Leibniz-Gymnasium Essen

WAZ 28.02.2016

Schüler aus dem Essener Norden üben sich in Nanoforschung

Text: Martin Spletter

Eine einzigartige Kooperation ermöglicht es Oberstufenschülern des Leibniz-Gymnasiums in Altenessen, in die Labore der Uni Duisburg-Essen zu schauen.

Sie hätten nicht gedacht, dass es an der Universität „so konkret“ zugeht, dass es in Spitzenforschung „nicht nur um Theorie“ geht: Wertvolle Einblicke in die Welt der Nano-Forschung erhalten Schüler des Leibniz-Gymnasiums . In einer stadtweit einzigartigen Kooperation können Oberstufenschüler, die am Projektkurs „Nanotechnologie“ teinehmen, regelmäßig das so genannte „Evonik-Schülerlabor“ der Uni Duisburg-Essen besuchen und lernen dort, zum Beispiel, unter fachkundiger Anleitung den Umgang mit Elektronenmikroskopen.

Nanotechnologie zählt zu den Forschungs-Flaggschiffen der Hochschule. Am Campus Duisburg gibt es seit mehr als zehn Jahren das „Cenide“-Forschungszentrum, das alle Projekte zum Thema „Nano“ miteinander vernetzt. Vor allem die Physiker, aber auch die Chemie erforschen die allerkleinsten Teilchen. Nanotechnologie kann entscheidenden Einfluss auf unseren Alltag haben, zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Materialien.

Seit mehreren Jahren bietet das Leibniz-Gymnasium den naturwissnschaftlich begabten Oberstufenschülern, einen fachübergreifenden Projektkurs „Nanotechnologie“ an. Seit rund einem Jahr ist der Kurs Bestandteil einer „Schüleringenieurakademie“, die mit Unterstützung des Fördervereins der Ingenieurwissenschaften der Uni Duisburg-Essen gegründet wurde. Über die Labor-Besuche hinaus forschen die Schüler dabei an eigenen Nano-Projekten und stellen die Ergebnisse am Ende teilweise sogar auf Englisch vor. „Letztendlich“, sagt der verantwortliche Lehrer Christian Burisch (Physik, Bio, Informatik), „ist das eine berufsorientierende Maßnahme.“

Womit er ein bisschen tief stapelt: „Man macht absolut beeindruckende Erfahrungen“, sagt Schüler Tobias Borgert (17), der jetzt vor dem Abi mit Mathe- und Chemie-LK steht und beruflich ins Chemie-Ingenieurwesen starten will. So lernten die Schüler etwa Solarzellen selbst zu bauen und erfuhren wie die Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts, das der Uni Duisburg-Essen angeschlossen ist, Computerchips entwickeln. „Interessant fand ich auch, dass uns die Studenten, die uns begleitet haben, wirklich alle Fragen beantworten konnten“, berichtet Schülerin Polina Shvartsman (17), die gebürtig aus Moskau stammt. Für Chantal Sawusch (18) waren die Besuche der Hochschule eine Vergewisserung in Sachen Berufswahl: „Ich bin nicht so der Büromensch. Ich möchte lieber mal in einem Labor arbeiten.“

Die Projektarbeiten, die die Schüler zum Ende hin anfertigen, ersetzen eine Facharbeit des regulären Unterrichts. Für den Besuch der Schüler-Akademie fällt übrigens kein Unterricht aus, denn der Projektkurs findet weitgehend am Nachmittag statt. Wer will, kann in der Akademie auch eine Arbeit schreiben, die gesondert geprüft und als „besondere Lernleistung“ später auf dem Abi-Zeugnis vermerkt wird.

 

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