung von Dr. Christina Stahl in der Aula ein abendliches Konzert.

Nach der Begrüßung aller Anwesenden durch die beiden Moderatorinnen Alina Mölder und Inês Rocha-Vogel, die charmant und souverän durch das Programm führten und zu jedem Lied interessante und teils humorvolle Hintergrundinformationen hatten, machte der Mittwlstufenchor den mit viel Applaus bedachten anfang dieses musikalischen Abends mit "It's raining sunshine", dem weltberühmten "Amazing grace" sowie "For the beauty of the earth".

Im Anschluss war es der aus Eltern der Leibniz-Schüler bestehende Leibniz-Chor, der das Publikum zu begeistern wusste, mit Hits wie "California dreaming", dem Oscar-prämierten "Can you feel the love tonight" von Elton John und dem größten Hit von Frank Sinatra "My way".

Publikum reagierte begeistert

Auch der sich anschließende Part des Oberstufenchores setzte auf englischsprachge Songs, mit "Blue moon", dem Klassiker "Hit the road Jack" von Ray Charles sowie "A clare benediction" von John Rutter zeigten die Sängerinnen und sänger des vokalpraktischen Kurses eindrucksvoll, was man alles in einem Jahr leidenschaftlicher Proben erreichen kann. Nach diesen "Newcomern" feierte der seit 1869 bestehende Kolpingchor seinen Einstieg in diesen abweschlungsreichen musikalischen Abend und brachte klassische deutsche Lieder wie "Das ist mien Tag", "Freude am Leben" sowie "Nun will der Lenz uns grüßen" dar. Dass er auch moderner Stücke beherrscht, bewies der Kolpingchor, unter der Leitung von Daniel Psdzieck, mit "One way wind" von The Cats. Nach einer kurzen Pause, in sich alle Anwesenden mit Getränken und frischem Obst stärken konnten, machte erneut der Mittelstufenchor den Anfang und präsentierte den aufmerksamen Zuhörern "Moonlight shadow" und "I have a dream". Für die beiden nächsten Songs "Guantanamera" und den bei den Schülern besonders beliebten Tears for fears-Hit "Mad world" bekam der Mittelstufenchor dann tatkräftige Unterstützung vom Oberstufenchor.

Grönemeyer trifft Schubert

An diese tatkräftige Unterstützung des Mittelstu

fenchores schloss der Oberstufenchor dann seine Interpre

tation von "Chan chan" und "It's light" von Mike Nield an.

Dem Konzertmotto "Sonne, Mond und Sterne" folgend gab der Kolpingchor anschließend "Wochenend und Sonnenschein" von den Comedian Harmonists und "Die Nacht" von Franz Schubert sowie "Die Wunder dieser Welt" von Otto Groll zum Besten. Im zweiten Teil seines Auftritts stellte der Leibniz-Chor mit dem deutschen Hit "Mambo" von Herbert Grönemeyer, dem englischsprachigen "Let's do it" sowie dem aus dem Hebräischen stammenden "Ose shalom" eindrucksvoll seine Vielfältigkeit unter Beweis. Eine weitere Kooperation, nämlich zwishcen dem Oberstufenchor und dem Leibniz-Chor, stellte dann "Hallelujah", einer der größten Hits von Leonard Cohen, dar. Zum Abschluss sangen alle Anwesenden dann gemeinsam das Schlaflied "Der Mond ist aufgegangen" von Matthias Claudius.

Von Altenessen in die USA

Bundestag unterstützt interkulturellen Austausch

Ab dem Sommer wird der 15-jährige Miguel Rosete Espin, Schüler des Leibniz-Gymnasiums, ein Jahr in den USA verbringen. Zurzeit erlebt der gleichaltrige Elias Ephron aus Kalifornien sein Austauschjahr in der Familie von Miguel Rosete Espin und besucht in dieser Zeit das Altenessener Gymnasium.

Für beide Schüler hat die Essener Bundestagsabgeordnete Jutta Eckenbach die Patenschaft übernommen. Nun fand ein Treffen der Abgeordneten mit ihren Patenkindern im Leibniz-Gymnasium statt.

Der Traum eines Schuljahres in den USA wird für den 15-jährigen Schüler Miguel Rosete Espin wahr. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Jutta Eckenbach wählte den Essener für das parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) aus. Sie übernimmt die Patenschaft während des USA-Aufenthalts, der im Sommer beginnen wird.

Stipendium in den USA

Das PPP ermöglicht Schülern mit einem Stipendium des Deutschen Bundestages ein Austauschjahr in den USA zu erleben. Zeitgleich sind junge US-Amerikaner ein Jahr zu Gast in Deutschalnd. So auch in diesem Schuljahr der 15-jährige Elias Ephron. Der Kalifornier verbringt sein Austauschjahr in der Familie Rosete Espin und ist in dieser Zeit Schüler des Leibniz-Gymnasiums. Beide Jungen sind mittlerweile eng befreundet. Bei einem Treffen am Montag, 02. Mai, erkundigte sich die Abgeordnete nun nach den Erfahrungen von Elias Ephron und informierte sich über die Erwartungen von Miguel Rosete Espin. Hierzu Jutta Eckenbach: "Die beiden Jungen sind hervorragende Botschafter ihres jeweiligen Landes. Sie sind offen, freundlich, engagiert und an Sprachen interessiert. Jeder lernt durch den anderen neue Bereiche im Leben kennen, beispielsweise Sport und Theater. Ich freue mich sehr für sie, dass sie diese Erfahrungen machen können." Bereits zum dritten Mal hat die Essener Bundestagsabgeordnete Jutta Eckenbach

MdB eine Patenschaft in dem Austauschprogramm PPP übernommen." Ich unterstütze diesen interkulturellen Austausch sehr" - erklärt Jutta Eckenbach. "Die Schüler müssen sich mit einer anderen Kultur auseinandersetzen."

Kultureller Austausch

"Gleichzeitig sind sie aber auch Junior-Botschafter und vermitteln in ihrem Gastland kulturelle, politische und gesellschaftliche Erfahrungen aus ihrer Heimat. Das prägt die Persönlichkeit der Schüler und hilft, sich weiter zu entwickeln. Eine tolle Erfahrung, an die sie sich ihr ganzes Leben erinnern werden."

Zum Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP): Das Parlamentarische Patenschafts-Programm gibt seit 1983 jedes Jahr Schülern die Möglichekit, mit einem Stipendium des Deutschen Bundestages ein Austasuchjahr in den USA zu erleben. Zeitgleich sind junge US-Amerikaner zu Gast in Deutschland. Das PPP ist ein gemeinsames Programm des Deutschen Bundestages und des US-Congress. Ziel des PPP ist es, ein Netzwerk persönlicher Verbindungen zwischen jungen Menschen in den USA und in Deutschland zu knüpfen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten leben in der Regel in Gastfamilien. Schülerinnen und Schüler besuchen für die Dauer eines Schuljahres eine amerikanische High-School. Die Stipendiaten sind in dieser Zeit Junior-Botschafter und vermitteln an ihren Schulen, in ihren Gastfamilien und in ihrer Freizeit ihre Erfahrungen vom kutlurellen, gesellschaftlichen und politischen Leben in Deutschland. Sie leben und lernen in einer fremden Kultur, erweitern ihren Horizont durch persönliche Erfahrungen und leisten so einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Verständigung zwischen jungen Deutschen und Amerikanern.

Schüler aus dem Essener Norden üben sich in Nanoforschung

Text: Martin Spletter

Eine einzigartige Kooperation ermöglicht es Oberstufenschülern des Leibniz-Gymnasiums in Altenessen, in die Labore der Uni Duisburg-Essen zu schauen.

Sie hätten nicht gedacht, dass es an der Universität „so konkret“ zugeht, dass es in Spitzenforschung „nicht nur um Theorie“ geht: Wertvolle Einblicke in die Welt der Nano-Forschung erhalten Schüler des Leibniz-Gymnasiums . In einer stadtweit einzigartigen Kooperation können Oberstufenschüler, die am Projektkurs „Nanotechnologie“ teinehmen, regelmäßig das so genannte „Evonik-Schülerlabor“ der Uni Duisburg-Essen besuchen und lernen dort, zum Beispiel, unter fachkundiger Anleitung den Umgang mit Elektronenmikroskopen.

Nanotechnologie zählt zu den Forschungs-Flaggschiffen der Hochschule. Am Campus Duisburg gibt es seit mehr als zehn Jahren das „Cenide“-Forschungszentrum, das alle Projekte zum Thema „Nano“ miteinander vernetzt. Vor allem die Physiker, aber auch die Chemie erforschen die allerkleinsten Teilchen. Nanotechnologie kann entscheidenden Einfluss auf unseren Alltag haben, zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Materialien.

Seit mehreren Jahren bietet das Leibniz-Gymnasium den naturwissnschaftlich begabten Oberstufenschülern, einen fachübergreifenden Projektkurs „Nanotechnologie“ an. Seit rund einem Jahr ist der Kurs Bestandteil einer „Schüleringenieurakademie“, die mit Unterstützung des Fördervereins der Ingenieurwissenschaften der Uni Duisburg-Essen gegründet wurde. Über die Labor-Besuche hinaus forschen die Schüler dabei an eigenen Nano-Projekten und stellen die Ergebnisse am Ende teilweise sogar auf Englisch vor. „Letztendlich“, sagt der verantwortliche Lehrer Christian Burisch (Physik, Bio, Informatik), „ist das eine berufsorientierende Maßnahme.“

Womit er ein bisschen tief stapelt: „Man macht absolut beeindruckende Erfahrungen“, sagt Schüler Tobias Borgert (17), der jetzt vor dem Abi mit Mathe- und Chemie-LK steht und beruflich ins Chemie-Ingenieurwesen starten will. So lernten die Schüler etwa Solarzellen selbst zu bauen und erfuhren wie die Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts, das der Uni Duisburg-Essen angeschlossen ist, Computerchips entwickeln. „Interessant fand ich auch, dass uns die Studenten, die uns begleitet haben, wirklich alle Fragen beantworten konnten“, berichtet Schülerin Polina Shvartsman (17), die gebürtig aus Moskau stammt. Für Chantal Sawusch (18) waren die Besuche der Hochschule eine Vergewisserung in Sachen Berufswahl: „Ich bin nicht so der Büromensch. Ich möchte lieber mal in einem Labor arbeiten.“

Die Projektarbeiten, die die Schüler zum Ende hin anfertigen, ersetzen eine Facharbeit des regulären Unterrichts. Für den Besuch der Schüler-Akademie fällt übrigens kein Unterricht aus, denn der Projektkurs findet weitgehend am Nachmittag statt. Wer will, kann in der Akademie auch eine Arbeit schreiben, die gesondert geprüft und als „besondere Lernleistung“ später auf dem Abi-Zeugnis vermerkt wird.

 

Baukunst als Fach: Essener Schüler spielen Architekten

Text: Martin Spletter - Foto: Ulrich von Born

Neuntklässler des Altenessener Leibniz-Gymnasium arbeiteten ein halbes Jahr lang an Phantasiehäusern. Die Arbeiten sind in der Alten Synagoge zu sehen.

Häuser können ganz anders sein als das, was man so kennt – sie können gläserne Dächer haben oder Kuppeln und runde Fenster. Sie können „Dream House“ heißen oder „Open Mind“.

Was passiert, wenn sich Neuntklässler erstmals dem Begriff Baukunst nähern und sich ausprobieren im Experimentieren? Arbeiten, die von Schülern des Altenessener Leibniz-Gymnasiums erstellt wurden, sind jetzt in der Alten Synagoge zu sehen. Der Architekt Georg Ruhnau hatte das Projekt mit dem Titel „Bauhütte 2.0“ gestartet.

„Jugendliche sollen sensibilisiert werden für die Bauten in unserer Umgebung, der Blick soll geschärft werden“, sagt Kunstlehrerin Maike Blank, die in ihrem Differenzierungs-Kurs dem Thema Baukunst ein halbes Jahr einräumte.

Los ging’s mit einem Vortrag von Ruhnau in der Schule. Ruhnau erklärte, was die Architektur des berühmten Mies van der Rohe ausmacht. Georg Ruhnau ist der Sohn des im Frühjahr 2015 verstorbenen Architekten Werner Ruhnau. Dessen berühmtestes Werk ist das „Musiktheater im Revier“ in Gelsenkirchen.
Kleine Kunstwerke

Genau dahin ging es dann auch mit der ganzen Schülergruppe – das war, bevor Ruhnau Senior starb, und die Schüler kamen in den Genuss einer Führung durchs Haus von genau dem, der es einst bauen ließ. Anschließend bekamen sie Modelle von normalen Häusern in die Hände: „Hier, macht was draus“, sagte Georg Ruhnau den Schülern, „seid kreativ, schafft Kunst! Nicht alles, was Ihr Euch ausdenkt, muss funktionieren.“

Und so entstanden aus den Modellen, die aus Forex-Hartschaum gefertigt waren, kleine Kunstwerke: „So viel Kreativität begegnet Ihnen an der Uni im fünften oder sechsten Semester nicht mehr“, sagt Ruhnau. „Doch viele Arbeiten überzeugten auch als Konzept.“ Die Schüler sollten nicht nur basteln, sondern mussten ihren Entwurf auch erläutern – mit einer Planungsmappe, ganz wie richtige Architekten.

Schülerin Felicia Springer (15) schuf zum Beispiel einen Kubus mit einer Kuppel, die man aufklappen kann. „Seit diesem Kurs habe ich einen ganz anderen Blick auf die Gebäude in meiner Stadt“, sagt sie. „Ich interessiere mich jetzt viel mehr für Architektur als vorher.“

Ob das Projekt mit dem nächsten Jahrgang wiederholt werden kann, ist noch offen. Die Beteiligten, heißt es, arbeiteten daran.

 

Neuntklässler des Altenessener Leibniz-Gymnasium arbeiteten ein halbes Jahr lang an Phantasiehäusern. Die Arbeiten sind in der Alten Synagoge zu sehen

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http://www.derwesten.de/staedte/essen/baukunst-als-fach-essener-schueler-spielen-architekten-id11560361.html#plx1824608330
Neuntklässler des Altenessener Leibniz-Gymnasium arbeiteten ein halbes Jahr lang an Phantasiehäusern. Die Arbeiten sind in der Alten Synagoge zu sehen

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Lustige Kurzgeschichten

Die "Vorlese-AG" des Leibniz-Gymnasiums munter Patienten auf

Text und Fotos: Markus Decker

Wer im Krankenhaus liegt, hat nicht viel zu tun und freut sich über Ablenkung. Im Marienhospital gibt es seit August das Angebot, sich etwas vorlesen zu lassen.

Die Grundidee des Vorlesens stammt aus dem Jahr 1980 von einer Elterninitiative, die unter dem Titel "Verein zur Förderung der Kinderliteratur", Kindern Kinderbücher vorlas, um diesen Kindern Literatur näherzubringen.

Inzwischen ist aus der Idee eine schulische Arbeitsgemeinschaft geworden, die schon viele Namen getragen hat wie "Kinder lesen Kindern vor" oder schlicht "Wir lesen vor".

Die Deutsch- und Geschichtslehrerin Inge Seemann hat die Vorlese-AG in Bad Hersfeld erfolgreich an der dortigen Schule aufgebaut und nützliche Erfahrungen gesammelt, die sie hier an die Schüler weitergibt.

