Leibniz-Gymnasium Essen

Hörpunkt 2016: Vom Winde verweht

Der Hörpunkt 2016 entfachte einen erfrischenden Wirbelwind, der manchmal wie ein Orkan, manchmal wie ein laues Lüftchen daher kam.

Das Bühnenbild ließ es schon erahnen: Es sollte stürmisch zugehen! Noten mit wehenden Fähnchen waren im Hintergrund auf der Bühne der Leibniz-Aula aufgestellt worden und standen sinnbildlich für die Aufführungen vor der Bühne. Teilweise rissen die Künstler das Publikum mit stürmischen Auftritten mit, teilweise wartete eine angenehme Brise auf die Zuschauer. Der dritte Hörpunkt am Leibniz-Gymnasium fand am 16. März 2016 in der Aula des Leibniz-Gymnasiums statt.

Den ersten frischen Wind lieferte der Leibniz-Chor mit dem Song Mambo von Herbert Grönemeyer. Das einheitliche Oufit des Chores ergab einen schönen Kontrast zu dem abwechslungsreichen, stimmungsvollen und schwunghaften Auftritt des Ensembles. Die Truppe, die durch Frau Stahl begleitet wurde, hob dadurch den Hintergrund des Liedes hervor: Grönemeyer soll dieses Lied nämlich geschrieben haben, während er sich durch die heiße Luft eines Föns mit einem kleinen Wirbelwind umhüllt habe. Diese künstliche Brise muss den Leibniz-Chor inspiriert haben, sodass selbst Herbert Grönemeyer diesen gut abgestimmte Chor als Fönersatz akzeptiert hätte.

Elisabeth Pracht aus der sechsten Klasse übernahm nun das Ruder: Am Klavier spielte sie eine Bearbeitung der Moldau von Bedrich Smetana und bestach mit dieser süßen Melodie. Nach einem Frischling durfte nun ein alter Hase übernehmen. Ronja Hildebrand aus der Q1 spielte auf der Klarinette aus dem Soundtrack zum Film Jenseits der Stille von Niki Reiser. Erfahrung und Ruhe der beiden Musiker waren deutlich zu spüren, so dass sie gleich zu Beginn des Konzerts viel Applaus vom faszinierten Publikum erhielten. Auf Ronja folgte Leander Hausmann aus der siebten Klasse, der ein Medley aus den Songs von Eric Clapton, Lynyrd Skynyrd und Emerson und Lake & Palmer auf seiner Gitarre spielte und dazu sang. Eine ganz neue Windrichtung in diesem Konzert, was das Publikum begeisterte.

Es folgten drei junge Wirbelwinde aus der Erprobungsstufe: Mit einer Klavierbearbeitung des ersten Satzes der fünften Symphonie von Ludwig van Beethoven trat Jessika Sawatzki überzeugend auf. Madita Klauer, die auf dem Fagott einen Marsch aus dem Notenbüchlein der Anna Magdalena von Carl Philipp Emanuel Bach sowie einem traditionellen walisischen Volkslied spielte, blies erneut frischen Wind durch die Aula. Das gelang ihr auf dem leider nur selten zu hörendem Instrument sehr gut. Timur Özcelik spielte die Titelmelodie von John Williams zum Film Schindlers Liste und zeigte sein Können auf der schwer zu spielenden Violine.

Genau wie die Geschichten seiner beiden Musikstücke eng mit einem Neuanfang verknüpft sind, diente Dennis Sieberts Auftritt einem Neuanfang: Der erfahrene Musiker aus der EF leitete die zweite Hälfte des Konzerts ein und nahm sich zur Aufgabe nicht nur die Stimmung der Lieder zu vermitteln, sondern auch dem Auftritt eine eigene Note aufzudrücken. Am Klavier zeigte er anhand der Stücke Auld Lang Syne und Amazing Grace wie ein innerer Wirbelsturm auszusehen hat und übernahm dadurch die Rolle eines Ventilators: Sein äußerst ruhiger Stil beeindruckte das Publikum, die Bearbeitungen verliehen den bekannten Songs frischen Wind und während er sich so im Auge des Orkans befand, wurden die Zuschauer einfach mitgerissen.

Kaum war dieser Sturm verebbt durften nun Sarah El Masri, Asya El Masri und Lisa Jaskulla vor die Zuschauer treten. Sie sangen mit Truce und The run and go gleich zwei Songs des momentan sehr populären Musikerduos Twenty One Pilots. Besonders das Beatboxing machte aus ihrem Auftritt etwas Besonderes. Auf die populären Klänge Trio folgte Debussys Claire de Lune, das Anna Wilbert aufführte. Auch bei ihr war ihre Erfahrung hörbar und auch sie brachte ein variantenreiches Stück auf schöne Art und Weise auf die Bühne.

Einen guten Auftritt brachte Vivien Harwarth dar: Sie spielte Pink Panther von Henry Mancini auf der Klarinette. Sie brachte frischen Wind in ein nostalgisches Lied und baute einen großen Spannungsbogen auf.

Sara Atri und Lisa Jaskulla vereinigten sich mit Jan-Lukas Gosdzik am Klavier zu einem gemeinsamen Windsystem. Das Trio war gut aufeinander abgestimmt und doch wurden auch die einzelne persönlichen Strömungen spürbar.

Antonia Kreyssig schaffte es, das Publikum erneut einem Orkan der Faszination auszusetzen, indem sie sicher die gefühlvolle Titelmelodie der britische Serie Downton Abbey spielte und so manchen Zuschauer dazu brachte mitzusummen oder im Takt der Melodie zu wippen. Manchem Zuhörer war sie vielleicht bereits ein Begriff, doch Antonia schaffte es sehr gut, die Stimmung und ein bleibendes Wiedererkennungsbild beim Publikum einzuprägen, indem sie das Stück konsequent auf einem hohen Niveau vortrug.

Hey Jude von den Beatles in einer Bearbeitung für Horn und Klavier spielte Victoria Richel. Gekonnt überzeugte sie das Publikum, indem sie auf einem häufig unterschätzten Instrument einen äußerst guten Auftritt ablieferte. Auch Natalia Oberheidt überzeugte an ihrem Instrument. Am Klavier spielte sie mit unglaublicher Leichtigkeit das variable und erfrischende Prelude Nr. 1 von Claude Debussy. Das Trio um Louisa Rahm (achte Klasse), Kira Busse (Q2) und Vivien Harwarth spielte an den Klarinetten One last shot aus Filmmusik zu Fluch der Karibik der von Klaus Badelt geschrieben wurde. Die drei brachten ebenfalls die Stimmung der Filme auf die Bühne, waren untereinander sowie mit dem begleitenden Klavier sehr gut abgestimmt und brachten eine karibische Freibeuterbrise auf die Bühne.

Den Abschluss bildete als Rahmen erneut der Leibniz-Chor mit dem Song Let´s do it von Cole Porter.

Fazit dieses unterhaltsamen und stürmischen Abends ist, dass das Leibniz-Gymnasium mittlerweile eine große Bandbreite an fähigen Musikern zu bieten hat, die auf einem wunderbaren Niveau erfolgreich musizieren.

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