
Der Projektkurs „Gegen das Vergessen“ wird von den Fachschaften Geschichte, katholische und evangelische Religion und Philosophie verantwortet. Im Zentrum des Kurses steht eine fünftägige Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz (Polen).
In der EF gibt es die Möglichkeit für die Q1 den Projektkurs zu wählen. Wir beschäftigen uns im ersten Halbjahr ausführlich mit dem Nationalsozialismus in Deutschland zwischen 1933 und 1945. Dabei werden die Wurzeln des Antisemitismus von der Antike bis heute genauso thematisiert wie neu aufkommender Rechtsextremismus in der aktuellen Politik.
Zur Auseinandersetzung mit der Zeit der Schoa gehört auch, dass die Schülerinnen und Schüler sich mit einem Wahlthema dezidiert auseinandersetzen und eine entsprechende Präsentation vorbereiten und durchführen, die nach wissenschaftlichen Standards zu gestalten ist.
Mit der gemeinsamen Lektüre einer Biographie wird aber auch eine sehr persönliche Form der Auseinandersetzung mit diesem Kapitel der Geschichte erreicht. Um den Halbjahreswechsel erfolgt dann die intensive Vorbereitung in einem zweitägigen Seminar im Schullandheim auf eine Fahrt zur Gedenkstätte Auschwitz. Die Besuche vor Ort sind immer sehr eindrucksvolle Erlebnisse, die zusammen mit der Vorbereitung der Gedenkstättenfahrt und bisher auch immer einem Gespräch mit einem Zeitzeugen oder einer Zeitzeugin den Schülerinnen und Schülern prägend in Erinnerung bleiben.

Ausgehend von dem vor Ort Gesehenen und Erlebten nehmen die Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr dann die Arbeit an den selbst gewählten Projekten gegen das Vergessen auf. Dabei sind sowohl künstlerische Formate, als auch Unterrichtseinheiten für jüngere Schülerinnen und Schüler als auch Veranstaltungen für eine größere Öffentlichkeit entstanden und dienen der Erinnerung an die Zeit und die Opfer des Nazi-Regimes für die gesamte (Schul-)Öffentlichkeit.
Zur Bewertung der Mitarbeit ist das Anfertigen eines Lesetagebuches, mehrere kleinere und eine umfangreiche Präsentation, eines Portfolios und natürlich intensive mündliche Beteiligung erforderlich. Über die Bewertung dieser mündlichen und schriftlichen Leistungen hinaus bietet die Teilnahme am Kurs und der Gedenkstättenfahrt ein hohes Potenzial für die jeweilige Persönlichkeitsentwicklung, da alle Schülerinnen und Schüler bisher viele nachhaltige Eindrücke mitnehmen konnten.