"Seit Anfang diesen Schuljahres bin ich wieder in Essen tätig," erklärt die Lehrerin, "und die Idee der Vorlese-AG habe ich sofort dem Rektor Martin Tenhaven vorgestllt." Dieser war begeistert und ließ die Arbeitsgemeinschaft stufenübergreifend von der Klasse 5 bis 11 in den Stundeplan eintragen. Mit bis zu 20 Schülern kommt die Vorlesegruppe jeden Montag ins Altenessener Marienhospital, um den Patienten Bücher aus den verschiedenen Genres zu präsentieren.

"Wir lesen meistens lustige Kurzgeschichten vor", berichtet Evelina, "da wir nur ein Zeitfenster von 15 bis 30 Minuten haben und die Patienten kurzweilig ablenken möchten." Bei sehr vielen wird dieses Angebot auch gerne angenommen.

"Uns wurde auch schon mal Geld gegeben", erinnert sich Vina, "damit wir mit dem Vorlesen aufhören." Es gibt aber auch Patienten, die sind sehr gerüht und glücklich, dass ihnen vorgelesen wird.

"Vor ein paar Wochen waren wir bei einer Patientin, die sich so sehr darüber gefreut hat, dass sie uns umarmt und ein wenig vor Freude geweint hat", berichtet Vina.

Auch Irem und Mehtap lesen gerne den Patienten vor, denn "uns macht das Lesen sehr viel Spaß."

"Ich passe mich gerne dem Alter der Patienten an", erklärt Mehtap. "Wenn ich einen jungen Patienten besuche, dann bekommt jeder Charakter eine eigene Stimme."

Alle Schüler der Arbeitsgemeinschaft besuchen die Vorlese-AG, um sich sozial zu engagieren.

"Dieses Engagement meiner Schüler finde ich bemerkenswert", so die Lehrerin Seemann, "denn heutzutage findet man sowas nicht mehr oft. Und mit rund 20 Teilnehmern wurden meine Vorstellungen weit überboten."

Auf die Frage, ob sie sich denn auch vorstellen könne, dass es so eine AG in jedem Stadtteil gibt, antwortet Inge Seemann: "Das würde mich sehr freuen, wenn sich diese Idee stadtweit ausbreiten würde - aber wir stehen ja noch am Anfang."
 

Jetzt tagt die Literatur-Jury

Text: Martin Spletter - Fotos: Ulrich von Born

Eine neue AG am Leibniz-Gymnasium rezensiert Jugendbücher. Verlage schicken ihre Neuerscheinungen direkt an die Schule. Die Texte werden veröffentlicht

Altenessen. Einmal pro Woche treffen sich 17 Schüler ab Jahrgang sechs des Leibniz-Gymnasiums. Ihre Leidenschaft: Bücher. Ihre Aufgabe: Renzensionen.

Es sind nicht irgendwelche Hinterhofbetriebe, sondern die ganz Großen der Branche. Buchverlage beziehungsweise Medienkonzerne wie Random House, Carlsen oder die Verlagsgruppe Oetinger schicken Kisten voller druckfrischer Jugendbücher nach Altenessen ans Leibniz-Gymnasium – denn dort gibt es seit wenigen Monaten die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Junge Jury“. Derzeit treffen sich 17 Schüler ab Jahrgang sechs wöchentlich, um die Neuerscheinungen zu besprechen und Rezensionen zu schreiben.

In der vergangenen Woche hat die AG dann erstmals Verlagskataloge gewälzt, um Rezensionsexemplare zu bestellen. „Wir konnten einfach das ankreuzen, was uns interessiert“, erzählt Schülerin Donya (14). In ein paar Wochen kommen die Bücher dann in der Schule an.

Die AG hat Deutsch- und Geschchichts-Lehrerin Inge Seemann ins Leben gerufen, die seit diesem Jahr neu am Leibniz-Gymnasium arbeitet. Vorher war sie im hessischen Bad Hersfeld tätig, hat dort 14 Jahre lang eine „Junge Jury“ begleitet. „Ich bin sicher“, sagt die Lehrerin, „dass das auch hier möglich ist.“

Es war jedenfalls ziemlich einfach, Schülerinnen und Schüler für die AG zu begeistern – Mitglieder wie Jessica (12) bezeichnen Lesen sowieso als ihr größtes Hobby: „Ich lese rund zehn Bücher im Monat“, erzählt die Schülerin. Die noch junge AG war in den Herbstferien erstmals auf der Frankfurter Buchmesse, um ein paar Kontakte zu Verlagen zu knüpfen – mit riesiger Resonanz, „das war für alle ein Erlebnis“, sagt Inge Seemann.

Die AG „Junge Jury“ schreibt Rezensionen über die gelesenen Bücher, eine Buchhandlung an der Altenessener Straße hat ihr Schaufenster mit den Texten dekoriert. Dies ist ein erster Schritt für die Veröffentlichung der Texte; ein zweiter ist im Marienhospital geplant, dort gibt es eine Glasvitrine. „Es ist ungewöhnlich, seine eigenes Geschriebenes irgendwo zu sehen, so dass jeder erkennen kann, was man für eine Meinung zu einem Buch hat“, berichtet Schülerin Eveline (14). Die AG besteht übrigens großteils aus Mädchen, und die greifen eher zu Romanen. „Doch auch Sachbücher rezensieren wir, das ist dann eher Jungen-Angelegenheit“, erzählt Inge Seemann.

Die veröffentlichen Texte sind für die AG aber auch in einem anderen Zusammenhang wichtig: „So sehen die Verlage, dass mit den Büchern tatsächlich gearbeitet wird“, erklärt die Lehrerin. Aus ihrer Erfahrung in Bad Hersfeld weiß sie, dass die Schülerinnen und Schüler, die sich jetzt in der „Junge Jury“-AG engagieren, gute Chancen haben, in Kürze auf den Internet-Seiten der Verlage und Buchautoren zitiert zu werden: „Authentische Einschätzungen von jungen Lesern sind für die Literatur-Macher von großem Wert.“ Sie berichtet, dass an ihrem früheren Arbeitsplatz die Schüler irgendwann darum gebeten wurden, sozusagen als Test-Leser zu fungieren – die Verlage schickten erste Druckfassungen der Bücher, noch bevor die Werke in Serie gingen, Änderungen und Einwände waren noch möglich.

In Altenessen soll die Arbeit der AG erst mal die hauseigene Schülerbücherei neu aufbauen.

 

Ein Buch unterm Baum - was Schüler empfehlen

Mitglieder der "Junge Jury"-AG geben Jugendliteratur-Tipps, nicht nur als Weihnachtsgeschenk

„Ich empfehle ,Smaragdgrün’ von Kerstin Gier, ein Teil der Reihe ,Liebe geht durch alle Zeiten’. Es ist sehr magisch.“

(Donya, 14)

   

„Der neue Teil der ,Selection’-Reihe von Kiera Cass heißt ,Die Kronprinzessin’ und gefällt bestimmt allen, die Fantasy mögen.“

(Eveline, 14)

   

„,Rico, Oscar und das Herzgebreche’ ist gut, kommt aber leider an seinen Vorgänger ,Tieferschatten’ bislang nicht heran.“

(Luca, 13)

   

„Ich lese mindestens fünf Bücher im Monat, und über die ,Percy Jackson’-Reihe kommt nichts. Mein absoluter Liebling.“

(Maryam, 12)

 

 

 

Theater und Tanz zeigen
 das Leben im Krieg

Altenessen. Wie fühlt sich ein Krieg von innen an? Wie ist das, wenn man sich dauerhaft unsicher fühlt, die Kinder wegen der Minengefahr nicht im Wald spielen dürfen, geliebte Menschen von heute auf morgen aus unserem Leben verschwinden...? Und gibt es auch Freuden, Liebe, Glücksmomente inmitten des ganzen Dramas? Wie verändert der Krieg die Menschen?

Antworten möchte das Projekt „W.A.R.“ in der Zeche Carl liefern, eine Theater- und Tanzperformance über das Leben im Krieg, mit Jugendlichen und Senioren aus Syrien, Afghanistan, Irak und anderen Kriegsländern. Gezeigt wird eine Performance mit starken Bildern, Poesie und Tiefsinn, die zum Denken anregen will. Es machen mit acht Schülerinnen des Leibniz-Gymnasiums und drei Senioren des Theater Dionysos aus Marl.

Das Projekt „W.A.R.“ will Brücken bauen. Zwischen Schülern, die in Deutschland geboren sind und solchen, die aus Krisengebieten geflohen sind, und zwischen Jungen und Alten, die ähnliche Erlebnisse in ihrer eigenen Jugend hatten. Gezeigt werden Geschichten aus verschiedenen Zeiten, die sich überkreuzen und in vielen Punkten ähneln.

Organisation: Leibniz-Gymnasium, Zeche Carl und Lutz Pickardt. Termine: Mittwoch, 9. Dezember, und Donnerstag, 10. Dezember, jeweils 19.30 Uhr in der Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, Karten zu 12/6 Euro an der Abendkasse. Vorverkauf: 0180 60 50 400

Altenessen. Wie fühlt sich ein Krieg von innen an? Wie ist das, wenn man sich dauerhaft unsicher fühlt, die Kinder wegen der Minengefahr nicht im Wald spielen dürfen, geliebte Menschen von heute auf morgen aus unserem Leben verschwinden...? Und gibt es auch Freuden, Liebe, Glücksmomente inmitten des ganzen Dramas? Wie verändert der Krieg die Menschen?

Antworten möchte das Projekt „W.A.R.“ in der Zeche Carl liefern, eine Theater- und Tanzperformance über das Leben im Krieg, mit Jugendlichen und Senioren aus Syrien, Afghanistan, Irak und anderen Kriegsländern. Gezeigt wird eine Performance mit starken Bildern, Poesie und Tiefsinn, die zum Denken anregen will. Es machen mit acht Schülerinnen des Leibniz-Gymnasiums und drei Senioren des Theater Dionysos aus Marl.

Das Projekt „W.A.R.“ will Brücken bauen. Zwischen Schülern, die in Deutschland geboren sind und solchen, die aus Krisengebieten geflohen sind, und zwischen Jungen und Alten, die ähnliche Erlebnisse in ihrer eigenen Jugend hatten. Gezeigt werden Geschichten aus verschiedenen Zeiten, die sich überkreuzen und in vielen Punkten ähneln.

Organisation: Leibniz-Gymnasium, Zeche Carl und Lutz Pickardt. Termine: Mittwoch, 9. Dezember, und Donnerstag, 10. Dezember, jeweils 19.30 Uhr in der Zeche Carl, Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, Karten zu 12/6 Euro an der Abendkasse. Vorverkauf: 0180 60 50 400

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Sechs Schulen arbeiten gezielt an Entwicklung

27 weiterführende Schulen aus dem Ruhrgebiet machen mit beim Projekt „Ruhr Futur“. Es geht auch um die gemeinsame Verbesserung des Unterrichts. Aus Essen sind beteiligt das Grashof-Gymnasium, das Gymnasium Nord-Ost, das Gymnasium Borbeck, das Leibniz-Gymnasium (Altenessen), die Helene-Lange-Realschule (Steele) und das Alfred-Krupp-Gymnasium (Frohnhausen).

Ziel des Vorhabens ist es, Schulentwicklung als einen dauerhaften Prozess im Schulalltag zu integrieren und so insbesondere die Unterrichtsqualität zu verbessern. Auf der Zeche Zollverein gab es in dieser Woche eine Auftaktveranstaltung.

Die drei größten Herausforderungen sind Sprachbildung, individuelle Förderung und Inklusion. Die beteiligten Schulen lassen sich in den kommenden zwei Jahren von Schulentwicklungsberatern sowie Experten helfen.

„Wir möchten die Schulen genau dort unterstützen, wo sie den größten Bedarf sehen“, sagt Mark Becker, Programmleiter bei Ruhr Futur. „Ende vergangenen Jahres haben wir deshalb die Schulleitungen aller weiterführenden Schulen eingeladen, um konkrete Handlungsbedarfe zu ermitteln und von ihnen selbst zu erfahren, wie wir sie bei der Weiterentwicklung ihrer schulischen Arbeit und ihres Unterrichts unterstützen können.“

Fortbildungen, Coachings, Fachveranstaltungen und Hospitationen werden Schulleitungen und Lehrkräfte außerdem unterstützen.

 

27 weiterführende Schulen aus dem Ruhrgebiet machen mit beim Projekt „Ruhr Futur“. Es geht auch um die gemeinsame Verbesserung des Unterrichts. Aus Essen sind beteiligt das Grashof-Gymnasium, das Gymnasium Nord-Ost, das Gymnasium Borbeck, das Leibniz-Gymnasium (Altenessen), die Helene-Lange-Realschule (Steele) und das Alfred-Krupp-Gymnasium (Frohnhausen).

Ziel des Vorhabens ist es, Schulentwicklung als einen dauerhaften Prozess im Schulalltag zu integrieren und so insbesondere die Unterrichtsqualität zu verbessern. Auf der Zeche Zollverein gab es in dieser Woche eine Auftaktveranstaltung.

Die drei größten Herausforderungen sind Sprachbildung, individuelle Förderung und Inklusion. Die beteiligten Schulen lassen sich in den kommenden zwei Jahren von Schulentwicklungsberatern sowie Experten helfen.

„Wir möchten die Schulen genau dort unterstützen, wo sie den größten Bedarf sehen“, sagt Mark Becker, Programmleiter bei Ruhr Futur. „Ende vergangenen Jahres haben wir deshalb die Schulleitungen aller weiterführenden Schulen eingeladen, um konkrete Handlungsbedarfe zu ermitteln und von ihnen selbst zu erfahren, wie wir sie bei der Weiterentwicklung ihrer schulischen Arbeit und ihres Unterrichts unterstützen können.“

Fortbildungen, Coachings, Fachveranstaltungen und Hospitationen werden Schulleitungen und Lehrkräfte außerdem unterstützen.

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27 weiterführende Schulen aus dem Ruhrgebiet machen mit beim Projekt „Ruhr Futur“. Es geht auch um die gemeinsame Verbesserung des Unterrichts. Aus Essen sind beteiligt das Grashof-Gymnasium, das Gymnasium Nord-Ost, das Gymnasium Borbeck, das Leibniz-Gymnasium (Altenessen), die Helene-Lange-Realschule (Steele) und das Alfred-Krupp-Gymnasium (Frohnhausen).

Ziel des Vorhabens ist es, Schulentwicklung als einen dauerhaften Prozess im Schulalltag zu integrieren und so insbesondere die Unterrichtsqualität zu verbessern. Auf der Zeche Zollverein gab es in dieser Woche eine Auftaktveranstaltung.

Die drei größten Herausforderungen sind Sprachbildung, individuelle Förderung und Inklusion. Die beteiligten Schulen lassen sich in den kommenden zwei Jahren von Schulentwicklungsberatern sowie Experten helfen.

„Wir möchten die Schulen genau dort unterstützen, wo sie den größten Bedarf sehen“, sagt Mark Becker, Programmleiter bei Ruhr Futur. „Ende vergangenen Jahres haben wir deshalb die Schulleitungen aller weiterführenden Schulen eingeladen, um konkrete Handlungsbedarfe zu ermitteln und von ihnen selbst zu erfahren, wie wir sie bei der Weiterentwicklung ihrer schulischen Arbeit und ihres Unterrichts unterstützen können.“

Fortbildungen, Coachings, Fachveranstaltungen und Hospitationen werden Schulleitungen und Lehrkräfte außerdem unterstützen.

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27 weiterführende Schulen aus dem Ruhrgebiet machen mit beim Projekt „Ruhr Futur“. Es geht auch um die gemeinsame Verbesserung des Unterrichts. Aus Essen sind beteiligt das Grashof-Gymnasium, das Gymnasium Nord-Ost, das Gymnasium Borbeck, das Leibniz-Gymnasium (Altenessen), die Helene-Lange-Realschule (Steele) und das Alfred-Krupp-Gymnasium (Frohnhausen).

