Leibniz-Gymnasium Essen

Das Tripelkonzert – eine unvergessliche Aufführung

Am 11. November 2022 wurde in der Aula des Leibniz-Gymnasiums im Rahmen Neustart Kultur ein Beethoven Konzert aufgeführt. Die professionellen Musikerinnen und Musiker Tamara Buslova am Klavier, Michael Nachbar an der Violine, Ashot Manukian an der Viola, Martina Ruppel am Klavier und Julius Günter Rüdell als Moderator nahmen dafür den Weg von Düsseldorf nach Essen auf sich. Es waren etwa 200 Personen anwesend, darunter sowohl Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen als auch Lehrerinnen und Lehrer. Wir als Schule fühlen uns sehr geehrt, dass dem Leibniz-Gymnasium die Möglichkeit gegeben wurde, ein solches Meisterwerk zu erleben.

Vor dem Konzert teilte Herr Rüdell dem Publikum noch Informationen über Beethovens Privatleben mit. So gab er Auskunft über Beethovens Gehörverlust und über den Abschiedsbrief, den Beethoven an seine Brüder Kaspar Karl und Johann verfasste, als er mit dem Gedanken spielte sich das Leben zu nehmen, weil er als Musiker sehr unter seinen Hörproblemen litt.

Das Besondere an dieser Aufführung war, dass erstmalig eine Viola anstelle eines Cellos genutzt wurde. Das Stück besteht aus drei Sätzen, wobei ein nahtloser Übergang zwischen dem zweiten und dritten Satz erfolgt. Beethoven komponierte das Tripelkonzert um das Jahr 1804. Herr Rüdell teilte mit, dass die Vermutung besteht, dass Beethoven das Stück für seinen damaligen Klavierschüler Erzherzog Rudolf von Österreich vorsah. Diesem sagte man jedoch nach nicht sonderlich talentiert gewesen zu sein, weswegen der Klavierpart „nicht zu anspruchsvoll“ angelegt wurde. Diese Meinung teilten die Schüler jedoch nicht, denn sie waren von allen Teilen im Stück begeistert, den Klavierteilen inbegriffen.

Das Tripelkonzert ist herausragend, da dort der Part der Solisten betont wird. Seinen Namen trägt es aufgrund der drei Solisten: Violine, Cello beziehungsweise Viola und Klavier. Um die besondere Rolle der Solisten hervorzuheben, ist dessen erster Satz als Ritornell- und nicht in der sonst üblichen Sonatensatzform angelegt. Dieser Satz wurde von dem zweiten Klavier eingeleitet. Es folgt die Rezitativeröffnung durch die Viola und die Violine, die das Hauptthema darstellt. Die Viola eröffnet dann die Solo-Exposition. Dieses Thema wird von der Violine und dem Klavier aufgegriffen. Die Reprise und Tonleitern in der Coda schließen den ersten Satz ab.

Der zweite Satz ist von einem melancholischen Charakter geprägt und dadurch deutlich langsamer als der erste. Die Instrumente erklingen zum Großteil Solo. Das Ende des Satzes schließt einen direkten Übergang an den finalen Satz an. Der dritte Satz beinhaltet weiche Übergänge von Ritornell und Couplets zwischen den Instrumenten, insbesondere dem Klavier-Duo.

Das Publikum war äußerst bewegt und gab großen Beifall für alle Beteiligten, die das Konzert möglich gemacht haben. Dazu zählen aber nicht nur die Musikerinnen und Musiker, sondern auch die Schülerinnen und Schüler, die für die Fotos und die Technik zuständig waren. Herr Rüdell lobte das Publikum für das große Interesse, das es dem Konzert entgegenbrachte. Demnach wird deutlich: Diese großartige Aufführung wird das Leibniz-Gymnasium für immer in seinem Herzen behalten!

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