Leibniz-Gymnasium Essen

Lesetag 2016: Bestsellerautorin Katja Brandis liest vor über 200 Kindern und Jugendlichen

Am Donnerstag, 21.1.2016, stellte die Kinder- und Jugendbuchautorin Katja Brandis in der Aula des Leibniz-Gymnasiums vor interessierten Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 8 zwei ihrer Werke vor: Zunächst las sie vor den Klassen 5 und 6 aus „Vulkanjäger“ und eröffnete der erstaunten Leserschaft, dass sie die meisten Orte in Süditalien und Hawaii auch selbst besucht hat, um für ihre Bücher gut recherchieren zu können. Zara, Johannes und Ida waren von den vielen Fotos begeistert, die Katja Brandis mit Hilfe eines Beamers präsentierte: So konnten sie in Gedanken ebenfalls auf dem Rand des Vulkankraters vorsichtig entlang gehen. Joel und Louisa-Marie wussten deshalb sofort, woher die Autorin ihre Inspirationen bezieht und verfolgten das Abenteuer des Vulkanologen André Bendert, der mit seinem Sohn Jan den nächsten Ausbrüchen nahe sein will, mit Spannung.

Katja Brandis machte keinen Hehl daraus, wie sie auf die Ideen für ihre Bücher kommt: Sie schilderte, dass sie immer einen Block und einen Stift dabei hat, um sich Notizen zu machen, die vielleicht zu einem Kapitel, manchmal sogar zu einem ganzen Buch erweitert werden. Gerne hätten Arbrie und Zeynep diese Notizen gesehen, doch im digitalen Zeitalter gibt die Autorin sie auch oft sofort in ihr Tablet ein, deshalb war das leider nicht möglich. Aber etwas anderes konnte nach Lust und Laune betrachtet, gedreht und gewendet werden: Amna und Philipp betasteten erstaunt das poröse Lavagestein, das Brandis den Schülern zur Ansicht gab. Geheimnisvoll und dunkel – so wanderte es von Hand zu Hand, bis es wieder sorgfältig seinen Weg in den kleinen Aluminiumcontainer fand, vorsichtig in Luftkammerfolie gepackt. Homa war begeistert, so viel über die Autorin zu erfahren, doch Katja Brandis stellte auch selbst Fragen. Eifrige Leser und gewiefte Rater kannten die Antwort und wurden mit Applaus belohnt.

Im Anschluss an die Vorstellung des Buches durften die Schülerinnen und Schüler noch Fragen stellen, die bislang offen blieben – das freute nicht nur Lucas und Lea. Brandis erzählte, dass sie schon als Kind begonnen hat zu schreiben, ihre Schwester fungierte als Testleserin. Sie bestärkte ihre Schwester darin zu schreiben; erst viele Bücher später gestand sie Katja Brandis, dass sie den ersten Schreibversuch doch nicht so ganz gelungen fand, jedoch ihre Schwester zum Lächeln bringen wollte. Das war die Antwort, die Kim und Damian erfreute! Als dann noch jeder sein Buch, sein selbst angefertigtes Lesetagebuch oder seine Autogrammkarte signieren lassen wollte, war die Freude groß und die Schlange lang. Doch jeder, der ein Autogramm haben wollte, bekam es auch. Annika, Salma und ihre Freundinnen überredeten die Autorin sogar zu einem Selfie.

Die Pause nutzte der Schulleiter, um Katja Brandis zu begrüßen. Sie war sehr erfreut über die Wertschätzung, die ihr von der Schulgemeinde entgegenbracht wurde. Herr Tenhaven wiederum betrachtete es als Ehre, dass die Bestsellerautorin, deren bürgerlicher Name Sylvia Englert lautet, für zwei Lesungen vor vielen Schülerinnen und Schülern aus München angereist ist.