Ziel des Vorhabens ist es, Schulentwicklung als einen dauerhaften Prozess im Schulalltag zu integrieren und so insbesondere die Unterrichtsqualität zu verbessern. Auf der Zeche Zollverein gab es in dieser Woche eine Auftaktveranstaltung.

Die drei größten Herausforderungen sind Sprachbildung, individuelle Förderung und Inklusion. Die beteiligten Schulen lassen sich in den kommenden zwei Jahren von Schulentwicklungsberatern sowie Experten helfen.

„Wir möchten die Schulen genau dort unterstützen, wo sie den größten Bedarf sehen“, sagt Mark Becker, Programmleiter bei Ruhr Futur. „Ende vergangenen Jahres haben wir deshalb die Schulleitungen aller weiterführenden Schulen eingeladen, um konkrete Handlungsbedarfe zu ermitteln und von ihnen selbst zu erfahren, wie wir sie bei der Weiterentwicklung ihrer schulischen Arbeit und ihres Unterrichts unterstützen können.“

Fortbildungen, Coachings, Fachveranstaltungen und Hospitationen werden Schulleitungen und Lehrkräfte außerdem unterstützen.

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Leibniz-Schüler erfolgreich

Schul-Fußball  -  Stadtmeisterschaft

 

Bei den Endspielen um die Essener Stadtmeisterschaft im Schul-Fußball kämpften an der Raumerstraße 16 Mannschaften vor knapp 600 Zuschauern um den Titel. Mit drei Final-Teilnehmern ging das Leibniz-Gymnasium an den Start. Die Altenessener konnten schließlich zwei Titel gewinnen. Die männlichen C-Jugend (12:1), sowie die weibliche B-Jugend (6:1) setzten sich deutlich durch. Über je einen Sieger freuen sich die Gertrud-Bäumer-Realschule, die Elsa-Brändström-Realschule, das Robert-Schmidt-Berufskolleg, das Gymnasium Stoppenberg, die Gesamtschule Bockmühle und das Carl-Humann-Gymnasium.

 

Ergebnisse im Überblick

Jungen
Gertrud-Bäumer-RS - Leibniz-Gymn. 3:1 (D-Jugend),
RS Überruhr - Leibniz-Gymn. 1:12 (C-Jugend),
Elsa-Branström-RS - Gymn. Überruhr 4:2 (B-Jugend),
Maria-Wächtler-Gymn. - Robert-Schmidt-Berufskolleg 0:2 (A-Jugend)

Mädchen
Gymn. Stoppenber - GS Bockmühle 5:1 (D-Jugend),
Franz-Dinnendahl-RS - GS Bockmühle 1:3 (C-Jugend),
Gymn. Stoppenberg - Leibniz-Gymn. 1:6 (B-Jugend),
Carl-Humann-Gymn. - Frida-Levy-GS 4:2 (A-Jugend)

 

 

 

 

 

 

Schulen ermitteln ihre Stadtmeister

FOTO: STEFAN AREND

Die Stadtmeisterschaften im Schulfußball lockten am Dienstag bei herrlichem Fußballwetter rund 600 Zuschauer zur Helmut-Rahn-Sportanlage nach Frohnhausen. Im Finale der weiblichen B-Jugend (Foto) setzte sich das Leibniz-Gymnasium (gelbe Trikots) gegen das Gymnasium Stoppenberg souverän mit 6:1 (4:1) durch. Bei den Jugendlichen musste das Robert-Schmidt-Berufskolleg hat kämpfen, um sich mit einem 2:0-Erfolg den Stadtmeistertitel gegen das Maria-Wächtler-Gymnasium zu sichern. Bei der weiblichen A-Jugend setzte sich das Carl-Humann-Gymnasium im Endspiel mit 4:2 (1:0) gegen die Frida-Levy-Gesamtschule durch.

 

 

Nicht nur die Noten Zählen
 

Vier Schüler bewerben sich um den Preis „Essens Beste“.
Sie geben Nachhilfe, leiten Kurse und sind Vorbild für ihre Mitschüler. Entscheidung am 24. April


Sie zeichnen sich nicht nur durch gute Noten in der Schule aus. Die vier Nominierten für den Preis „Essens Beste“ in der Kategorie Schüler sind auch außerhalb des Unterrichts sehr engagiert. Die WAZ stellt die Preisanwärter vor:

Carolin Franitza
Carolin Franitza aus Katernberg (Jahrgang 1997) besucht das Leibniz-Gymnasium und wird dort ihr bilinguales Abitur machen. Von ihren Mitschülern wurde sie zur Stufensprecherin gewählt. Seit Mai 2013 erteilt sie Nachhilfeunterricht in Französisch und Mathe und nimmt an Arbeitsgemeinschaften teil. So übernahm sie zeitweise die Leitung für Teilgruppen der Theater-AG und der Bläserklasse. Sie selbst lernte Querflöte und war nach einigen Jahren so erfolgreich, dass sie bereits Soloauftritte hatte, in verschiedenen Schulorchestern mitspielte und verschiedene Jugendmessen in St. Hedwig in Altenessen musikalisch begleitete.

 

Jennifer Krieger
Jennifer Krieger wohnt ebenfalls in Katernberg und ist Jahrgang 1997. Die Schülerin des Mädchengymnasiums Borbeck entdeckte schon in der zweiten Klasse ihre naturwissenschaftlich-technische Leidenschaft bei einem Experimentierkurs an ihrem späteren Gymnasium. Diese Arbeitsgemeinschaft entwickelte sich zu einer erfolgreichen Robotik-Gruppe, die in den folgenden Jahren mehrere deutschlandweite und sogar weltweite Wettbewerbe gewann. Doch Roboter sind nicht ihr einziges Interessensfeld. Jennifer beschäftigt sich auch mit der Neurobiologie. Sie besucht Vorlesungen zu „Nerven- und Sinnesphysiologie“ und nimmt darüber hinaus an Physik-Vorlesungen an der jungen Uni Bochum teil. Neben ihrem wissenschaftlichen Engagement ist Jennifer im Schulchor aktiv und engagierte sich nach dem Pfingststurm in der Initiative „Essen packt an“.

 

Paula Krüger
Die Holsterhausenerin Paula Krüger lernt in der 12. Klasse der B.M.V.-Schule und ist dort in der Schülervertretung. Sie ist Beisitzerin in der Schulkonferenz sowie den Fachkonferenzen in den Fächern Englisch und Sport. In diesen Fächern erteilt sie auch zwei Mal wöchentlich Nachhilfe und leitete bereits einen einwöchigen Englisch-Sommerkurs. Paula singt im Schulchor und spielt Klarinette im Schulorchester und dem Bläser-Ensemble ihrer Schule. Sie ist seit 2014 Mitglied des Mädchenchors am Essener Dom und des Landesjugend-Chors NRW.

 

Firat Üst
Der 17-jährige Firat Üst aus Borbeck ist Stufensprecher der 11. Klasse des Alfred-Krupp-Gymnasiums. In der Online-Zeitung der Schule hat er das Amt des Pressesprechers der Schülervertretung inne. Zudem ist Firat Förderpate im Fach Mathe und erteilt mehrmals wöchentlich Nachhilfe. Firat leidet an der Wirbelsäulenerkrankung Skoliose, die ihn in seiner Bewegung einschränkt. Mit großem Durchhaltevermögen kämpfte er gegen seine Krankheit. Mittlerweile gehört er im Sportkurs wieder zu den Besten, was ihm bei seinen Mitschülern große Anerkennung einbrachte und ihn für viele zum Vorbild machte. Er spielt im Fußballverein DJK Eintracht Borbeck.

 

Fotos: Elke Brochhagen

 

Leibniz-Schüler
kämpfen um das Landesfinale

In einem Qualifikationsturnier zur Meisterschaft des Regierungsbezirks Düsseldorf trafen die Essener Stadtmeister Leibniz-Gymnasium und Maria-Wächtler Gymnasium (MWG) auf die Teams aus Wuppertal und dem Kreis Mettmann. Während Leibniz in der WK II (Jahrgänge 1998 und jünger) mit zwei Siegen souverän den Einzug in die nächste Runde schaffte, scheiterte Maria Wächtler in der WK III (2000 und jünger) knapp am Otto-Hahn-Gymnasium Monheim.  Für Maria-Wächtler spielten Marco Werth, Moritz Küster, Lennart Nickel und Matthias Honnerlage.

Das Leibniz-Gymnasium startete in der Besetzung Lukas Schimnatkowski, Anna Döpper, Cem Celik und Sören Tonnemacher und siegte sowohl gegen das Gymnasium Hochdahl als auch gegen das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium Wuppertal deutlich mit 3:1 Punkten. Im März kämpft die Mannschaft in Solingen um den Einzug ins NRW-Finale.

 

 

Schwimmen als Pflichtprogramm

Weil immer mehr Schüler nicht schwimmen können,
schickt sie das Leibniz-Gymnasium zwei Jahre einmal pro Woche
zum Unterricht ins Becken - Mit Erfolg

 

Von Martin Spletter
Die Veranstaltung heißt Schwimm-AG, aber das täuscht. Denn die Teilnahme ist nicht freiwillig, sondern verpflichtend. Seit 2012 schickt das Leibniz-Gymnasium in Altenessen seine Fünft- und Sechstklässler zwei Jahre lang für einen Nachmittag pro Woche ins Becken – jeweils eine Stunde. „Die Zahl der Schüler, die als Nichtschwimmer zu uns kommen“, berichten die Sportlehrer Maike Blank und Eric Bardenberg, „wird immer größer.“ Die Erfolge des Pflicht-Schwimmens können sich sehen lassen. In jeder Grundschule gibt es Schwimm-Unterricht. Eigentlich, so ist der Plan, sollen Kinder, wenn sie auf die weiterführende Schule kommen, das „Bronze“-Abzeichen haben. Damit kann man an Klassenfahrten teilnehmen, bei denen Bad-Besuche vorgesehen sind. Erst mit der „Bronze“, nicht mit dem „Seepferdchen“, gilt ein Kind als sicherer Schwimmer.

Am Leibniz-Gymnasium erkannte man früh, dass sich die Verhältnisse verändert haben, und wenn man will, kann man darin auch ein langfristiges Ergebnis der städtischen Bäderplanung sehen, die um die Jahrtausendwende das Kuhlhoffbad in Altenessen und das Nöggerathbad in Frohnhausen schloss. Kritiker sprachen stets vom „Austrocknen des Nordens“, und Fakt ist: Im letzten Herbst, als das Schuljahr losging, hatten am Altenessener Leibniz-Gymnasium 66 der 137 neuen Füntklässler kein Bronze-Abzeichen, von den 66 waren 25 völlige Nichtschwimmer. Unter den Sechstklässlern, also jenen, die schon ein Jahr die besondere Schwimmförderung hinter sich hatten, gab es nur noch vier Nichtschwimmer.

Ein Pflichtprogramm am frühen Nachmittag, das die Eltern auch noch Geld kostet (zwölf Euro pro Halbjahr) – gibt es da keine Widerstände? „Nein“, sagen die Sportlehrer, „wir hatten noch nie ein Problem.“ Auch nicht mit muslimischen Familien und deren Töchtern. „Manche Mädchen gehen mit Kopftuch ins Becken.“ Auch der so genannte „Burkini“, ein verhüllender Bade-Anzug, ist häufig im Einsatz in der Alten Badeanstalt an der Altenessener Straße.Möglich wird der intensive Schwimm-Unterricht nur, weil Schüler aus den oberen Jahrgangsstufen mithelfen, sie alle haben „Gold“ oder einen Rettungsschwimmer-Schein. So können sie hier das praktizieren, was man gern „individuelle Förderung“ nennt: Jene Kinder mit Bronze trainieren schon mal für Silber und mehr, jene mit „Seepferdchen“ üben das sichere Bahnenschwimmen, und ganz ängstliche Kinder erhalten schon mal gesonderte Betreuung.Spätestens in Klasse 9, am „Wassersport-Tag“ der Schule, sehen die Kinder dann, dass sich ihr Einsatz gelohnt hat: Auch dieser Tag wurde extra an der Schule eingeführt. „Manchen muss man erst mal klarmachen“, berichtet Eric Bardenberg, „warum es sich überhaupt lohnt, schwimmen zu können.“

 


Nichtschwimmer: Quote sinkt von 15 auf 3 Prozent


  • Die statistische Auswertung des Schwimm-Projekts, das am Leibniz-Gymnasium seit 2012 läuft, zeigt, dass die Nichtschwimmer-Quote nach zwei Förderjahren nur noch bei drei Prozent liegt - vorher, zu Beginn der Klasse fünf, sind es etwa 15 Prozent.
  • Die älteren oder ehemaligen Schüler, die bei der Schwimm-AG mit den Lehrern die Schüler betreuen, erhalten für ihre Arbeit eine geringe Aufwandsentschädigung.

 

 

 

Lions fördern Leibniz

START-Stiftung macht Vanessa Ngyen zur Stipendiantin

 

Es war ein bedeutender Moment für die Zehntklässlerin Vanessa Ngyen. Die Schülerin des Altenessener Leibniz-Gymnasium traf auf ihre Förderer vom Lions-Club Essen Ruhrtal.
Präsident Dr. Bertram Voelker und Activity Beauftragter Marcus Kottmann (selbst Leibniz-Altschüler) haben als Kooperationspartner der START-Stiftung Vanessa zu ihrer Stipendiatin gemacht und legten viel Wert darauf, sie auch persönlich kennenzulernen. Schulleiter Martin Tenhaven hat das Zusammentreffen in seinem Büro ermöglicht und ist stolz, dass mit Vanessa nun schon die zweite Leibniz-Schülerin in Folge in den Kreis der START-Stipendiaten aufgenommen worden ist.

Auf das Stipendium ist Vanessa aufmerksam geworden, als sie einen Bericht über die nur ein Jahr ältere Leibniz-Schülerin und START-Stipendiatin Zaynap Fakhro las. Ermutigt von ihrem Klassenlehrer reichte sie ihre Bewerbung ein und setzte sich in mehreren Auswahlrunden gegen die Konkurrenz durch.
Vanessa, deren Eltern aus Vietnam stammen, ist nicht nur eine exzellente Schülerin. Sie zeigt darüber hinaus ein großes soziales Engagement. So bringt sie als Medien-Scout jüngeren Mitschülern den sicheren Umgang mit dem Internet sowie sozialen Netzwerken bei und leistet schon seit einigen Jahren als Schulsanitäterin bei kleineren Unfällen Erste Hilfe am Leibniz-Gymnasium.
Dieses Ehrenamt hat in ihr den Berufswunsch geweckt, nach dem Abitur Medizin zu studieren und als Kinderärztin zu arbeiten. Auf diesem Weg will der Lions-Club Essen Ruhrtal die Schülerin mit Rat und Tat begleiten.

Die START-Stiftung ist ein Stipendienprogramm für engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und hat in diesem Jahr 43 Neu-Stipendiaten aus NRW aufgenommen. Vanessa ist eine von ihnen und erfährt nun neben einer finanziellen auch eine ideelle Unterstützung und darf an vielfältigen Bildungsprogrammen teilnehmen.
Der Lions-Club ist dem Leibniz-Gymnasium noch in weiterer Hinsicht verbunden: Er war einer der Sponsoren der vier Smartboards, die seit diesem Schuljahr von Lehrern und Schülern im Fachunterricht genutzt werden können. Selbstverständlich nutzten Dr. BertramVoelker und Marcus Kottmann die Gelegenheit, sich vor Ort vom Nutzen eines Smartboards zu überzeugen und halfen dabei, einen digitalen Frosch zu sezieren.

