Marie-Louise Lichtenberg zeigt ,,klare Kante“ – eine Lesung, die bewegt und zum Nachdenken anregt

Im Rahmen unseres Lesetages am 29.01.2026 fand am Leibniz-Gymnasium für die Jahrgangsstufe Q1 eine besondere Lesung statt: Wir durften die Autorin Marie-Louise Lichtenberg begrüßen, die sich intensiv mit den persönlichen Lebensgeschichten und Schicksalen von Holocaust-Überlebenden auseinandersetzt. In eindrucksvoller und zugleich sehr nahbarer Weise brachte sie uns die Schicksale, die sie in ihrem Buch ,,Zwischen Glück und Grauen – Begegnungen mit Überlebenden der nationalsozialistischen Diktatur“ beschreibt, näher. Außerdem zeigte sie Porträts von den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, erzählte von ihren persönlichen Eindrücken der Begegnungen mit den Überlebenden und machte deutlich, wie eindrucksvoll und emotional aufreibend diese waren. Die Autorin verdeutlichte den Schülerinnen und Schülern des Leibniz-Gymnasiums, wie wichtig es ist, Erinnerung an die Grauen dieser Zeit lebendig zu halten.

Marie-Louise Lichtenberg zeigte dabei klare Haltung und bezog deutlich Stellung gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Gleichgültigkeit. Sie machte unmissverständlich klar, dass Wegsehen keine Option ist – fand dafür jedoch stets respektvolle und gut gewählte Worte. Besonders betonte sie, wie wichtig es ihr ist, junge Menschen zu erreichen, zu informieren und sie dazu zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen. Sie dürfen Missstände in unserer Gesellschaft nicht einfach hinnehmen, sondern müssen sich eine eigene Meinung bilden und diese auch vertreten.

Die Lesung war für viele Schülerinnen und Schüler bewegend und regte zum Nachdenken, zu emotionalen Einträgen in dem Gästebuch der Autorin und zu persönlichen Gesprächen an. Wir bedanken uns herzlich bei Marie-Louise Lichtenberg für ihren Mut, ihr Engagement und dafür, dass sie bei uns zu Gast war und diese wichtigen Themen mit uns geteilt hat.