Vor den Klassen 6 bis 9 stellte sie ihren Roman „Und keiner wird dich kennen“ vor, wieder mit vielen Hintergrundinformationen und Rechercheergebnisse, doch diesmal ohne Beamer. Denn hier steht keine gefährliche Landschaft im Mittelpunkt, sondern ein krimineller Stalker, der alles daran setzt, auf Biegen und Brechen sein Verständnis für die wahre Liebe durchzusetzen. Damit zerstört er fast eine Familie, der Hilfe durch ein Opferschutzprogramm zuteil wird. Luisa-Sophie und Hanka erkundigten sich nach ihren Vorbereitungen für den Roman und erfuhren, dass Katja Brandis nicht nur mit Kriminalkommissaren gesprochen, sondern auch Inhaftierte im Gefängnis besucht hatte, um sich ein genaues Bild zu machen. So konnte sie die Atmosphäre glaubwürdig im Buch schildern.

In der Fragerunde erfuhren die Schülerinnen und Schüler auch viele Details über den Weg des Buches von der Idee bis zur Publikation. Azra war überrascht, dass es Literaturagenten gibt, die den Autoren die Verwaltungsarbeit abnehmen, damit das Schreiben Schwerpunkt bleiben kann. Dass ein Buch einige Male überarbeitet werden muss, bis es ins endgültige Lektorat kommt, überraschte nicht nur Zeynel und Meryem. Aber im Entwicklungsprozess kommen immer noch weitere Ideen hinzu, die das Buch noch interessanter machen, deshalb müssen sie ihre Berücksichtigung finden. Louisa und Jule stellten fest, dass Katja Brandis viele gute Tipps geben kann, denn schließlich hat sie schon über 50 Bücher veröffentlicht.

Jola und Jacqueline erkundigten sich nach dem Buch, das für Katja Brandis das liebste von denen ist, die sie geschrieben hat. „Rausch der Tiefe“, meinte die Autorin ohne Zögern. Glücklicherweise war auch dieses Buch auf dem Büchertisch zu finden, den die Mitglieder der Jungen Jury in Zusammenarbeit mit der örtlichen Buchhandlung „Books, Party and more“ auf der Veranstaltung anboten. Dank der intensiven Vorstellung ihrer Bücher konnte sich Katja Brandis über einen gelungenen Verkauf während der Signierstunde freuen, bevor sie in die verdiente Mittagspause in einem guten Restaurant in der Nähe ging.

Am Nachmittag bot die Schriftstellerin ambitionierten Schülerinnen und Schülern der höheren Klassen, die an eigenen Veröffentlichungen interessiert sind, einen Schreibworkshop zum Thema „Fantasy“ an. In diesem Genre arbeitet die Autorin unter dem Pseudonym Siri Lindberg. Neben Fantasyromanen wie „Nachtlilien“ oder „Winterdrachen“ gibt sie auch seit Jahren Leitfäden heraus, die Tipps und Tricks für einen gelungenen Plot, für die Überarbeitung und schließlich für die Veröffentlichung verraten.

Doch hier sollte es zunächst um einen Prolog gehen, der einem Fantasyroman vorangestellt wird. Für die nötige Inspiration sorgte die Autorin mit einem Stoffbeutel, in dem einige Gegenstände verborgen waren. Mit geschlossenen Augen durfte jede Teilnehmerin hineinfassen und einen für sich wählen. Danach begann die Schreibphase, die für die meisten Teilnehmerinnen durchaus noch länger hätte dauern dürften, während sie an ihrem Stift knabberten und dabei ihre Inspirationsquelle ansahen: ein geschliffener Anhänger für einen Kristalllüster, eine wertvolle Kette mit Edelsteinen, ein kunstvoller Holzdrache aus Asien und vieles mehr. Die Vorleserunde im Forum eröffnete Annika mit ihrem Prolog zu ihrer Tarotkarte „Der Ritter der Münzen“, in dem ein Glas Whiskey eine große Rolle spielt. Mysteriös ging es weiter, aber leider kamen nicht alle Teilnehmerinnen dazu, ihre Prologe vorzutragen. Viel zu schnell ging die Zeit um. Deshalb ist zu hoffen, dass weitergeschrieben wird und die Geschichten – hoffentlich bis zu den Osterferien – zusammengetragen werden können. Schließlich soll jede Teilnehmerin eine Anthologie erhalten, die alle Geschichten enthält. Eine bleibende Erinnerung an den Fantasy-Workshop mit Siri Lindberg!

Weitere Informationen auf www.katja-brandis.de

 

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