 

 

 

 

 

Sally Perel beeindruckt am Leibniz-Gymnasium

FOTO: KOKOSKA


Geschichte aus erster Hand. Sally Perel (89), der als Autor des Buches „Hitlerjunge Salomon“ berühmt wurde, besuchte am Freitag das Leibniz-Gymnasium in Altenessen. Gemeinsam mit SPD-Politiker Thomas Kutschaty stellte sich der Sohn jüdischer Eltern nach seinem Vortrag den Schülerinnen und Schülern zur Diskussion. In Peine (Niedersachsen) geboren, floh er im Alter von zehn Jahren mit seiner Familie nach Lodz. Während seine Eltern im Ghetto umkamen, floh Sally Perel weiter nach Minsk, fiel aber der Wehrmacht in die Hände. Da er perfekt deutsch sprach, gelang es ihm, als „Volksdeutscher Josef Perjell“ den Nationalsozialismus zu überleben.

 

Schulküche soll 2016 fertig sein

 

„Die Finanzierung ist gesichert.“ Diese erfreuliche Bilanz der jahrelangen Bemühungen um eine Schulküche für das Hauptgebäude kann Martin Tenhaven als Schulleiter des Leibniz-Gymnasiums ziehen.
Wie berichtet verfügt die Schule zwar über eine Mensa in ihrer Dependance an der Mallinckrodtstraße, nicht aber im Hauptsitz Stankeitstraße. Mit öffentlichen Mitteln wird nur eine Küche pro Schule finanziert. Daher begann der Förderverein Spenden zu sammeln. Dadurch und durch weitere Aktionen kamen 50.000 Euro zusammen, dieselbe Summe schießt die Stadt zu, die noch fehlenden 25.000 Euro gibt es von der Spindelmann-Stiftung. Bis 2016 soll die Küche fertig sein. Derzeit wird das konkrete Betreiberkonzept geplant.

 

 

Griff in die Schatulle für das Leibniz-Gymnasium

Die Stiftung schließt Finanzierungslücke für Einbau der Mensa-Küche.
Emscherschule kann Heilpädagogin einstellen.

Altenessen/Karnap.  Die Unterstützung der Schulen schwankt je nach Antrag, mal sind es 1000 Euro, dann auch mal 5000 Euro. Die Karlschule etwa bekam schon Gelder für ihre Bücherei und Klassenräume oder konnte sich eine Spielzeugkiste für ihre „bewegte Pause“ anschaffen. „Wir sind richtig froh darüber. So etwas brauchen wir einfach“, sagt Leiterin Mechthild Bönte.

Kunstraum wird zur Mensa
Das findet auch Felix Busch, Rektor der Emscherschule. Er kann Heilpädagogin Martina Göhring einstellen, damit diese sich um Vorschulkinder kümmert. „Sie lernen vom Frühjahr bis Sommer unsere Schule spielerisch kennen, so dass der Übergang von der Kita sehr sanft ist“, schildert der Rektor. Die Heinrich-Spindelmann-Stiftung beteiligt sich zur Hälfte am Honorar.
Richtig in die Schatulle packt die Stiftungspflegschaft allerdings für das Leibniz-Gymnasium in Altenessen. Hier sind rund 125 000 Euro notwendig, um den alten Kunstraum in eine Mensa umzubauen. Die Kücheneinrichtung hat die Schule bereits, aber bisher fehlte das Geld für den Einbau.
50 000 Euro hat die Schule inzwischen durch Aktionen wie Sponsorenlauf, Schulfeste oder ein Küchenkonzert selbst geschultert. Zur Freude von Schulleiter Martin Tenhaven stehen nun auch weitere 50 000 Euro im Doppelhaushalt 2015/16, so dass die Finanzierungslücke immer kleiner wird. Und damit kam die Heinrich-Spindelmann-Stiftung ins Spiel. Wenn die letzten organisatorischen Fragen über den Betrieb der Mensa geklärt sind, dann ist die Finanzierung gesichert. „Ich denke, im Januar ist der Deckel drauf“, blickt Martin Tenhaven optimistisch ins neue Jahr.
Derweil Hans-Wilhelm Zwiehoff weitergehende Pläne hat, um die Stiftungsgelder noch zielgerichteter für die Kinder in Altenessen und Karnap einsetzen zu können. Die Aufgaben der Stiftung werden offenbar nicht geringer.

 

 

 

 

Eiche gepflanzt

 

Eiche: Oberbürgermeister Reinhard Paß und Bernd Flügel als Vorsitzender des Kreisverbands Essen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzten sie gemeinsam mit Schülern des Leibniz-Gymnasiums am Stauderkreisel.

 

 

 

Feier bei Leibniz

Zum Schulfest hatte das Leibniz-Gymnasium in  Altenessen am Samstag eingeladen. Mit einem vielfältigen Angebot präsentierte sich die Schule den Besuchern. Es gab Ritterspiele (unten l.), Einblicke in die Arbeit der Astronomie-AG (oben) und bei "Panem et circenses" (unten r.) Szenen aus dem römischen Alltagsleben der Antike.  (Fotos Gohl / Pfeffer)

Unter dem Motto "Leibniz schreibt" gehörten Lesungen uas eigenen Geschichten zum Schulfest (oben), ferner Informationen aus der Arbeitsgruppe Zivilcourage (unten) und Szenen aus Shakespeares "Sommernachtstraum" (ganz unten). Mehr Fotos auf  www.lokalkompass.de/465531

 

 

 

Schulfest am Leibniz-Gymnasium

Viel Programm in und an der Schule

Das Leibniz-Gymnasium an der Stankeitstraße 22 in Altenessen startet am Samstag, 23. August, von 11 bis 16 Uhr mit einem großen Schulfest in das neue Schuljahr.

Während der letzten Monate wurden zahlreiche Aktionen, Aufführungen und Veranstaltungen vorbereitet. So ist ein buntes Programm entstanden, das jedes Alter und die unterschiedlichsten Interessen ansprechen soll. Es reicht von Ritterspielen und Kinderschminken über Tänzpräsentationen und Geschichtsvorträge bis zu einem Büchercafé sowie einem internationalen Buffet auf dem Schulhof.

Ein Höhepunkt des Festes ist das traditionelle Fußballspiel zwischen Schülern und Lehrern, wobei Dirk Helmig (Altschüler und früherer Rot-Weiss-Essen- Spieler) das Lehrerteam verstärkt.

Unter dem Motto "Leibniz tischt auf" wird mit dem Buffet an die Bemühungen des Gynnasiums um die Finanzierung einer eigenen Küche zur Übermittagversorgung angeknüpft.

Die Aktivitäten finden sowohl im Gebäude, aber auch auf dem Schulhof und am Sportplatz statt. Weitere Informationen sowie eine Programmbroschüre gibt es im Internet unter www.l-g-e.de

 

Den Weg weiter gehen

Allbau und Leibniz-Gymnasium kooperieren

Allbau-Personalleiterin Tanja Hahn und Leibniz-Schulleiter
Martin Tenhaven mit dem Kooperationsvertrag
 

Die Kooperation zwischen dem Leibniz-Gymnasium in Altenessen und der Allbau AG besteht schon länger. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages wurde die Zusammenarbeit konkretisiert und mittelfristig ausgerichtet.
Schon länger sind Schülerinnen und Schüler als Praktikanten bei der Allbau AG. Gespräche zwischen Schulleitung und Unternehmensvertretern sollten klären, wie sich Schule und Unternehmen einander weiter annähern könnten. Nun haben Personalleiterin Tanja Hahn und Schulleiter Martin Tenhaven den Kooperationsvertrag unterschrieben. 

Schüler nutzen die Praktikumsplätze


Unterrichtsbezogene Fachvorträge zu wirtschaftlichen sowie stadtplanerischen Themen gehören genauso zum Kern der Vereinbarung wie enge Zusammenarbeit in Fragen der Studien- und Berufsorientierung. Auch die gemeinsame Umsetzung kultureller Veranstaltungen ist im Blick der Verantwortlichen.
Schüler sollen praktische Einblicke in die Berufsfelder bekommen. Aktuell durchlaufen alle ein Berufsfindungspraktikum in der Jahrgangsstufe 10. „Zudem bieten wir für Interessierte das duale Orientierungspraktikum im Jahrgang 11 an. Hier sind etwa 30 eine Woche lang an der Hochschule und schauen sich für sie interessante Studiengänge an, anschließend verbringen sie eine Woche in einem zum Studiengang passenden akademischen Arbeitsfeld“, beschreibt Tenhaven einen Teil des Studien- und Berufsorientierungskonzeptes in der Oberstufe.
Ein Engagement bei einer musikalischen Veranstaltungen ist genauso möglich, wie bei den bereits feststehenden Veranstaltungen wie dem Schulfest sowie dem Weihnachtsmarkt. „Die Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Gymnasium ist breit und nachhaltig angelegt und passt gut zur Ausbildungsstrategie unseres Unternehmens“, stellt Tanja Hahn heraus.
 
 
 

Leibniz in Gladbach

C-Jugend wird dreifacher Stadtmeister

 

Die männliche C-Jugend, die weibliche B-Jugend und die männliche A-Jugend gewinnen die Essener Fußball-Stadtmeisterschaft der weiterführenden Schulen.
 
Über mehrere Runden setzten sich die Gelbhemden der drei Altersklassen des Leibniz-Gymnasiums durch und konnten am Finaltag an der Raumerstraße mit 7:1 gegen die C-Jugend der Gertrud-Bäumer-Realschule gewinnen. Bei den Mädchen setzte man sich mit 4:1 gegen das Team aus Stoppenberg durch sowie in der altershöchsten Klasse mit 1:0 gegen die Mannschaft von der Wolfskuhle. 
 
Große Erfolge für das Gymnasium aus dem Essener Norden, das immer wieder Stadtmeistertitel erzielen kann. Diese Sportbegeisterung und die stetige Entdeckung neuer Talente zeichnet die Schule an der Stankeitstraße seit Jahren aus.
 
Für die A-Jugend enden auf Stadtebene die Wettbewerbe. Die weibliche B-Jugend konnte sich auf Bezirksteilebene durchsetzen und scheiterte erst im Bezirksregierungsfinale in Remscheid. Die männliche C-Jugend dagegen bleibt weiterhin ungeschlagen und gewann sowohl die Bezirksteilebene als auch das Bezirksregierungsfinale an zwei Spieltagen in Wülfrath und Remscheid. Das bedeutet den Bezirksregierungstitel und gleichzeitig die Teilnahme an der NRW-Meisterschaft am 5. Juni in Mönchengladbach.
 
Die Mannschaft, die aus Schülern der Klasse sieben bis neun besteht, gehört zu den besten sechs Teams des Bundeslandes und wird versuchen die nächste Hürde zu überstehen, um zum Bundesfinale nach Berlin zu reisen.
 
 
 

Allbau AG und Leibniz-Gymnasium arbeiten zusammen

Das Wohnungsbau-Unternehmen Allbau AG und das Leibniz-Gymnasium arbeiten schon seit längerem im Bereich der Berufsorientierung und der kulturellen Bildung zusammen. Jetzt wurde hierzu ein Kooperations-Vertrag unterzeichnet.

Schüler des Altenessener Gymnasiums sind immer wieder als Praktikanten im Unternehmen zu Gast. Unterrichtsbezogene Fachvorträge durch Allbau-Mitarbeiter zu wirtschaftlichen sowie stadtplanerischen Themen gehören genauso zum Kern der schriftlichen Vereinbarung wie eine enge Zusammenarbeit in Fragen der Studien- und Berufsorientierung. Auch die gemeinsame Umsetzung kultureller Veranstaltungen ist geplant. Leibniz-Schüler sollen praktische Einblicke in die Berufsfelder der Firma bekommen. Alle Schüler der Jahrgangsstufe 10 durchlaufen ein Berufsfindungspraktikum. Die Allbau AG bietet ein duales Studium an. 

 

 

Schulkleidung mit dem L

Leibniz-Gymnasium ruft Wettbewerb aus - Schüler können Entwürfe beisteuern

 
Im Leibniz Gymnasium soll man zukünftig - wie in manchen anderen Ländern - Schulkleidung kaufen können. „Können“ wohlgemerkt, nicht „müssen“.
 
In einer ersten Auflage wollen die Verantwortlichen T-Shirts und Poloshirts mit dem Leibniz-Emblem anbieten. Aber damit geht es erst richtig los. Denn ab sofort werden die Schüler in alle Aspekte des Projekts einbezogen und übernehmen selber Verantwortung in Arbeitsgemeinschaften.
 
Diese werden jeweils mit Teilaufgaben wie „Marktanalyse“ („Was könnte den Schülern gefallen“), Entwurf, Planung, Vertrieb und Buchhaltung betraut. Um bereits in der nächsten Runde auf den Kurs der Jugendlichen einzuschlagen, ruft die Elternpflegschaft einen Wettbewerb aus.
 
„Ziel ist es, das traditionelle Leibniz-L so zu ergänzen, dass Schüler das Emblem nicht langweilig, sondern cool finden“, erläutert Andreas Walter, Vorsitzender der Schulpflegschaft. Er führt weiter aus, dass die Schüler freie Hand haben, das „L“ sollte aber Bestandteil der Gestaltung sein. 

Erlös soll bei Schaffung einer Mensa helfen

Auch sei es durchaus denkbar, für die Zweigstelle ein anderes Emblem zu verwenden. Die Schüler dort seien noch jung und da gäbe es vermutlich andere Vorlieben. „Hund, Katze, Maus, Einhorn, Förderturm ... alles ist denkbar“, so Andreas Walter. „Es muss ja nicht gleich wie das Wappen von Gryffindor, Ravenclaw, Hufflepuff oder Slytherin sein.“
 
 
 
 
 

Trauer, Ohnmacht und Fassungslosigkeit

Nach einem Besuch in Auschwitz wollen die Schüler des leibniz-Gymnasiums mit einer Lesung den Opfern eine Stinne geben - und das Erlebte und Gehörte verarbeiten

 
Von Jutta Bublies 
 
Auschwitz in Polen – ein Ort des Grauens, des Terrors, ein Ort des mit Worten nicht zu beschreibenden Leids. Während der NS-Zeit war Auschwitz-Birkenau das größte deutsche Vernichtungslager. Mehr als 1,1 Millionen Juden, 70.000 Polen, 25.000 Sinti und Roma und rund 15.000 Kriegsgefangene wurden dort ermordet. Ein Ort, den Schüler des Leibniz-Gymnasiums im Februar besucht haben. Am Donnerstag wollen sie abends in der Schulaula ihre Mitschüler und Gäste an dem Erlebten teilhaben lassen. An ihren Gefühlen von Trauer, Fassungslosigkeit und Ohnmacht, die das Gesehene und Gehörte in ihnen ausgelöst haben.
 
Sie werden auch Auszüge aus Biografien von Menschen vortragen, die in Hitler-Deutschland nach Auschwitz/Birkenau deportiert wurden. Mütter, denen man die Kinder entriss, Frauen, denen ihre Peiniger unter Gelächter nicht nur den Kopf, sondern auch die Scham kahl geschoren haben. Berichte von Menschen, die ahnten, dass es für sie aus dieser Hölle kein Entrinnen mehr geben würde.Die Asche der ErmordetenVier Lehrer haben die Leibniz-Schüler auf ihrer Reise nach Polen begleitet. Darunter Katrin Schmeetz (29). Die Geschichtslehrerin hat an ihrer Schule einen Projektkurs ins Leben gerufen, der sich mit dem Holocaust, mit Auschwitz beschäftigt. 35 Schüler besuchen ihn, freiwillig, immer am Montagnachmittag – „gegen das Vergessen". In Auschwitz haben sie sich mit Karol Tendera getroffen. Einem 92-jährigen Zeitzeugen, der den Essenern mit seinen Schilderungen aus dem elenden Alltag im KZ, das der Pole als politischer Häftling erlebte, den Atem stocken ließ.
 
