Leibniz-Gymnasium Essen

Ein Auslandsjahr in Texas

Das Parlamentarisches Patenschafts-Programm (kurz: PPP) ist ein gemeinsames Programm zwischen dem deutschen Bundestag und dem US-amerikanischen Kongress, das Schülerinnen und Schülern durch finanzielle Unterstützung ein Auslandsjahr ermöglicht. Es handelt sich um ein Vollstipendium, bei dem Bundestagsabgeordnete die Patenschaft für die Teilnehmenden übernehmen. Ziel ist, dass die Stipendiatinnen und Stipendiaten die Kultur des Gastlandes kennenlernen und die ihres Heimatlandes vertreten und vermitteln. Auf diese Weise soll mehr Verständnis in der Bevölkerung beider Länder geschaffen werden.

 

Ende 2020 konnte ich mich im Bewerbungsprozess durchsetzen und somit das vergangene Schuljahr an einer amerikanischen High School verbringen. Ich wurde in eine Kleinstadt in Zentraltexas platziert, wo ich nach meiner Ankunft eindeutig einen Kulturschock erlebte.

Die Architektur der Häuser erinnerte an Wildwestfilme. Polizeioffiziere trugen Cowboyhüte und ritten auf Pferden. Die Autos waren größer, die Straßen breiter und das Klima um einiges heißer als in Deutschland. Die typischen Assoziationen mit Amerika, die wir aus den Medien kennen, nahmen Wirklichkeit in meinem Alltag ein. Ich besuchte die lokale High School, fuhr in gelben Schulbussen und trat dem Cheerleader- und Tanzteam bei. Wir trainierten täglich und traten jeden Freitagabend bei Footballspielen auf. Diese besonderen Tage sind mit Abstand meine liebsten Erinnerungen an mein Auslandsjahr. Jeden Spieltag in der Football-Saison veranstaltete die Schule einen Mottotag, an dem sich alle Schülerinnen und Schüler verkleideten. In den Gängen spielte Musik und zur Pause kam die Schulgemeinde in der Sporthalle zusammen, um das am Abend folgende Spiel zu feiern. An solchen Tagen herrschte ein großes Gemeinschaftsgefühl in der Stadt, was ich aus Deutschland nicht gewohnt war.

Auch nach der Saison habe ich wichtige Erfahrungen sammeln können. Ich unternahm selbständig eine Reise nach Hawaii und dank des PPP nach Washington, D.C. Auch die Weihnachts-Saison und die Ferien verliefen sehr schön, weshalb ich nie wirklich Heimweh erlebte. Mir war es wichtig, diese Auslandserfahrung in allen Zügen zu genießen und gute Eindrücke mitzunehmen. So weit von zu Hause entfernt zu sein, brachte mich in viele neue Situationen, wodurch das Auslandsjahr ein ständiger Prozess des Lernens war. Ich bin mir sicher, dass die meisten Austauschschülerinnen und -schüler unabhängig von Ort und Zeit ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Ich kann somit definitiv allen Schülerinnen und Schülern empfehlen, einen Auslandsaufenthalt zu wagen und dabei besonders das PPP in Erwägung zu ziehen.

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