Leibniz-Gymnasium Essen

WAZ 11.10.2017

Lehrer-Duo zeigt Bilder und Objekte in der Alten Cuesterey

Günter Kühn (l.) und Wilhelm Rütten zeigen Objekte un d Bilder in der Alten Cuesterey in Borbeck

 

Früher unterrichteten Günter Kühn und Wilhelm Rütten Kunst am Leibniz-Gymnasium in Altenessen. Nun stellen sie eigene Werke in Borbeck aus.

Die gemeinsame Schulzeit verbindet. Das gilt für Schüler, aber auch für Lehrer. So im Fall von Wilhelm Rütten und Günter Kühn, die jahrzehntelang am Leibniz-Gymnasium Essen unterrichteten. Nun widmen sich beide in einer Ausstellung „Wenn Farben spielen“ in der Alten Cuesterey in Borbeck ihrer zweiten Passion, der Kunst.

Als Günter Kühn (71) im Jahr 1977 seine Stelle als Kunsterzieher in Altenessen antrat, da unterrichtete Wilhelm Rütten (74) bereits seit vier Jahren Deutsch, Literatur, Erdkunde, aber eben auch Kunst. „Unsere Schnittstelle war die Theater-AG, die wir leiteten.“ Während sich Rütten um den dramaturgischen Teil kümmerte, übernahm Kühn die Gestaltung der Bühnenbilder und Kostüme. Die Chemie zwischen beiden stimmte also schon lange, und so war es bis zur gemeinsamen Vernissage in Grunde nur noch ein kleiner Schritt.

Bilder entstehen spontan und ohne festes Ziel

Zog sich die Liebe zur eigenen Objektkunst bei Kühn wie ein roter Faden durch die vergangenen 40 Jahre, konzentrierte sich Rütten erst im Ruhestand auf die Arbeit mit Pinsel und Farbe: „Zwar hatte ich einige Erfahrungen mit Aquarellen gesammelt, doch meine intensive Auseinandersetzung mit der Acrylmalerei kam erst später.“ Doch die Tatsache, dass beide die Farbgestaltung als gemeinsamen Aspekt in ihrer Arbeit entdeckten, diente als Initialzündung für die Ausstellung, „auch wenn wir sehr unterschiedlich mit Farbe umgehen“, wie Kühn betont.

Rüttens Bilder sind geprägt vom Zufälligen. Sie zeugen vom Spiel mit Farben, unterschiedlichen Werkmaterialien und Malgründen, aber immer auch von einer Spontanität, so dass sich die Thematik erst zum Ende hin offenbart. „Ich setze mir kein festes Ziel“, erklärt er, „sondern mache mein Schaffen von meiner Intuition abhängig“.

Materialen stammen aus dem Schulunterricht

Auch beim Griff zum Pinsel oder Spachtel entscheidet sich Rütten eher spontan. Ganz bewusst gibt er seinen Bildern in den wenigsten Fällen einen Titel, um dem Betrachter Raum für Interpretationen zu lassen. Interessant dabei: Einmal angerührte Farben werden bis zum letzten Strich verwendet und restlos verbraucht. „So entstehen am Ende stets einzigartige, nicht wiederholbare Werke“, sagt er.

Die Objekte von Günter Kühn entstehen nahezu ausnahmslos aus Materialien aus seinem früheren Kunstunterricht am Leibniz-Gymnasium. „Mitunter verwende ich aber auch Dinge aus dem Mädchengymnasium Borbeck, da meine Lebensgefährtin dort als Kunstlehrerin arbeitete.“ Farbtöpfe und Rührstäbe, Papiertücher zum Abtupfen und Malunterlagen – all dies findet auf kreative Weise Eingang in Kühns Objekte. Wie heute erinnert er sich an die kleinen Plastikeinlagen von Konfektschachteln, die sich perfekt zum Mischen der Farben eigneten und so zum farbenfrohen Bestandteil seiner Werke werden.

„Meist reihe ich verschiedene Utensilien aneinander“, so Kühn. „Frei nach dem Motto: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Wer sich davon überzeugen will, ist zur Vernissage am Sonntag, 15. Oktober, 15 Uhr, eingeladen.

INFORMATION ZUR AUSSTELLUNG

Aussstellung „Wenn Farben spielen“, Alte Cuesterey, Weidkamp 10, vom 15. bis 29. Oktober. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, von 15 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

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