Delayn Özcan, 17, spricht darüber, wie sehr es sie erschüttert hat, zu erfahren, dass Mithäftlinge einen Mann festhielten, damit dieser von SS-Männern erschossen werden konnte. Als ihr klar wurde, dass sie und ihre Mitschüler in dem ehemaligen Vernichtungslager über die Asche dort getöteter Menschen liefen, „die auf dem Gelände verstreut wurde“, konnte sie ihren Blick nicht mehr vom Boden abwenden. Delayns Mitschüler, Niklas Kalus, nickt. Die Krematorien, die Zellen, in die Gefangene durch kleine Löcher hineinkriechen mussten, haben in ihm „sehr bedrückende Gefühle“ ausgelöst. „Wenn man in Auschwitz ist, ist das alles nicht mehr abstrakte Geschichte, sondern sehr real“, sagt der 17-Jährige. Fotos haben die Leibniz-Schüler auf dieser Reise nur wenige gemacht. „Es gibt schon genug Bilder. Wir waren nicht als Touristen dort“, erklärt Lehrerin Katrin Schmeetz. An einem Ort zu fotografieren, an dem so viele Menschen litten und starben, hätte sich für sie und ihre Schüler falsch angefühlt.
 
 

Lesung am 10. April in der Aula der Schule
 
Der Projektkurs Geschichte des Leibniz-Gymnasiums (Stankeitstraße 22) lädt alle Interessierten für Donnerstag, 10. April, zur Lesung „Auschwitz - ein Ort...“ in seine Schulaula ein. Die Inszenierung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die Reise der Schüler ins polnische Auschwitz wurde finanziell unterstützt durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (Essen) und die Stiftung „Erinnern Ermöglichen“ (Düsseldorf). Organisatorische Hilfe erhielt der Projektkurs Geschichte durch die Karl-Arnold-Stiftung (Königswinter).
 

 
 
 

ALTENESSENER BILDERBOGEN

Der zu Gunsten einer Mensa am Leibniz-Gymnasium veranstaltete Sponsorenlauf war ein voller Erfolg. Das Spendenkonto hat die 30.000 Euro überschritten.
Schulpflegschaftsvorsitzender Andreas Walter: ,,Mit dem Ergebnis zeigen die Eltern und Ver-
wandten, wie wichtig ihnen eine Übermittagversorgung ist." Diese gibt es derzeit nur im Nebengebäude an der Mallinckrodtstraße.
 
Schulleiter Martin Tenhaven ist optimistisch: "In diesem Jahr wollen wirdurch viele Aktionen an unserer Schule auf die Situation aufmerksam machen und Spenden sammeln." 
 
Folgende Termine stehen fest: 4. April Frühlingsfest an der Zweigstelle (Mallinckrodtstraße 11), 17. Juni "Küchenkonzert": Ein bunter musikalischer Abend in der Aula, 23. August Schulfest am Hauptgebäude.
 
Weitere Informätionen: www.mensa-für-leibniz.de 
 
 
 
 

Jugendliche erbeuten Spendengelder

Junge Kriminelle bitten gutgläubige Bürger um Spenden für die Abifeier des Leibniz-Gymnasiums. Während sich die Schule um ihr Image sorgt, ermittelt die Polizei gegen zwei Intensivtäter.

Sorgenvoller Blick: Direktor Martin Tenhaven fürchtet um dengutenRuf seiner Schule
FOTO: SEBASTIAN KONOPKA

Von Jonas Erlenkämper

Die Schule würde das Thema am liebsten klein halten. „Das ist eine ganz unangenehme Geschichte für uns“, klagt Direktor Martin Tenhaven. Dennoch hielt er es für unvermeidbar, sich mit einer Warnung an die Öffentlichkeit zu wenden.

Das Altenessener Leibniz-Gymnasium steht im Zentrum einer Betrugsaffäre. Wie dieses Portal am Donnerstag meldete, haben sich offenbar zwei Jugendliche wochenlang als Leibniz-Schüler ausgegeben und im Namen des Gymnasiums Geld gesammelt. Die Schule wusste von dieser Aktion nichts, die Spenden für den guten Zweck steckten die Verdächtigen anscheinend in die eigene Tasche. Tenhaven stellt klar: Die Schule sammelt nie Bargeld. Wer in diesen Tagen also Besuch von angeblichen Leibniz-Gymnasiasten bekommt, sollte vorsichtig sein.

Die Verdächtigen sind erst 16 und 17 Jahre alt

Die Polizei verdächtigt zwei 16 und 17 Jahre alte Essener. Die sollen von Haus zu Haus gegangen sein, sich mittels eines widerrechtlich beschafften offiziellen Leibniz-Dokuments legitimiert haben und um Geld für eine geplante Abiturfeier gebeten haben. Mehrere Opfer zückten nach Behördenangaben ihr Portemonnaie. Es soll sich indes um verhältnismäßig kleine Beträge gehandelt haben. Generell rät die Polizei ausdrücklich nicht von Spenden ab. Sprecher Peter Elke sagt aber: „Wir haben jeden Tag mit Trickdieben zu tun. Ich persönlich würde ein natürliches Misstrauen an den Tag zu legen, wenn ein Fremder vor der Tür steht.“

Die beiden Verdächtigen sind der Ermittlungsgruppe Jugend als Intensivstraftäter bekannt. Sie gelten also als „schlimme Finger“, die schon folgenreichere Verbrechen begangen haben, als Ahnungslose um zehn Euro zu prellen. „Um zu den Intensivstkriminellen zu gehören, muss man schon eine Vielzahl von Straftaten begangen haben“, so Elke. Viele seien wegen Gewaltdelikten verurteilt, hätten bereits in jungen Jahren Knasterfahrung.

Die beiden Jugendlichen wurden vorläufig festgenommen, sind aber schon wieder auf freiem Fuß. Auffällig: Auch nach der Überführung berichteten Zeugen von vorgeblichen Leibniz-Spendensammlern, nun in einem anderen Stadtteil. Die Vermutung liegt nahe, dass die beiden Intensivtäter ihre Masche nach der Freilassung unverfroren fortsetzen. Die Polizei ermittelt weiter.

Das Leibniz-Gymnasium hat Konsequenzen gezogen. Bislang baten einige „echte“ Schüler Firmen darum, Anzeigen in der geplanten Abizeitung zu schalten – das Geld sollte tatsächlich der Abifeier 2015 zugute kommen. Diese Art der Sponsorensuche hat Direktor Tenhaven nun verboten. Er fürchtet einen Imageschaden für seine Schule.

Die Abifeier im nächsten Jahr sei aber nicht in Gefahr: Die Anzeigen in der Schülerzeitung seien nur ein „kleiner Posten“ im Finanzierungskonzept.

 
 

Betrügerische Abiball-Aktion

Falsche Schüler sammeln für eigeneTasche

 
Wie die Essener Polizei mitteilt, missbrauchen Betrüger die Sammelaktion Altenessener Gyrnnasiasten und stecken das gespendete Geld in die eigeneTasche.
Seit Anfang des Monats mehrten sich Nachfragen bei der Schulleitung des Leibniz-Gymnasiums und der Polizei. Essener in den nördlichen und auch in den südlichen Stadtteilen berichteten von verdächtigen Sammelaktionen.
Inzwischen konnte die Ermittlungsgruppe Jugend des Essener Polizeipräsidiums einige der Beobachtungen klären. Zwei 16- und 17-Jährige Essener haben sich widerrechtlich Kopien aus dem Leibniz- Gymnasium besorgt und bitten damit bei Anwohnern um Spenden fur "ihre" bevorstehende Abiturientenfeier. Die Beiden sind jedoch keine Leibniz-Schüler. Sie standen im Intensivtäterprogramm der Essener Polizei.

Leibniz stoppte korrekte Sammelaktion


Die Schulleitung hat auf Grund dieser Fälle mit sofortiger Wirkung die eigentliche Sammelaktion seiner Schüler beendet. Die Polizei warnt nun vor den Betrügern. Ob der betroffene Abiturjahrgang nun seine anstehende Abifeier auf anderem Weg finanziert bekommt, ist noch ungewiss.
 
Peke
 
 

Der Wettbewerb der kleinen Vorleser

In der Zentralbibliothek trafen sich gestern Sechstklässler zum Wettstreit mit Stimme und Betonung

So strahlen Sieger (v.li.): die Sechstklässler Tim Luca Nübel, Jette Nießen,
Leonie Kampen und Louisa Rahm mit ihren Lieblingsbüchern
(Foto: Knut Vahlensieck)

Von Jutta Bublies

Sie sind Leseratten - trotz Handy, Computer und TV: 25 Sechstklässler trafen sich gestern in der Zentralbibliothek, um ihre Lese-Leidenschaft einmal von einer Jury bewerten zu lassen. Drei Minuten musste dafür jeder aus einem Buch vorlesen, das ihm oder ihr selbst besonders gut gefällt und dann noch zwei Minuten lang einen fremden Text. Die Gewinner: Louisa Rahm vom Leibniz- und Leonie Kampen vom Maria-Wächtler-Gymnasium.

Die Zwölfjährigen wurden Stadtsiegerinnen und werden - so die Konkurrenz nicht noch besser vorliest - sich über einen Regional- und Landes-Entscheid bis ins Bundesfinale im Juli in Berlin lesen. Eingeladen zum deutschlandweiten Vorlese-Wettstreit hat - wie seit 1959 jährlich üblich - der Börsenverein des Deutschen Buchhandels alle Sechstklässler. Die Idee: Kinder auch im digitalen Zeitalter früh für das gedruckte Buch begeistern! Die kleinen Vorleser, die gestern in der Zentralbibliothek zusammenkamen, haben vorher einen Vorlese-Wettbewerb in ihrer Schule gewonnen.

„Jungszeug eben, über Piraten"

Mit Stimme und Betonung konnten auch Tim Luca Nübel vom Gymnasium Borbeck und Jette Nießen vom Grashof-Gymnasium die Jury überzeugen, Die zwei sind in den folgenden Wettbewerben Leonies und Louisas Vertretung. Sollten diese krank werden oder keine Lust mehr zum Vorlesen haben. Louisa erzählt, dass sie noch einen fünfjährigen Bruder hat -Timo. Und der hört ihr auch immer wieder gerne zu - bei Piraten- und Bilder-Geschichten, abends vor dem Einschlafen.
 
Zum Wettbewerb hat Louisa ihr Lieblingsbuch „Alphabet der Träume“ von Susan Fletcher mitgebracht, eine faszinierende Geschichte der Heiligen Drei Könige. „Die nicht nur zu Weihnachten schön ist“, wie die Zwölfjährige erklärt. Siegerin Leonie Kampen ist mit Enid Blytons Buch „Dolly“ angetreten und outet sich als ein Fan von lnternats-Geschichten. Auch sie hat einen kleinen Bruder, dem sie zu Hause gerne mal was vorliest. Was denn? „So Jungszeug eben - über Piraten, Polizisten und Baustellen.“
 
 
 
 

Leibniz-Gymnasium
als MINT-Schule
ausgezeichnet

 
43 neue Schulen aus Nordrhein-Westfalen dürfen sich nun drei ]ahre lang ,,MINT-freundliche Schule" nennen. Sie wurden für ihre so genannte MlNT-Schwerpunktsetzung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in Hürth ausgezeichnet. Unter ihnen ist das Leibniz-Gymnasium in Altenessen.
 
,,Ausschlaggebend ftir die Auszeichnung waren unter anderem die Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft, der Status als Prüfungszentrum für den Europäischen Computerftihrerschein ECDL und das Angebot eines Projektkurses Nanotechnologie in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen", betont Dr. Christian Burisch, Leiter des Projektkurses am Leibniz-Gymnasium.
 
,,Wir sind hocherfreut und ein wenig stolz, dass unsere intensive Arbeit im Bereich der Förderung der MINT-Fächer durch diese Auszeichnung gewürdigt wird", ergänzte Martin Tenhaven, Schulleiter am Leibniz-Gymnasium.
 
 
 
 

 

Kein Talent auf der Strecke lassen

Das Leibniz-Gymnasium als Schule der Talentförderung

 

Dr. Frank Meetz, Leibniz-Gymnasium, Jutta von Lukowicz, Berufskolleg Kuniberg Recklinghausen, 
Suat Yilmaz, Westfälische Hochschule, Maria Schulte-Coerne, Gesamtschule Horst-Gelsenkirchen, 
zeigten, wie Schule und Hochschule Hand in Hand arbeiten können. (Foto: Privat) 
 
VON JOHANNES GLÄSER
 
Das Leibniz-Gymnasium möchte die Fähigkeiten seiner Schüler stärker fördern. So will man Schüler aus sozial schwachen Familien ermutigen, ein Studium zu ergreifen. Dazu sucht man den Kontakt zu den Hochschulen und der Wirtschaft.
Reichen die Maßnahmen der Politik, wie beispielsweise BAföG, schon aus, um Schüler aus allen Bevölkerungsschichten gleichermaßen an die Hochschulen zu bringen? Denn noch immer studierem vor allem junge Erwachsene, deren Eltern ebenfalls ein Studium absolviert haben. Das Leibniz-Gymnasium nimmt nun am Projekt „Meine Talentförderung“ der Westfällischen Hochschulen teil, um alle Schüler über ihre Möglichkeiten zu informieren.
Deswegen traf man sich auch mit Vertretern aus Unternehmen, Wirtschaft und Schulen, um gemeinsam neue Wege für mehr Chancengleichheit unabhängig von der sozialen und kulturellen Herkunft zu finden. Auch Dr. Frank Meetz, Studien- und Berufswahlkoordinator der Schule, war zu Gast bei der Fachtagung, die unter dem Motto „TalentPerspektiven Ruhr“ stand. „Durch die Talentförderung haben wir gemerkt, wie viel wir selbst mit ein wenig Aufwand bewegen“, eröffnet Meetz. Am Gymnasium in Altenessen gebe es dazu ab der zehnten Klasse Projekte, die man gemeinsam mit der Westfällischen Hochschule Gelsenkirchen durchführe. 
Auf der Tagung im Thyssen­Krupp Quartier waren dabei knapp 400 Gäste anwesend. Über allen Gesprächen stand die Frage: „Wie können wir die Talentreserven der Region besser nutzen?“ Dabei sei klar geworden, dass die Frage nach der Chancegleichheit nicht nur eine soziale Frage der Gesellschaft sei, sondern auch eine wirtschaftlich wichtige Dimension für die Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften habe.
Am Leibniz Gymnasium können dank der Initiative „Meine Talentförderung“, die von Suat Yilmaz, dem ersten Talentscout einer deutschen Hochschule, geleitet wird, Schüler bereits früh in ihre Wunschberufe hineinschnuppern. Außerdem bestehe die Möglichkeit, individuelle Kompetenzen in Mathe sowie im Schreiben auszubauen oder den Hochschulbetrieb kennenzulernen. Das Programm zeige, so Dr. Frank Meetz, dass man Schüler, die sonst nicht den Sprung ins Studium wagen würden, motivieren müsse. „So wollen wir sie auf diesen Schritt vorbereiten“, erzählt er. 
Viele Talente stelle man dann Suat Yilmaz und seinen Kollegen vor. Dort werden diese individuell betreut und bis zum Studium beratend begleitet. So könne man alle wichtigen Fragen der Schüler nach Studienfinanzierung, der richtigen Studienwahl und möglichen Chancen auf Stipendien rechtzeitig beantworten. Auch die Eltern würden dabei miteinbezogen. 
Bereits im März 2009 gab es die Initiative FH-Integtrativ der Westfällischen Hochschule, um mit regionalen Akteuren den Schülern Perspektiven aufzuzeigen. „Ich hoffe, dass unser Programm durch die Tagung Schule macht“, sagt Suat Yilmaz, der mittlerweile schon mehr als 100 Schüler betreut und sich über neue Kollegen freuen würde.
Und was ist neben dem Kontakt zu den Schülern das Erfolgsgeheimnis? Dabei verweist Yilmaz auf den Kontakt zu den Lehrer, die ihn auf junge Talente aufmerksam machten. „Die Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen Schulen und Hochschule, die gibt es nicht überall so wie hier.“, erläutert er.
 

 

Leibniz-Schüler fegen alle von Brett 
Altenessener Delegation verteidigt den Stadtmeistertitel im Schach 
 
 
Bei den Stadtmeisterschaften der Schulen konnten das Gymnasium an der Wolfskuhle und das Leibniz-Gymnasium ihre Titel verteidigen: In der WK 3 (Jahrgänge 1999 und jünger) siegte Wolfskuhle (mit dem Jugendspieler Seyfullah Seker am Spitzenbrett) klar gegen das Maria-Wächtler-Gymnasium. In der mit fünf Schulen gestarteten WK 2 (Jahrgänge 1997 und jünger) war das Leibniz-Gymnasium eine Klasse für sich: Tim Dette, Lukas Schimnatkowski, Anna Bérénice Döpper und Cem Celik gaben sich keine Blöße und siegten mit 8:0 Mannschafts- und 16:0 Brettpunkten. Auf den Plätzen landeten Maria-Wächtler-Gymnasium (6:2), Albert-Einstein-Realschule (3:5), Gymnasium Werden (2:6) und Realschule Schloss Borbeck (1:7). 
 
 
 

Kochen auf Sparflamme

Keine Küche im Leibniz-Gymnasium: Für Umbau fehlt Geld

 

Noch rühren sie mehr die Werbetrommel: Schulleiter Martin Tenhaven (l.) und Pflegschaftsvorsitzender Andreas Walter hoffen, das Geld für die Übermittagversorgung im Leibniz-Gymnasium an der Stankeitstraße zusammen zu bekommen. (Foto: Gohl) 
 
 
VON SABINE PFEFFER
Die Kleinen sind versorgt. Wer als Leibniz-Schüler aber den 7. Jahrgang erreicht und von der Zweigstelle Mallinckrodtstraße ins Hauptgebäude wechselt, hat Mittagessen nicht mehr auf dem Stundenplan. Im ehrwürdigen Backsteinbau an der Stankeitstraße fehlt etwas Entscheidendes: eine Küche.
 
Für die nämlich gab bisher keinen Platz. Nachdem aber der doppelte Abiturjahrgang die Schule verlassen hat, könnte aus Werkräumen im Untergeschoss eine Küche mit Caféteria werden. Doch leider fehlt erneut etwas: Geld.
Dabei müsste die Küche gar nicht angeschafft werden, es gibt sie schon: gekauft von der Stadt Essen mit Mitteln des Landes für die Hauptschule Schetters Busch. Die wurde aber geschlossen, und nun ist die Stadtverwaltung daran interessiert, sie weiterhin als Schulküche einzusetzen, denn als solche wurde sie gefördert. Zweckentfremdung könnte die Rückzahlung von Fördermitteln bedeuten.
Doch es braucht mehr als einen Umzugswagen, um das Leibniz-Hauptgebäude auszustatten. Schulleiter Martin Tenhaven: „Die Stadt ist sehr kooperativ, aber die Kosten für den Umbau werden auf insgesamt 140.000 Euro beziffert.“ Besondere Vorschriften für Räume, wo Lebensmittel zubereitet und verzehrt würden, trieben den Preis in die Höhe, ebenso wie Brandschutzvorschriften. 
 
Schulpflegschaftsvorsitzender Andreas Walter erläutert: „Da an der Mallinckrodt­straße schon eine Übermittagsversorgung besteht, darf die Stadt für einen zweiten Standort derselben Schule keine Mittel geben.“ Mal angenommen, sie hätte sie in der jetzigen Haushaltslage.
 
Am Leibniz bleibt man aber nicht untätig. Der Förderverein und andere Spender haben rund 20.000 Euro gesammelt. Von der hohen, noch fehlenden Summe von 120.000 lässt man sich nicht schrecken, sondern plant für 2014 Sponsorenläufe und andere Aktionen, die Geld bringen sollen. Eine spezielle Spenden-Homepage wurde eingerichtet, Altschüler werden angesprochen, und auch auf Hilfe aus der Bezirksvertretung hofft man in Altenessen. Zuständig ist die BV V, doch Martin Tenhaven betont: „Wir haben ein großes Einzugsgebiet, die Schüler und Schülerinnen kommen nicht nur aus dem Bezirk V.“
Die Einrichtung vom Schetters Busch ist ein Komplettpaket: vom Geschirr über Tische und Stühle bis zur eigentlichen Küche. Fürs Leibniz ideal. Deshalb hofft Andreas Walter, im nächsten Jahr zumindest über eine Zwischenlösung einen Schritt weiter zu kommen. In Zeiten knapper Kassen wird vieles flexibler gehandhabt. 
 
Am Leibniz, wo die Schulzeit von neun auf acht Jahre reduziert und der Stundenplan entsprechend länger wurde, könnten Schüler eine warme Mahlzeit zur Mitte des Tages gut gebrauchen. Doch gejammert wird nicht. Martin Tenhaven freut sich über die Aktivität des Fördervereins, will aber Menschen, denen es unvergleichlich viel schlechter geht, nicht aus den Augen verlieren: „Unsere Schüler und Schülerinnen sammeln selber - für die Taifun­opfer auf den Philippinen.“
 
Wer sich über die Küchenpläne informieren bzw. spenden möchte (Steuerbescheinigungen werden ausgestellt), findet Informationen unter www.mensa-fuer-leibniz.de
 
 
 
 
 

"Leibniz" geht auf Spendenfang

Gymnasium in Altenessen benötigt für Einrichtung der Übermittag-Versorgung 120?000 Euro. Stadt und Land geben keine Mittel. Kreative Aktionen geplant.

FOTO: KERSTIN KOKOSKA

Von Louis Baack
 
Altenessen. Das Leibniz-Gymnasium will für sein Hauptgebäude an der Stankeitstraße in Altenessen eine neue Mensa einrichten. Dabei ist die Schule auf Spenden angewiesen, da Stadt und Land keine finanzielle Unterstützung geben können. Für die fünften und sechsten Klassen wurde bereits mit Landesmitteln an der Zweigstelle in der Mallinckrodstraße eine Cafeteria gebaut. Dort sorgt eine Eltern-Initiative für eine Übermittag-Versorgung.
 
Anders sieht es im Hauptgebäude des Gymnasiums aus – obwohl die Schüler dort noch häufiger Nachmittagsunterricht haben. „Zurzeit haben wir dort eine Notverpflegungssituation. So wie es jetzt ist, kann und soll es nicht bleiben.“, sagt Schulleiter Martin Tenhaven. „An uns scheitert es nicht, wir könnten sofort Räume frei machen“, erklärt er.
 
Diese Räume sollen nicht nur zur Essensausgabe, sondern auch als Aufenthaltsraum für die Oberstufenschüler genutzt werden. Darüber hinaus wäre durch die Schließung der Hauptschule Schetters Busch eine hochwertige Küche verfügbar, die die Stadt zur Verfügung stellt. Lediglich der Transport der Küche und die notwendigen Umbaumaßnahmen wären noch zu bewältigen. Aber da dafür besondere bauliche Vorschriften gelten, beziffert die Immobilienwirtschaft der Stadt Essen die Kosten auf 140000 Euro.
FOTO: OHDie Schule kann dabei nicht auf kommunale Hilfe hoffen, denn nach Landesvorschrift darf nur an einem Standort – also hier die Zweigstelle - eine Übermittagsversorgung unterstützt werden. Die Elternpflegschaft, der Förderverein und die Schulleitung wollen das nicht tatenlos hinnehmen. „Wir erhoffen uns, dass erkannt wird, dass wir Initiative zeigen“, erklärt Tenhaven. 20000 Euro sind durch Eigenmittel des Fördervereins und sonstige Spenden aufgebracht worden. So fehlen noch etwa 120000 Euro, damit das Projekt finanziert werden kann.
„Wir wissen, dass das ein großes Ziel ist, aber wir wollen das mit allen Mittel vorantreiben“, stellt Tenhaven klar. Aus diesem Grund startet das Leibniz-Gymnasium eine groß angelegte Spendenaktion. Auf der Internetseite www.mensa-fuer-leibniz.de kann man spenden. „So soll unsere Reichweite vergrößert werden, um auch Ehemalige und andere Zielgruppen, denen es vielleicht zu umständlich ist zur Bank zu gehen und eine Überweisung zu tätigen, anzusprechen“, so der Schulpflegschaftsvorsitzende Andreas Walter. Interessierte können bequem per Kreditkarte oder Internet-Zahlsystem spenden. Aber auch eine klassische Banküberweisung und Barspenden sind möglich und willkommen.
Für das erste Quartal des neuen Jahres sind weitere kreative Aktionen, wie ein Spendenlauf, geplant. Das Engagement der Schule ist groß. „Ich finde es wichtig, dass man zufrieden auf die Schulzeit zurückblickt“, sagt Walter. Das sehen Eltern und Lehrer durch die gegenwärtige Situation gefährdet.
 
 
 
 
 
 

Firmen-Nachfolger gesucht 
 
Am Leibniz-Gymnasium soll „Favourite Flavour" fortgesetzt werden 

Erfolgreiche Schülergenossenschaft des Essener Leibniz-Gymnasiums wirbt mit Infoveranstaltung um Nachwuchs. Dabei blicken die Jungunternehmer auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Foto: privat 
 
 
 
„Favourite Flavour“ braucht Nachwuchs, denn das Gründungsteam muss sich fortan aufs Abitur konzentrieren. Seit Januar 2013 ist die Schülergenossenschaft des Essener Leibniz-Gymnasiums im Schülergenossenschaftsregister des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes e.V. (RWGV) eingetragen. Unterstützt werden die 13 Schüler von Günter Dittrich (Stiftung Partner für Schule) und der Essener Apothekergenossenschaft Noweda eG.
 
Doch nach dem ersten Geschäftsjahr braucht es Nachfolger, da das bisherige Team den Schulabschluss vor der Brust hat. 
Zu diesem Anlass stellten Torben Richly, Timo Tönnies und Nabil Samad alles Wissenswerte über das Unternehmen interessierten Leibniz-Schülern vor: 
„Allein die Geschäftsidee zu entwickeln, Verkaufsräume zu ?nden, eine Satzung abzustimmen und erste Verträge zu schließen hat ein halbes Jahr gedauert“, erläutert der Abteilungsleiter der Verwaltung Torben Richly (17) den Zuhörern. „Aber diese Strukturen habt Ihr jetzt schon, wenn Ihr einsteigt“, fuhr er fort. 
 
Die bisherige Geschäftsidee: Die Jungunternehmer haben Kaffee und andere Heißgetränke in der Schule und zu besonderen Anlässen verkauft. In einem zweiten Schritt sollten Merchandising-Artikel der Schule von Kaffeebechern bis hin zu Kleidungsstücken mit dem Schullogo entwickelt und vertrieben werden. 
 
„Die Kontakte und Planungen für diesen zweiten Schritt sind sehr weit“, erläutert Timo Tönnies, Leiter der Einkaufsabteilung von „Favourite Flavour" den Zuhörern, aber es könne nicht alles im ersten Jahr verwirklicht werden. Ein Punkt, den der betreuende Fachlehrer der Genossenschaft, Dr. Meetz, aufnimmt: „Schaut man in die Realität, so verdient ein Untemehmer frühestens ab dem zweiten Geschäftsjahr Geld, die Schüler haben es geschafft bereits im ersten Jahr mit einem kleinen Plus aus dem Geschäftsjahr zu gehen“, lobt er das Geschick der Nachwuchsgenossenschaftler 
 
„Wenn es gut läuft, warum wollt Ihr denn aus dem Unternehmen aussteigen?“, möchte eine der Zuhörerinnen wissen. Das Abitur stehe an und die Arbeit in einer Genossenschaft nehme Zeit in Anspruch, so Nabil Samad. 
 
Günter Dittrich von der Stiftung „Partner für Schule in NRW“ lobte dabei besonders die professionellen Auftritte der Leibniz-Schüler zu verschiedenen Anlässen in der Landeshauptstadt Düsseldorf. „Es wäre gut, wenn sich am Leibniz-Gymnasium eine Nachwuchsgeneration für Favourite Flavour ?nden würde“, sagte Dittrich und sichert weiterhin Unterstützung zu. 
 
Auch Schulleiter Martin Tenhaven würde die Fortführung der Schülergenossenschaft sehr begrüßen. „Den Start der Genossenschaft mit dem Kaffeeverkauf sehe ich als sehr gelungen an. Und gerade für die Idee der Merchandising-Produkte sehe ich in unserer Schule eine hervorragende Perspektive“, so Tenhaven, der selbst Verantwortung in der Genossenschaft übernommen hat. Die gute Nachricht: Inzwischen haben sich bereits fünf Interessenten gemeldet, die nun noch auf weitere Mitstreiter/-innen hoffen. 
 
 
 
 

Die Schülerin Zaynab Fakhro vom Leibniz-Gymnasium in Altenessen erhält ein Bildungs-Stipendium der Frankfurter „Start“-Stiftung.

Foto: Herbert Höltgen

Jung, erfolgreich, libanesisch

Ihre Familie kam 1989 aus dem Libanon. Sie hat sechs Geschwister. Sie hilft ihren Eltern bei Gängen zum Amt. Warum die 15 Jahre alte Zaynab Fakhro aus Essen-Altenessen trotzdem gerade dabei ist, eine Bildungskarriere wie aus dem Bilderbuch hinzulegen.

Von Martin Spletter

Als sie die Grundschule
beendete, da machte sie sich Sorgen. „Ich dachte, hoffentlich schaff’ ich das auf der Hauptschule.“ Dabei kriegte Zaynab Fakhro aus Altenessen gar nicht mit, was die Grundschullehrerin gerade mit ihren Eltern aushandelte: Dass das Mädchen aufs Gymnasium
gehört, und zwar dringend. „Zum Glück“, erzählt die 15-Jährige, „haben sich meine Eltern damals überreden lassen. So startete sie auf dem Leibniz-Gymnasium. Zaynab, die in Steele zur Welt kam, hat sechs Geschwister, drei Brüder und drei Schwestern, und Zaynab ist die einzige, die es aufs Gymnasium geschafft hat. „Als ich auf der Grundschule war, wusste ich gar nicht, dass hier in der Nähe überhaupt ein Gymnasium ist.“

Ihre Familie kam 1989 aus dem Libanon ohne ein Wort Deutsch
. Noch heute hilft Zaynab ihren Eltern bei Gängen zum Amt, der Sprache wegen. Wenn man sie fragt, was sie mal werden will, dann sagt sie: „Es gibt einen Wunschberuf, und es gibt einen Traumberuf.“ Ihr Wunschberuf: Lehrerin werden, anderen Kindern und Jugendlichen helfen, neue Chancen bieten, Türen öffnen. So, wie ihr das passiert ist: Ihr Klassenlehrer Christian Heynk schlug sie für ein Bildungsstipendium der Frankfurter „Start“-Stiftung vor. 500 Bewerbungen landesweit gingen ein, 

50 junge Leute bekamen den Zuschlag – Zaynab ist dabei. Sie konnte mit ihren Unterlagen und einem Vorstellungsgespräch vor einer Auswahlkommission überzeugen. Nun erhält sie künftig monatlich 100 Euro Unterstützung, sie bekommt einen Laptop mit Drucker sowie Geld für Sprachreisen. Das Stipendium dauert drei Jahre, bis Zaynab ihr Abi gemacht hat. 

„Im Essener Norden haben wir nicht weniger Talente als im Süden“, betont Martin Tenhaven, der Leiter des Leibniz-Gymnasiums. „Allein an unserer Schule haben im Sommer sechs Schüler ein Abi von 1,0 gemacht. Trotzdem sind allein gute Noten nicht ausschlaggebend beim Stipendium. Auch soziales Engagement ist wichtig.“ Zaynab repräsentiert in dieser Hinsicht fast das gesamte Schulprogramm: Macht mit bei der Hausaufgabenhilfe für Jüngere, macht beim „Buddy“-Programm mit, einer Art Streitschlichter-Projekt, und Schulsanitäterin ist sie auch. 

Ihre Lieblingsfächer heißen Französisch und Latein, ihr Lieblings-Autor Nicholas Sparks. Zurzeit liest sie seinen Roman
„The Guardian“, und ja, sie liest das Buch im englischen Original. Lehrerin werden, das ist der Wunschberuf. Ach ja, und ihr Traumberuf? „Ärztin werden und Kindern im Ausland helfen.“ Aber sie hält das für eine Nummer zu groß. – Mal sehen, oder?

 

 
Zwischen Traum
und Wirklichkeit

Leibniz-Schüler erarbeiten Projekt zum Thema "Konflikte und Gewalt in Paarbeziehungen"

Nach einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2004) hat jede vierte Frau in Deutschland schon mindestens einmal Gewalt durch den Partner erlebt. Gewalt in Beziehungen zwischen Jugendlichen ist in Europa noch wenig erforscht. Man kann aber davon ausgehen, dass Gewalt auch in Teenagerbeziehungen weit verbreitet ist. Schüler des Leibniz-Gymnasiums Altenessen haben hierzu ein Projekt erarbeitet.

 Erfahrungen aus der sexualpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen zeigen, dass große Anhänglichkeit und Eifersucht von Jugendlichen zunächst oft als Liebesbeweise erlebt werden. Sie können jedoch auch erste Warnzeichen in einer Beziehung sein. Demütigungen, kontrollierendes Verhalten, Drohungen, Bloßstellungen im Internet, Körperverletzung und sexuelle Übergriffe sind Formen von Beziehungsgewalt, die unter Jugendlichen vorkommen und schädigende Folgen für ihre Entwicklung haben können.


Gemeinsam mit dem
Lore-Agnes-Haus


Jugendliche wissen meist wenig über Gewalt in Paarbeziehungen. Wenn sie betroffen sind, fällt es ihnen schwer, darüber zu sprechen. Ihnen fehlt das Wissen darüber, an wen sie sich zur Unterstützung wenden können und welche Einrichtungen Hilfe anbieten.

Von November 2012 bis April 2013 führte das AWO-Beratungszentrum Lore-Agnes-Haus in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Essen und dem Leibniz-Gymnasium zum zweiten Mal ein Präventionsprojekt mit dem Thema "Zwischen Traum und Wirklichkeit. Kommunikation, Konflikte und Gewalt in Paarbeziehungen" durch.

Das Lore-Agnes-Haus ist Anlaufstelle für alle Fragen und Probleme rund um Sexualität, Verhütung, Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch.

Das Projekt umfasste zwei Phasen. Die erste Phase bestand aus sieben Treffen in einer interkulturellen Gruppe mit fünf 16- bis 18jährigen Schülerinnen des Altenessener Leibniz-Gymnasiums.

Ziel war es, die Teilnehmerinnen zu stärken und ihnen Wissen zu vermitteln, damit sie ihre Rechte kennen, für Gewalt im eigenen Umfeld sensibilisiert werden und in der Lage sind, sich bei Warnzeichen oder erlebter Gewalt Hilfe zu holen.

Die Treffen wurden mit Gesprächen und einer Vielzahl Übungen abwechslungsreich gestaltet, um eine lebendige Auseinandersetzung mit den Themen zu fördern. Dabei wurde Wert darauf gelegt, eine gute Gruppenatmosphäre zu schaffen.

In einer zweiten Phase führten die Teilnehmerinnen Präventionsveranstaltungen mit Schulklassen ihrer Schule durch mit dem Ziel, andere Schüler auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam zu machen und mögliche Hilfsangebote vorzustellen.

Die Leitung hatte Dipl.-Psychologin Barbara Flotho vom Lores-Agnes-Haus. Eine interkulturelle Gruppe von Schülerinnen der 13. Jahrgangsstufe des Leibniz-Gymnasiums mit türkischem, kurdischem, marokkanischem, polnischem, deutschem Hintergrund waren erste Teilnehmer.

 

 
"Es war eine großartige Erfahrung":
Leibniz-Schüler in Salt Lake City

Erstmals nahm das Altenessener Gymnasium an diesem Programm teil

Für insgesamt drei Wochen fuhren Schüler des Leibniz Gymnasiums in Altenessen nach Salt Lake City, Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah. Der Aufenthalt war Teil einer Bildungsreise, bei dem die Teilnehmer bei meist mormonischen Gastfamilien untergebracht waren.

"Es war eine großartige Erfahrung - nicht nur für mich, sondern insbesondere für meine Schüler" berichtet Lehrer André Möllers, der die Gruppe auf dieser Reise begleitete. Bis jetzt kannten die Schüler die USA primär nur aus dem Fernsehen und dem Internet. Selbst hatte noch keiner von ihnen den Atlantik überquert.

Es ist auch überhaupt das erste Mal, dass Schüler des Leibniz-Gymnasiums an diesem Programm nach Amerika teilnahmen. "Aufgrund der erfolgreichen Durchführung und der durchweg positiven Rückmeldungen, hoffen wir, unseren Schülern diese Möglichkeit im kommenden Jahr erneut anbieten zu können", so Schulleiter Martin Tenhaven, der die Reise als Schulveranstaltung genehmigt hatte.

"Gerne würde ich wieder nach Utah fahren, aber erst einmal haben meine Gastgeschwister vor, mich in Deutschland zu besuchen." Nikolina Lozanovska versucht wie viele andere Schüler den Kontakt mit ihrer Gastfamilie zu halten. Die herzliche Aufnahme hat dazu geführt, dass die Schüler sich auf Anhieb wie zu Hause gefühlt haben. In den drei Wochen hatten sie die Möglichkeit dem High-Schoolunterricht beizuwohnen.

 Jedem Austauschschüler stand ein amerikanischer "shadow student" zur Seite - meist einer der zahlreichen Gastgeschwister, denn fünf oder mehr Kinder sind in mormonischen Familien keine Seltenheit.

Die letzte Woche der Reise, die mit dem amerikanischen Springbreak zusammenfiel, nutzten die Gastfamilien ihren deutschen Gästen ihr Land zu zeigen. Viele besuchten Utahs spektakuläre Nationalparks, aber auch Las Vegas oder sogar Los Angeles standen auf dem Reiseprogramm und bildeten den krönenden Abschluss der Reise.

 

 


Traum und Wirklichkeit: (v.l.) Martin Tenhaven, Rebecca Gegner, Barbara Flotho (Awo), Gisela Kaßner (Stadt Essen), Berna Cibir und Marta Jakob.
FOTO: KONOPKA


Gewalt gilt als Tabuthema

Schülerinnen des Leibniz-Gymnasiums in Altenessen beschäftigten sich intensiv mit Beziehungsproblemen Jugendlicher. Dokumappe und Plakat erstellt

Altenessen.  Laut einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahre 2004 hat jede vierte Frau in Deutschland schon einmal Gewalt in ihrer Partnerschaft erlebt. Wenig erforscht ist hingegen die Gewalt in Beziehungen zwischen Jugendlichen - doch könne man, so Diplom-Psychologin Barbara Flotho, davon ausgehen, dass das Thema auch bei jüngeren Menschen weit verbreitet ist.


"Das Engagement der gesamten Gruppe war sehr hoch"
Barbara Flotho, Diplom-Psychologin bei der Arbeiterwohlfahrt


Grund genug, eine Projektgruppe zu gründen, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt - so geschehen am Leibniz-Gymnasium an der Stankeitstraße. In Kooperation mit dem AWO-Beratungszentrum Lore-Agnes-Haus und der Gleichstellungsstelle der Stadt Essen arbeiteten fünf Schülerinnen des Q1-Jahrgangs an dem Präventionsprojekt "Zwischen Traum und Wirklichkeit", um vor allem jüngere Mitmenschen aufzuklären.
Wie viel Eifersucht ist normal? Ist meine Beziehung in Ordnung? Gehen mein Partner und ich gleichberechtigt miteinander um?

Wo fängt Gewalt an? Wo finde ich Hilfe? Fragen über Fragen, auf die vor allem Teenager oftmals eine Antwort suchen. Das Projekt richtete sich deshalb gezielt an die neunten Klassen - eine Altersklasse, in der viele ihre ersten Erfahrungen mit einer Beziehung machen. "Leider ist das Thema 'Gewalt in Beziehungen' ein Tabuthema", so Marta Jacob. Aufklärung sei deshalb, so findet die Schülerin, enorm wichtig.

Bereits im November vergangenen Jahres setzte sich die Projektgruppe zu einem ersten Treffen zusammen. In regelmäßigen Abständen wurden dann verschiedene Themen wie Konflikte, Warnsignale, Gewalt oder Hilfsangebote im Lore-Agnes-Haus bearbeitet. "Das Engagement der Schülerinnen war enorm hoch. Auch außerhalb der Schule haben sie viel Zeit und Arbeit investiert", lobt Barbara Flotho die Projektteilnehmerinnen.

Ein gutes halbes Jahr und unzählige Arbeitsstunden später liegen die Ergebnisse des Projektes nun vor. Die Schülerinnen hielten inzwischen Informationsveranstaltungen in den neunten Klassen ab und entwarfen eine knapp 30-seitige Dokumentationsmappe sowie Plakate, die nun in der Schule hängen.

 

  vom 15.05.2013
SPORT IN ESSEN
Die Stadtmeister im Schulfußball


C-Jugend: Leibniz-Gymnasium

Mädchen-Finale WK III: Leibniz-Gymnasium - GE Bockmühle 3:1. Das Siegerteam: Mara Hoffmann, Lara Sitterli, Anna Döpper, Sofia Heil, Katharina Sakowski, Milena Knorr, Laura Sonnet, Helen Wallner, Reeze Ajazi und Lena Täubner mit Schulleiter Martin Tenhaven (r.) und Lehrer Ingo Callies.



B-Jugend: Leibniz-Gymnasium

Mädchen-Finale (WK II): Leibniz-Gymnasium - Gymnasium Am Stoppenberg 4:2. Für die erfolgreiche Mannschaft von Sportlehrer Ingo Callies spielten Caroline Kemmesat, Lara Rothhaar, Amrei Saha, Laura Mahler, Johanna Hippert, Janine Jost, Evelin Olheiser, Elvan Nalbant, Sabina Göke, Vivien Falck.

 

 
Studienfeldtest am Leibniz-Gymnasium

Kooperation mit Bundesagentur für Arbeit


Das Leibniz-Gymnasium hat in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit für seine Schüler einen psychologischen Test in verschiedenen Studienfeldern angeboten. Ist Jura etwas mich oder doch eher Medizin? Ein Studiengang mit einem sprachlichen Schwerpunkt käme auch in Frage...
Die Bundesagentur für Arbeit in Essen hat einen Workshop angeboten, um Orientierung zu bieten. Dabei bearbeitete jeder Schüler einen studienfeldbezogenen Test, der ausgewertet wurde.
"Eine solche psychologische Fachtestung halte ich für sehr sinnvoll", bilanziert Schulleiter Martin Tenhaven: „Knapp 16.000 Studiengänge allein in Deutschland, da macht es Sinn, dass unsere Schüler vor Studienbeginn die Möglichkeit haben, sich zu orientieren." 
In nächster Zeit stehen weitere kostenfreie Studien- und Berufsorientierungsmaßnahmen an. 20 Schüler nehmen an einem dualen Orientierungspraktikum teil. Hierbei werden sie eine Woche an der Universität Duisburg-Essen (24.6.-28.6.2013) ins Studentenleben hineinschnuppern und Vorlesungen in Wirtschaftswissenschaften, Medizin oder Ingenieurwissenschaften besuchen.

In der letzten Schulwoche vom 15. bis 19. Juli machen die Oberstufenschüler ein Praktikum im gewünschten Berufsfeld. 
30 Schüler der Oberstufe haben am 13. Juni die Möglichkeit, auf der Vocatium Ruhrgebiet vier Infogespräche mit Universitäten und potenziellen Arbeitgebern zu führen. Die nächsten Sprechstunden der Bundesagentur für Arbeit im Berufsorientierungsbüro am Leibniz-Gymnasium finden am 5. und 17. Juni statt. 

 

 
Leibniz-Schüler in Amerika

Schüler des Altenessener Leibniz-Gymnasiums haben erstmals an einem Amerika-Austauschprogramm teilgenommen; Für insgesamt drei Wochen fuhren Jugendliche nach Salt Lake City, Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah. Der Aufenthalt war Teil einer Bildungsreise, bei dem die Teilnehmer bei meist mormonischen Gastfamilien untergebracht waren. In den drei Wochen hatten sie die Möglichkeit, am High-School-Unterricht teilzunehmen. Jedem Austauschschüler stand ein amerikanischer "shadow student" zur Seite. Erste Gegenbesuche sind bereits in Planung.

 

 

"Schachkekse" 
wieder im Finale

Bei der Zwischenrunde zur Schach-Meisterschaft des Regierungsbezirks Düsseldorf erreichten die "Schachkekse" des Leibniz-Gymnasiums durch zwei 3:1-Siege gegen den einzigen Konkurrenten aus Wuppertal wie in den Vorjahren sicher das Finale. Das Gymnasium an der Wolfskuhle musste sich bei der ersten Teilnahme mit dem dritten Platz begnügen. Für Leibniz spielten Clemens Waidelich (2 Punkte), Lukas Schimnatkowski (1), Anna Bérénice Döpper (2) und Cem Celik (1).

 

 
Genossenschaft am Leibniz-Gymnasium
Kaffeeverkauf und Merchandising sind Themen der Neugründung

Schüler und Schülerinnen des Leibniz-Gymnasiums gründeten eine Genossenschaft.

Der Sozialwissenschaften-Projektkurs des Leibniz-Gymnasiums hat die Schülergenossenschaft "Favourite Flavour" gegründet. 13 Schülerinnen und Schüler kümmern sich selbstständig um Einkauf, Finanzen und Dinge wie Buchhaltung. 

Das Team von "Favourite Flavour" verkauft zu festen Zeiten Kaffee. Parallel sollen Poloshirts, Kapuzenpullis, besondere Kaffeebecher mit dem Leibniz-Logo vermarktet werden. 

„Ein ambitíoniertes Vorhaben, ich bin gespannt wie sich die Dinge entwickeln", sagt Leibniz Schulleiter Martin Tenhaven. Neben ihm bilden Anja Wenzel (Marketing), Fachlehrer Dr. Frank Meetz, Torben Richly (Verwaltung) sowie Sandra Baldeau den Aufsichtsrat., Edina Mustafa, Silvija Primorac, Florian Kemmesat, Christian Kovac und Nabil Samad den Vorstand. Geplant ist der Beitritt zum rheinisch-westfälischen Genossenschaftsverband. Wer sich an der Genossenschaft beteiligen - und an einem möglichen Gewinn teilhaben - möchte, kann sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  melden. 

 

 
Leibniz-Schüler sind weiter

Zwischenrunde erreicht - Schülermeisterschaften im Schach

Foto: Leibniz-Gymnasium

Generationswechsel bei den Schachkeksen: Nachdem mit Jan Dette und André Kolbe zwei Spieler aus der Siegermannschaft des letzten Jahres herausgewachsen sind, mit Tim Dette zudem ein starker Spieler krankheitsbedingt fehlte, mussten Lukas Schimnatkowski, Anna Bérénice Döpper und Cem Celik aufrücken, die im Vorjahr im Alleingang die WK III gewonnen hatten. Nur Clemens Waidelich, der amtierende Essener Stadtmeister U18, blieb aus der Erfolgsmannschaft des letzten Jahres übrig. 

Insgesamt starteten nur drei Schulen in diesem Wettbewerb. Unter anderem fehlte mit dem Burggymnasium der vermutlich schärfste Rivale. Allerdings hatte auch das Maria-Wächtler- Gymnasium eine starke Truppe mit immerhin drei Vereinspielern aufgeboten, die das Theodor-Heuss- Gymnasium aus Essen-Kettwig in der ersten Runde denn auch klar mit 3,5:0,5 besiegte.

Schon die zweite Runde brachte das "Gipfeltreffen" gegen Maria-Wächtler. Eine Paarung mit einer gewissen Brisanz. 

Schließlich saßen auf beiden Seiten fast ausschließlich Spieler, die gemeinsam bei den Sportfreunden Katernberg trainieren. Schnell stellte sich aber heraus, dass Leibniz doch die "besseren" Katernberger in seinen Reihen hatte: Cem Celik und Anna Döpper knöpften ihren Gegnern schnell die Dame ab. Als Lukas Schimnatkowski dann auch noch einen Läufer gewann, "war der Drops gelutscht", obwohl sich Cem an seinem Bonbon noch verschluckte: Im Gefühl des sicheren Sieges setzte er seinen Gegner nämlich Patt und verschenkte so einen halben Punkt. Auch wenn sich Clemens am Spitzenbrett dem in den letzten Monaten immer stärker werdenden Henrik Kennemann geschlagen geben musste, war am 2,5:1,5 - Sieg nicht mehr zu rütteln. 

Im Kampf gegen das Theodor- Heuss- Gymnasium stand es nach Siegen von Cem, Lukas und Anna schnell 3:0, Clemens erhöhte schließlich gegen harte Gegenwehr auf 4:0. Damit steht das Leibniz- Gymnasium in der Zwischenrunde, die am Dienstag, 29. Januar, ab 12 Uhr in eigenen Aula ausgerichtet wird. 

 

 
Leibniz kooperiert
mit der Uni

Schüler "helfen" bei der Lehrerausbildung

Martin Tenhaven (l.) und Hans-Ernst Fischer mit der Kooperationsvereinbarung.

Foto: Leibniz-Gymnasium

Das Leibniz-Gymnasium Essen hat mit der Universität Duisburg-Essen eine vertragliche Kooperationsvereinbarung im Bereich der schulischen Praxisphasen während der Lehrerausbildung getroffen.

"Praxisferne!", "Schule als die große Unbekannte!" oder "Erst nach zwölf Semestern im Kontakt mit dem Schüler!" - Auf diese Vorwürfe gegen die in die Jahre gekommene Organisation des Lehramtsstudiums reagierte das Land NRW 2009 in einem reformierten Lehrerausbildungsgesetz. So durchlaufen Lehramtsstudenten Eignungs- und Orientierungspraktika sowie ein Praxissemester an Schulen. 


Praxisnahe Ausbildung
der Lehrer angestrebt


Seit dem Schuljahr 2010/11 findet ein Projekt mit Fünftklässlern am Leibniz-Gymnasium statt, die mit Unterstützung von Studenten im Praxissemester der Universität Duisburg-Essen Powerpoint gestützte Vorträge zu einem breiten Themenspektrum inhaltlich und medial vorbereiten und als "kleine Experten" ihre Ergebnisse bei einer Tagung vorstellen. 

An diesem und anderen Arbeitskontakten des Leibniz-Gymnasiums mit der Hochschule wollen die Beteiligten nun mit der Zielsetzung, "die gemeinsame Entwicklung und Sicherung der schulischen Praxisphasen in den Lehramtsstudiengängen" zu intensivieren und weiterzuentwickeln, anknüpfen. Anlässlich dazu begrüßte Schulleiter Martin Tenhaven zusammen mit der Praktikumskoordinatorin des Gymnasiums, Beate Brauer-Kobusch, den Vorstandsvorsitzenden des Zentrums für Lehrerbildung (ZLB) der Universität Duisburg-Essen zu einem Gespräch.

Ab Februar 2015 ist vorgesehen, die Begleitung und Vorbereitung des bereits auf 18 Monate verkürzten Vorbereitungsdienstes (Referendariat) stärker in die Universitäten zu verlagern und eine engere Abstimmung zwischen Hochschule, Ausbildungsseminar sowie Schule zu erreichen. Im stürmischen Fahrwasser der nordrhein-westfälischen Bildungspolitik wollen beide Seiten eine "Knall-auf-Fall-Wirkung der Ausbildungsreform abfangen", indem eine enge Zusammenarbeit bei der Abstimmung bereits im Vorfeld geschieht, wie Martin Tenhaven erklärte.

 

 
Ehrung für Leibnizianerin

Elisa Riewe für ihre sportlichen Leistungen mit der Gebhardt-Medaille ausgezeichnet

Preisträgerin Elisa Riewe mit dem stolzen Lehrer Heinz Prangenberg.

 

Die Ehrung scheint spät zu kommen, aber die Mühlen der Statistik mahlen nun einmal etwas langsamer. Kurz nach den Sommerferien stand fest: Elisa Riewe vom Leibniz-Gymnasium Altenessen war die beste Leistungskurs ( LK) Sportschülerin des Abiturjahrgangs 2012. Damit war die Verleihung der Willibald-Gebhardt- Medaille des gleichnamigen Forschungsinstitutes, das der Universität Duisburg-Essen angegliedert ist, verbunden. 


Die vom Essener Sporthistoriker Uwe Wick geleitete Willibald-Gebhardt-Stiftung zeichnet seit 2007 die herausragenden Sportschüler im LK Sport aus. Für jeden Regierungsbezirk des Landes NRW werden jeweils die beste Schülerin und der beste Schüler mit dieser Auszeichnung bedacht. 

In seiner kurzen Ansprache freute sich Uwe Wick besonders über Elisa Riewe, denn „endlich“ gab es „wieder eine Preisträgerin aus Essen“, der Heimat des von Prof. R. Naul mit ins Leben gerufene Willibald-Gebhard-Instituts. Schon im zweiten Verleihungsdurchgang 2008 war der Leibniz-Schüler Timo Krämer als Preisträger ausgelobt worden. Doch das Kuratorium der Stiftung stellte kurz vor der Verleihung nach Prüfung der eigenen Satzung fest, dass die Verleihung der Medaille sich nur an LK-Schüler, nicht aber an Abiturienten von Sport im vierten Fach richtet. 

Dennoch müsse Essen als eine Hochburg des Leistungskurs Sports angesehen werden. Neben der Leibniz-Schule (seit 1972), bieten noch drei Gymnasien und drei Gesamtschulen Sport als schriftliches Abiturfach an; in keinem anderen Ort in NRW gebe es diese Angebotsdichte. 

Überreicht wurden die Medaillen vom Fachdezernenten Sport, Klaus Killich, als Vertreter des Schulministeriums und der Bezirksregierung. Er wies in seinem Festvortrag auf den historisch belegten Zusammenhang von körperlicher und geistiger Bildung hin. Den Zusammenhang konnte er aber auch daran festmachen, dass alle zu ehrenden Preisträger in ihrer Gesamtabitur-Note besser als 1,4 abgeschnitten hatten und mit völlig unterschiedlichen Fächerkombinationen ihr Abitur abschlossen. 

Dieses breite Interessen- und Bildungsspektrum konnte Uwe Wick auch an den Biographien der Preisträger nach dem Abitur aufweisen: Nur ein Preisträger studiert Sport für das Lehramt an der Deutschen Sporthochschule in Köln, vier haben ein Medizinstudium begonnen, eine Geehrte setzte auf ein soziales Jahr und die Essenerin Elisa Riewe verfolgt eine Ausbildung bei Siemens mit parallelem Studium an der FOM Essen. 

Heinz Prangenberg, der Elisa Riewe als Kurslehrer über zwei Jahre betreute, freute sich natürlich besonders für „seine“ Preisträgerin. Der LK Sport war nämlich von mehreren Schülerinnen und Schülern belegt worden, die in der z.T. ungeliebten Theorie hervorragende Leistungen erbrachten; und von diesen hob sich Elisa von Beginn an noch deutlich ab. Ihre Klausuren wurden durchgängig mit der Bestnote abgeschlossen. 

 

NAMENSGEBER 

In einem einführenden Festvortrag informierte Prof. Dr. Roland Naul über den Namensgeber der Medaille. Wer wusste schon, dass die Sportbewegungen in Deutschland keineswegs an einer Teilnahme an den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit interessiert waren, ihnen sogar feindlich gesinnt gegenüber standen? Willibald Gebhardt (1861 bis 1921) ist es zu verdanken, dass Deutschland seit Beginn der neuzeitlichen Olympia-Bewegung in den Annalen verzeichnet ist.

 

Als aus dem Juden Salomon der Hitlerjunge Jupp wurde

Sally Perel war zu Gast am Leibniz Gymnasium.

Foto: Alexandra Roth

Der Jude Sally Perel überlebte den Holocaust auf ungewöhnliche Weise. Am Leibniz-Gymnasium in Altenessen berichtete der heute 88-jährige Zeitzeuge aus seinem bewegten Leben im Dritten Reich, in dem er mit viel Glück überlebte.
Es ist ruhig in der Aula des Leibniz-Gymnasiums. So ruhig, dass man viele der 200 Schüler atmen hören kann. So ruhig, wie es sich Lehrer in ihrem Unterricht wünschen. Nur hören die Schüler nicht einem Lehrer zu, sondern Sally Perel.
Der erzählt von einem Besuch in Auschwitz. „Ich habe diese Haufen aus Kinderschuhen gesehen. Diese vielen Haarlocken. Der Geruch von verbrannten Leichen ist dort bis heute spürbar.“

Betroffene Stille in der Aula.

„Damals habe ich mir vorgenommen, bis zu meinem letzten Tag über das Geschehene zu berichten und für die Wahrheit zu kämpfen.“ 
Sally Perel ist Deutscher und Israeli. Er ist Jude und hat den Holocaust überlebt. Der 88-Jährige ist einer von den Zeitzeugen dieser dunkelsten Epoche der deutschen Historie, von denen es immer weniger gibt.

„Ich bin lebendige Geschichte. Ihr seid die letzte Generation, die noch Zeitzeugen erleben kann“, sagt er zu den Leibniz-Teenagern. Und die hören genau zu, was der besondere Besucher zu erzählen hat. Salomon, kurz Sally, wurde in Deutschland geboren. Und hat in Deutschland überlebt. 

Als Jupp. So nannte er sich, als ihn die Wehrmacht aufgriff. Und ihn in Braunschweig in eine Schule der Hitlerjugend steckte. Dort lebte er in „der Haut des Feindes“. Und in ständiger Angst, entdeckt zu werden. Sally, der Jude, erlag der Faszination des faschistischen Systems. „Ich war teilweise begeisterter Hitlerjunge und hatte schöne Erlebnisse: Im Sport, mit Opern von Richard Wagner. Mit meiner Freundin. Der Hitlerjunge war in dieser Zeit dominant. Der Jude verdrängt.“

„Du sollst überleben“, hatte ihm seine Mutter vor dem Abschied mit auf den Weg gegeben. „Vergiss nie, wer du bist“, hatte sein Vater gesagt. Die Eltern überlebten den Holocaust nicht. Sally Perel schon. Und er fand nach dem Krieg sich und seine Identität wieder. Er wanderte nach Israel aus, begann sein zweites Leben. Und schrieb Jahrzehnte später die Ereignisse seines erstes Lebens in der Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“ auf. Ein Buch als Mahnung und Mahnmal, das sich die Leibniz-Schüler gestern dutzendweise zum Lesen mit nach Hause nahmen.

Ebenso, wie die Ratschläge Sally Perels: „Schuld erbt man nicht“, sagte er zu den Zuhörern. Und er schärfte mit einem Appell das Bewusstsein der Gymnasiasten, die zwei Stunden lang fasziniert zugehört hatten: „Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, in der Gegenwart richtig zu handeln. Ihr seid für mich neue Zeitzeugen. Ihr habt mich als eine der ersten Quellen gehört. Helft mit, dass die Wahrheit wachgehalten wird.“

  

Schüler reisen 2014 nach Auschwitz

Sally Perel war auf Einladung der Leibniz-Lehrerin Katrin Schmeetz in das Gymnasium nach Altenessen gekommen. Die Pädagogin hatte ihn auf einer Veranstaltung angesprochen.

In dem Gymnasium gibt es einen Projektkurs „Gegen das Vergessen“, in dem 35 Schüler mitarbeiten.

„Eine tolle Zahl. Mit so vielen Interessenten hätten wir bei der Einrichtung des Kurses nicht gerechnet“, sagt Schulleiter Martin Tenhaven.

Neben dem klassischen Unterricht hat der Kurs auch noch eine weitere Komponente: Im Februar 2014 reisen die Schüler nach Auschwitz.

 
 
Ein Chanson am Leibniz 
Corinne Douarre arbeitet mit Schülern 

Eine musikalische Veranstaltung der besonderen Art gibt es demnächst mit dem Leibniz-Gymnasium. 
Die in Berlin lebende Sängerin Corinne Douarre wird am Montag, 14. Oktober, und Dienstag, 15.0ktober, jeweils vier Stunden lang mit ca. 15 Schülern der Oberstufe ein Chanson (Text und Melodie) erarbeiten.

Thema ist die (Lebens-) Geschichte von Jehan Seval, einem "Kriegskind" aus Frankreich. Er wurde als Sohn eines Deutschen und einer Französin 1943 in Amiens geboren und wuchs ohne Vater auf. Erst Jahrzehnte später traute er sich, die Suche nach diesem und Geschwistern aufzunehmen. Mit vielen Mühen und auf zahlreichen Umwegen fand er sie 2008 in Essen. Seine Geschichte wird mit einigen anderen in dem Buch "Des fleurs sur les cailloux

 - Les enfants de la guerre se racontent" (Blumen auf den Kieselsteinen - Die Kriegskinder erzählen ihre Lebensgeschichte) geschildert. 
Altenessener Schüler werden ihm im Vorfeld Fragen stellen, auf die er per Mail antwortet. Diese Antworten sollen die Basis für das zu schreibende Chanson bilden. 

Am Dienstag, 15. Oktober, um 19 Uhr wird Corinne Douarre dieses Lied - ggf. zusammen mit den Schülern - auf der Zeche Carl uraufführen; anschließend wird sie 90 Minuten lang Lieder aus ihrem Programm präsentieren. 

 

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